Finde es vielleicht auch müßig darüber großes Aufsehen zu machen. Das ist eben das Schicksal von Kahn: er wird nicht mehr mit Maßstäben von einem guten Bundesligatorwart gemessen sondern an der Latte "Weltklasse". Man erwartet eben von ihm, daß er top hält und deshalb wohl kommt es zur Sprache wenn Kahn mal einen Fehler macht. Wenn du dich unsterblich machst, wird es immer jemanden geben der an deinem Fundament kratzen will... Weltklassespielerschicksal!
Ich rede in dieser Situation persönlich lieber nicht von einem Fehler sondern von haltbar/und unhaltbar. Ganz klar: vielleicht hätte ein anderer Torwart den Ball auch nicht bekommen (und auf der anderen Seite genug Torhüter die diesen Ball gefangen hätten, aber die Kracher in gegen Kaiserslautern,... reingelassen hätten), aber für einen Herrn "Kahn" (zwecks der Gradmessung wie oben beschrieben) war der Ball eben haltbar, gibt er ja selber zu und wen wird es wohl am meisten wurmen, daß der Ball durch ist??? Jedenfalls ist grundprinzipiell - wenn wir mal von allen Kommentaren abgehen, ob der Schütze nicht am Schuß hätte gehindert werden müssen, ob die Verteidiger geschlafen haben usw... - zu sagen, daß der Torwart beim Tauchen mit beiden Händen ausgestreckt fliegen muß: die untere Hand um den Ball festzuhalten und die obere um ein eventuelles - wie eben bei Kahn passiert - Aufhüpfen des Balles zu verhindern: Torwartgesetz.
Wenn ein Torwart ein dummes Tor kassiert, weil der Platz Löcher/Hügel/blöd aufspringt... ist es trotzdem irgendwie auch seine Verantwortung, denn er muß von Spielbeginn an nicht nur Schützen und Gegenspieler berechnen können, sondern eben auch das Spielfeld: wie gesagt Torwartgesetz.
Ist nunmal das Los des Torwartes, was ihn aber auch interessant macht: "wie man es auch macht, man macht es immer verkehrt".