Kommentare

  1. Avatar von TW-Mentalcoach
    ...klasse Beitrag Steffen und Punktlandung!! Ergänzend zu "wer bin ich füge ich auch noch hinzu...welches Wissen habe ich und was kann ich? Zu meinen Anfangszeiten beim Fußballverband habe ich als Kommunikations- und Mentaltrainer oft Dinge angesprochen und Lösungen präsentiert, nicht nur im sportlichen Bereich, insbesondere zum Thema Kommunikation und Verhaltensweisen gegenüber jüngeren Sportlern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich da Menschen begegnet bin die Angst hatten, dass jetzt eigene Schwächen aufgedeckt werden und die dann "schlecht" dastehen. Es wurde alles abgelehnt, schlechtgeredet und eingestellt. "Das machen wir schon immer so, das machen wir nicht, etc. pp. Einen von diesen Experten hattet ihr auch bei eurem Camp... Ich habe mich umgedreht und anderen Interessierten zugewandt mit denen es tolle Kooperationen gibt wovon alle Beteiligten profitieren. Wer nicht will der hat schon....
    Aktualisiert: 27.07.2014 um 15:15 von TW-Mentalcoach
  2. Avatar von Dradux
    Puhhhh.... lange Lektüre! Ich mag deine Vergleiche mit dem Kampfsportarten. Bei denen fällt es mir leicht nachzuvollziehen, was du sagen willst - wahrscheinlich da ich nun auch schon viele Jahre selbst im Kampfsport aktiv bin. So zurück zum Thema: Das mit Hinterfragen ist meist gar nicht sooooo leicht. Man kriegt Input, ist froh drum und nimmt diesen auch an - egal woher sagen wir mal. Irgendwann sieht man dann Aktionen, die einfach im Kontrast zu dem Input stehen den man selbst bekommen hat. Und dann kommen wir zum eigentlichen Problem - man braucht unmengen an Erfahrung um dann einfach erstmal nur für sich bewerten zu können: Was hat mich an der Aktion gestört? Wie könnte man sie besser machen? Ist dieser Fehler überhaupt noch zu beheben oder kann man nur noch kompensieren? Und so weiter.... man benötigt einfach eine große Basis an eigenem Wissen, um Informationen nur für sich erstmal bewerten zu können. Gerade am Anfang ist man ja noch um jeden Input froh und nimmt diesen erstmal als Gold hin. Ein guter Vergleich wäre folgender... du fängst gerade an Judo zu lernen. Dein Sensei zeigt eine Wurftechnik und sagt ihr sollt diese üben. Diese nimmst du dann erstmal ohne sie zu hinterfragen als richtig hin. Nun besuchst du einen Lehrgang und der Sensei dort legt plötzlich Wert auf eine andere Ausgangsstellung für den Wurf als dein Sensei (natürlich nicht grundverschieden - aber jeder Sensei hat ja doch so seine Feinheiten und Schwerpunkte. Du weißt denke ich was ich meine.). Nun fehlen Dir die Mittel für dich abschätzen zu können: Was funktioniert besser? Was funktioniert für dich besser? Ist eventuell sogar beides gut nur halt in unterschiedlichen Ausgangssituationen? Und so weiter... Das wäre der Punkt, an dem du Hinterfragen solltest.... meist fehlt dann aber der Mut das zu tun. Damit müsste man ja offenbaren, dass man hier Hilfe braucht oder anders gesagt nicht "wissend" genug. Als Judo Anfänger kein Problem - die beiden Senseis wissen ja eh, dass du noch Anfänger bist. Aber also Torwarttrainer oder generell Trainer, wo du ja probierst eine Kompetenz darzustellen - da fällt es den Leuten dann plötzlich schwer. Dabei könnten wir alle so viel von einander lernen, wenn wir uns nur trauen würden offen zu fragen warum jemand etwas so macht. Dafür muss dann natürlich auch gewährleistet sein, dass alle beteiligten respektvoll miteinander umgehen. Da haben dann Sätze wie "Warum machst du denn sowas? Verstehe ich nicht! Da kannst du deinen Torwart ja gleich auf die Linie nageln" nix verloren.

    In diesem Sinne, sollten wir uns alle mal an die Nase greifen. Trainer, Torwarttrainer, Torhüter und auch Zuschauer / Kritiker. Wenn wir uns auf einer konstruktiven Ebene treffen, dann können wir davon alle nur profitieren. Dazu gehört dann auch sich einzugestehen, eventuell bisher etwas falsch gemacht oder falsch verstanden zu haben als auch dem anderen einfach Platz für seine Fehler zu lassen, denn nur aus diesen kann er lernen und besser werden. Und wir haben ja schonmal festgestellt, dass es sich bei uns nicht im lebensbedrohliche Entscheidungen handelt - was nicht heißen soll, dass man sich nicht intensiv mit dem Torwarttraining beschäftigen soll.

    PS: Sorry dass es gefühlt auch ein halber Blog-Artikel geworden ist. Nach dem schönen Beitrag von Dir, hat mich die Schreibwut gepackt.
  3. Avatar von xirram
    Ich frage mich manchmal auch, wo sind die Torwartscouts, einer der die Feinheiten im Torwartspiel sieht und das Potential beurteilen kann?
    Ich kenne nur die Scouts, die die Spieler beobachten und wenn der Tw einmal ein überragendes Spiel macht, oft aber mit der falschen Technik, dann evtl. in den Fokus rückt. Ich sehe in dieser Richtung kein Land. Im Torwartscouting liegt leider noch viel im Argen!
  4. Avatar von Carlos
    Wunderbar wunderbar. Ein genialer Bericht! Den müsste man sofort an alle Stützpunkte und Vereine schicken.
  5. Avatar von xirram
    Na, Du mit Deinem Gerald:D ! Ich für meinen Teil danke den lieben Gott , das er mich verschont hat ein Neider zu sein. Ein Gefühl das ich , wie Gott sei Dank auch die Eifersucht
    nicht kenne. Ich weiss über Neid nur soviel, das einem der Neid erfährt , das zum Verhängnis werden kann, da das Individium Mensch in der Regel nach Macht strebt.Nichts anderes steckt nämlich dahinter. sonst gäbe es keine Kriege. Es steckt jedoch auch immer naturbedingt der Instinkt des Überlebens dahinter.Das unterdrücken
    dieser Instinkte nennen wir dann Zivilisation. Wer in der ersten Reihe will , als Tw oder als Tw-Trainer oder in irgendeinem anderen Bereich, sollte sich darüber klar werden, das die Öffentlichkeit mit Argusaugen auf Dich schaut und das sowas Deine persönliche Freiheit einengt. ein hoher Preis, den ich auf keinen Fall bezahlen möchte. Wenn man einen so talentierten Tw hat, der "berühmt " werden kann, sollte man ihn auf dieses Manko aufmerksam machen!!!
    Letztendlich läuft alles darauf hinaus, das man sich entscheiden muss , wenn man kann, zwischen Freiheit und das Streben nach Macht!
    Das was Du hier anspricht, ist genau das, was ich auch empfinde, das im Scouting und Ausbildungsbereich noch viel Arbeit auf alle wartet, nur müssen das die Machtmenschen erkennen!

    [B]Ich wähle die Freiheit!

    P[/B]S.: Wenn man mich fragt, wäre ich den Buchstaben C oder D mit der entsprechenden cm -Zahl nicht abgeneigt und das hat wirklich nichts mit Neid zu tun:D
    Aktualisiert: 21.01.2014 um 13:40 von xirram
  6. Avatar von Steffen
    Sina, gegen den Futsalball habe ich auch nicht was, ich habe was dagegen, daß plötzlich anstatt der Hallenregeln nach Futsalregeln gekickt werden soll...
    Das geht gar nicht, zudem sind die Schiris meist mit diesen Regeln Null vertraut und pfeifen daher einen Mist zusammen...
  7. Avatar von Sina
    Hallo Steffen,
    wieder ein sehr schöner Eintrag. Was ich jedoch schade finde, ist die Gesamtverteufelung des Futsalspiels. Gerade der Futsalball verhidnert in der Halle viel Gebolze, natürlich muß man sichd afür auch darauf einlassen.
    Zustimmen muss ich dir jedoch mit den Futsalregeln und dem Torwart - dies ist auch in meinen Augen ein Rückschritt. Du prangerst hier ja auch hauptsächlich die Ausbildung der Schiris an, die sich mit dem Thema anscheinend nicht genug auseinander gesetzt haben.

    Mit einem Futsal und den normalen Hallenregeln kann man jedoch verdammt viel Spaß haben.
  8. Avatar von xirram
    Toller Beitrag mit wunderschönen Denkansätzen. Es war mir eine Freude und ein Genuss
    diesen Blogeintrag lesen zu dürfen - Vielen Dank.
  9. Avatar von Dradux
    Hallo Steffen,
    wie du hier ausführlich schreibst, gehört natürlich viel mehr dazu um ein Trainer zu sein, als nur Übungen runter zu rattern. Eine gute Karriere kann ein guter Baustein für eine Arbeit als Trainer sein, muss es aber nicht. Das bringt meist den Vorteil mit, dass man ein sehr gutes Verständnis für die einzelnen Techniken hat und seinem "Padawan" natürlich viel mit seiner eigenen Erfahrung weiterhelfen kann. Die Aufgabe des Trainers umfasst aber wie du schon oben beschrieben hast viel mehr. Man muss gute analytische Fähigkeiten mitbringen, um natürlich auch wirklich Fehler zu finden und aktiv an diesen Arbeiten zu können. Man sollte eine gewisse Kreativität mitbringen, um einfach immer wieder neue Ideen und Anreize für den Lehrlinge entwickeln zu können, denn nur wer konstant gefordert und gefördert wird entwickelt sich weiter. Zu guter Letzt gehört natürlich auch noch eine gewisse Mentale-Komponente dazu. Also der Name ist evtl. nicht so gut, aber man muss einfach einen guten Zugang zu seinen Schützlingen haben. Sie müssen einem Vertrauen, um sie dann unterstützen zu können. Sei es nun Angst vor dem Hechten oder ein angekratztes Ego nach einem verlorenen Spiel. Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Facetten an die ich gerade nicht gedacht habe. Ich stehe jedoch voll und ganz hinter Dir, wenn du sagst dass es ein gewaltiger Unterschied ist ob man Übungen an einander reiht oder ob man junge Spieler trainiert. Ein sehr gelungener Artikel Steffen, du sprichst mir aus der Seele.
  10. Avatar von Icewolf
    Mal ab von den Ausführungen zum Torwart-Dasein:
    Frankfurt ist schon ne feine Ecke...
  11. Avatar von xirram
    Oha Steffen, das ist schon eine halbe Doktorarbeit;) mit so vielen Thesen und so vielen Denkanstössen, so das ich das alles erst mal sacken lassen musste um das Chaos in meinen Kopf zu ordnen. Letztendlich verstehe ich Deinen Beitrag als "Ode an die Tolleranz" die mit dem Dogma des mechanisch wirkenden und handelnden Torwarts aufräumt.
    Ich persönlich kann vieles nachvollziehen und blind unterschreiben.
    Ich denke auch, das Torwarttechniken ersteinmal beigebracht, und selbstverständlich der Spielsituation angepasst , werden müssen. Erst dadurch wird ein Torwart zu einem Talent das auf" höhere Weihen"" hoffen kann.Deshalb sollte man seinem Schützling auch erklären warum eine Technik so, und nicht anders, angewendet wird.Nur durch Verständnis der Technik hat der Torwart die Chance sie sich wirklich zu eigen zu machen und richtig anzuwenden und dann für sich zu verändern.
    Nun aber wird es kompliziert, denn das was einen zukünftigen grossen Torwart ausmacht ist nicht trainierbar, und wenn, nur in einem sehr begrenzten Rahmen! Die Intelligenz diese Informationen richtig umzusetzen. Ein Torwart, der dumm,wie 3m Feldweg, ist, werde ich in diese Sphären nie hinführen können. Auch da bleibt mir als Torwarttrainer nur die Erkenntnis das ich hilflos danebenstehe und eine höhere Macht bitten muss, mir die Tolleranz zugeben, auch Einfältigkeit zu tollerieren. Dort hilft nur den Spass zu vermitteln und froh zu sein einen Mitmenschen glücklich zu machen.Auch das gehört zum Alltag eines Trainers und muss einem letztendlich auch mit Freude erfüllen.
    Wenn ich jedoch einen intelligenten Torwart habe , der in der Lage ist, das erlernte sinnvoll für sich zu interpretieren, ja dann habe ich einen Rohdiamanten in der Hand, den es zu schleifen gilt und , auch das gehört dazu, bereit bin, ihn im richtigen Moment
    auch gehen zulassen, um sich weiterzuentwickeln , technisch und menschlich! Auch Abschied gehört zwingend zur Grundausbildung eines Torwarts , egal ob ich bei Bayern
    München in der Jugend spiele oder bei DJK Fern ab :)der Wupper. Um ein Meister zu werden heisst es eben auch altvertrautes hinter sich zu lassen und neue Ufer zu erklimmen. Es heisst eben doch irgendwann -Adios-!
    Das Beispiel mit der Bogenlampe und das Rückwärtsspringen, wie von Dir erwähnt, ist ja eine Torwarttechnik (Zur Latte springen etc.), von daher war das Beispiel schlecht gewählt, aber ich weiss natürlich was Du meinst.
    Ich hoffe Deine Botschaft verstanden zu haben und ziehe daraus meine Quintessenz, nämlich: Grundtechniken sind ein zwingendes muss, als Rüstzeug-sozusagen das Schweizer Taschenmesser- wie ich dieses Taschenmesser als Torwart jedoch verwende bleibt eine Frage der Intelligenz.
    Also viva intelligente Torhüter der Republik:D
  12. Avatar von xirram
    Das ist richtig, aber nach 4 Wochen nimmt bei gleichen Übungen die intramuskuläre Koordination wieder ab. Es geht dabei nicht um Muskelaufbau, sondern um die Interaktion der einzelnen Muskelgruppen bzw. Muskelketten. Es entsteht eine Dysbalance von agonistischen und antagonistischen Muskelfasern in dem eigentlichen Muskel. Viele denken es gibt z. B. nur 1 Beuger und als Antagonist einen Strecker , was so nicht richtig ist, denn auch der Agonist hat in sich Antagonisten, die letztendlich über entgegengesetzte Muskelspindeln die Stabilisation erwirken.Durch gleichbleibene Übungen = Belastung vertauschtt die antagonistische Muskelspindel in sich selbst Ansatz und Ursprung (Muskulatur nimmt immer den leichtesten Weg) um nicht der entgegengebrachten Kraft entgegenwirken zu müssen. Dieses wiederum die Bänder "irritiert" die ja letztendlich den Befehl auf die Muskulatur gibt.Anmerkung: Häufig geht die Mär um, das Bänder eine haltende Funktion haben , letztendlich sind Bänder nichts anderes als Bewegungsmelder in welcher Achse sich ein Gelenk befindet und durch die Rezeptoren auf dem Band, der Muskulatur Reize sendet um anzuspannen oder zu halten.Ausnahme ist hier eigentlich nur das Kreuzband und Syndesmoseband mit Abstrichen.

    Durch das oppossionistische Verhalten der Muskelspindel wird das Band irritiert, die Folge ist das z.B. das Becken beim " Fliegen" nicht mehr gehalten wird, obwohl man die Stabiübung gemacht hat , man wird schneller nach unten gezogen kommt falsch auf und Verletzungen oder kleine Blessuren sind die Folge. Dann bekommt der Torwart auch die von Dir beschriebene Angst zu fliegen. Spätfolgen sind dann auch fast immer Rückenprobleme durch Stauchungen im Rückenbereich in der Jugendzeit. Es ist zwar richtig das Stabilisation keine Kräftigung ist ,aber durch das halten in einer Stellung habe ich grundsätzlich sogar die intensivste Kräftigungsübung für einen Muskel.Erst durch die Bewegung z. B. auf einem Wackelboard entsteht die Koordination der einzelnen Muskelgruppen und damit die Stabilisation. Trotzdem habe ich natürlich auch einen Kräftigungseffekt des einzelnen Muskels und insgesamt ein höheres Kraftpotenzial durch effektives Zusammenspiel von Muskelketten und Gruppen , aber eben auch in dem einzelnen Muskel. Stelle ich also einen 3 Wochen auf das Wackelboard so wird der TW nach diesen 3 Wochen das optimal beherrschen, nach 4 Wochen allerdings wird er wieder Schwierigkeiten bekommen (probiere es aus).In der 4 Woche muss ich bis zur 7 Woche einen neuen Reiz in den Muskelketten setzen und in anderen Ebenen arbeiten oder wenn ich auf der gleichen Ebene bleiben möchte in dem Fall das Wackelbord statt z. B. vorher auf dem Vorfuss stehen, auf die Ferse wechseln.
    Leider kann man aus den gleichen Gründen auch nicht sagen wir machen Vorfuss und dann direkt anschliessend Ferse , die Folgen würden sich verstärken.
  13. Avatar von Steffen
    Nee, Stabis sind nicht dafür da, daß der Körper sich nicht daran gewöhnt, genau das soll er ja. Er soll nach 4 Wochen keine Belastung mehr spüren, denn dann hat der Körper die entsprechenden Muskeln ausgebildet und auch die Feinheiten der Motorik verinnerlicht. Rückschritte macht man dann nicht mehr Es nutzt auch nix, bei Stabis die Belastung hoch zu schrauben, sondern man muss theoretisch bei einigen Übungen so gut konditioniert sein, daß man dabei die Tagesschau guggen kann, ohne das man es anstrengend oder als Belastung empfindet.
    Dann passt das...
    einbeinig Zähneputzen auf dem Wackelkreisel... wenn das geht, dann ist für Knöchel und Knie wirklich die Balance gegeben und auch die Struktur ausgebildet - das bleibt auch. Warum hier höher schrauben? Das ist nicht Sinn der Stabis.

    Stabis sind Übungen, um gewisse Dinge auszugleichen und zu verfeinern. Das ist aber kein Krafttraining.
  14. Avatar von xirram
    Monat ist zu lang, dann hat der Körper sich an die Belastung bei der Stabi gewöhnt , und Du hast sogar einen Rückschritt.
    Ich trainiere nur Torhüter die ambitioniert sind. Nach max 3 Jahren(2 Jahr B-Jugend) verlassen Sie mich und spielen mindestens Niederrheinliga, also bisher, mache das erst seit 4 Jahren! Denke dann brauchen Sie auch einen besseren TwT, denn dann bin ich mit meinem Wissen am Ende und kann Ihnen nichts mehr beibringen. Kurzum: ich habe fleissige Torhüter:)
  15. Avatar von Steffen
    Achso... ja. Du Stabiübungen machen die Torleute bei uns generell als Hausaufgabe. Ich gebe meistens nur Sprungkraftübungen mit auf den Weg - wohl wissend, daß es die Torleute nicht ernst nehmen.
    Im D-Jugend Bereich und unterklassigem B-Jugend Bereich sind viele mit dem Kopf einfach nicht weit genug - der Grund warum diese eben nicht bei Verein XY in der Hessenliga, Regionalliga oder Bundesliga spielen - und vor allem mich als Tw Trainer haben.
    Andere machen es aus Prinzip nicht, weil: Wer springt, der fällt und Fallen tut weh - also macht man es nicht und gibt sich mit "Ich kann das nicht!" zufrieden. Doch meine Fallschule will man ja auch nicht machen, denn das ist doof! Nunja... oft fehlt eine gewisse Reife.

    Aber bei Stabis würde ich ein Programm ausarbeiten und dann schlicht auf einem Zettel austeilen... und dann auch im Monatszyklus wechseln. Sprungkraft baue ich gern ins Training ein - weil dann müssen die Torleute es machen. Bringt nicht viel, aber dann wird es wenigstens gemacht...
  16. Avatar von xirram
    Ich wechsel die Stabiübungen und Sprungübungen für zu Hause , alle 3 Wochen -das Training ist natürlich jede Einheit unterschiedlich- nur zu Klarstellung:rolleyes:!
    Ansonsten sind wir uns ja einig:)!
  17. Avatar von Steffen
    Hallo,
    du wirst verstehen, daß ich über Verhältnis Torleute - Tw Trainer- Eltern hier nicht schreibe. Das geht niemand was an, wer da was wissen will, der darf gern persönlich zu mir kommen - denn Schutz der Privatsphäre ist hier oberstes Gebot, mir reicht schon, daß die Kiddies über Twitter, WhatsApp und Facebook wirklich jeden Furz rumschicken, die wichtigen Dinge aber oft vergessen gehen.
    Ich bin derzeit nur 3 Mal auf dem Sportplatz - im Sommer hingegen sind es oft 5 bis 6 Termine. Stabi und allgemeine Ausdauer sind für mich persönliche Dinge. Die werden gezeigt und sollten regelmäßig im Warmmachprogramm mit gemacht werden - nur dann bringt es was. Hingegen setze ich die Koordinationsleiter oder andere Dinge zum Aufwärmen ein, dass mache ich nicht so oft, denn das Training an sich beinhaltet große Aufgaben an die koordinativen Fertigkeiten und im Aufwärmen kann man auch immer mal wieder entsprechende Stabilisations und Kräftigungsübungen einbauen - man darf sich als Trainer nicht zu schade sein.
    Das habe ich beim Torwart.de Trainer Tag zum Thema Flanken und Hohe Bälle gelernt - als Ebbo Trautner im Dreck lag - umgepflügt von Alexander Stolz. Er nahm das schlicht locker, weil er das so gefordert hatte, und das tue ich und bei mir braucht man da schon ein wenig Körperspannung, denn ich bin das, was einige "GeoCache" nennen - klein und dick!

    Es ist im Winter für mich immer schwer unter Flutlicht dann die Hand - oder Fuss-Augen-Koordination zu schulen. LifeKinetic und Übungen zur Konzentration sind bei mir hingegen Standard, da kann man die meisten vom Tw.de Camp fragen, meine Farben und Zahlenübungen sind berüchtigt - denn ich bin nicht langsam, sondern schnell. So braucht man bei "rot, grün, gelb, blau ,rot" einen extrem wachen Geist und eine verdammt flinke Auffassungsgabe. Hinzu kommen Übungen aus dem Kampofsport zur Reaktion oder aus dem Handball - hier helfen mir die guten Kontakte zum Hessischen Handball Verband sowie zu einigen Tw Trainern im Handball.
    Berühmt hingegen ist mein "Jedi Training" - allerdings ist das was für nur absolut fortgeschrittene Tw - die auch bereit sind, sich darauf einzulassen.
    Ich ändere nicht alle drei Wochen meine Übungen, sondern jedes Training ist etwas besonderes und somit ist Abwechslung gegeben. Im Winter ist es eher etwas temporeicher und nicht so ordentlich, aufgrund der Temperaturen - im Sommer hingegen ist es sehr intensiv, vor allem auf technischer Ebene.
    Ich verlange viel von meinen Torleuten und bin alles andere als genügsam.

    Die freie Zeit die ich habe versuche ich immer zu nutzen, bei anderen zuzusehen und da mir neues zu holen... das geht nicht virtuell. Virtuell hole ich mir vielleicht Ideen - aber im Gespräch hole ich mir dann wirklich die Punkte..
  18. Avatar von xirram
    Applaus Applaus für Deine Worte:)! Da spricht mir einer aus der Seele.
    Mich würde noch interessieren , wie Du es mit dem Umfeld Deiner Torhüter hälst.
    Besonders die Familie des Torhüters. Ich spreche sehr viel mit den Eltern um gewisse Dinge abzusprechen, Schule Training etc.! Ich finde das sehr wichtig auch ein Vertrauensverhältniss zu den Eltern aufzubauen , damit man letztendlich das optimale Trainingsergebnis erreicht.
    Ich trainiere meine Torhüter bis 4 mal die Woche 1 1/2 bis 2 Stunden ab B- Jugend und trotzdem hat man für einige Dinge einfach keine Zeit sie regelmässig zu trainieren, wie Stabilisationsübungen und Sprungübungen, deshalb gebe ich Hausaufgaben auf , alle 2 Tage Sprungübungen , täglich Stabiübungen, die ich dann 1 x die Woche "kontrolliere" und ggfs. korrigiere. alle 3 Wochen ändere ich dann die Übungen um den Gewohnheitseffekt und die damit verbundene Rückentwicklung zu vermeiden.
    Wie hälst Du es damit ? Auch verbinde ich bei gefestigter Technik viele Übungen mit Koordinationsübungen und oder Konzentrationsübungen Kinetik etc.um die Konzentration zu schulen und das Augentraining zu verbessern.Damit habe ich persönlich sehr sehr gute Erfahrungen gemacht , hast Du da auch erfahrungswerte und wie sehen sie aus?
  19. Avatar von heartkeeper
    Ja, ich schließe mich dem Lob an.Hab alles nochmal beim Lesen durchlebt.In mir brennt´s was das Fausten anbetrifft. Da ich persönlich zuwenig Biss hatte dem Ball ins Gesicht zu schlagen. Eben wie du beschrieben hast. Hab ihn eher immer nur sanft abgeklatscht, was die Torgefahr ja nicht gerade erleichtert. Aber jetzt, jetzt will ich da ran mit Rasche und Courage Jetzt muss ich aber noch bis Anfang September warten, wenn die Spiele wieder los gehen.
    Der Ebbo war klasse!Praktisch, sachlich und doch offen.
  20. Avatar von Steffen
    Naja, Bilder und Videos sind dieses Jahr nicht prickelnd... denn meine Kamera hat Samstag Mittag den Geist aufgegeben und war seit dem nicht mehr zum Leben zu erwecken. Bilder gibt es also, aber die Auswahl ist eher begrenzt, zum Großteil undeutlich und auch verzogen - Elektronik und Wasser war nicht so gut.
    Bei den Videos ist es ähnlich, nur daß hier Tropfen auf der Linse den Autofocus müde machten, und daher die Vidoes undeutlich und unscharf zum Teil sind...
    Marcel Schäfer dürfte mit seinem Equipment dieses Jahr, weil professioneller, eine bessere Ausbeute gemacht haben.
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