Hallo Daniel!
Sicherlich hat ein Paar Handschuhe auch was mit psychologischen Effekten zu tun, denn es wird wohl so sein, daß ein schlechter Torwart auch mit den besten Handschuhen kein Kahn wird und daß ein guter Torwart manchen Schuß auch ohne Handschuhe abwehren kann.
Trotzdem bilden aber gerade zur heutigen Zeit, wo Bälle nicht mehr aus Leder sondern vielfach aus beschichteten Kunststoff bestehen, die Handschuhe - nebst einer guten Fußbekleidung - für mich das wichtigste Utensil für den Torwart. Wenn sich also ein Torsteher mit einem Handschuhpaar nicht wohlfühlt oder sagen wir, um zu unserer Diskussion zurückzukommen, mit Innennaht besser fühlt oder "meint" Flanken damit besser zu halten, den Ball "intenviver"zu spüren, dann hat es auch mit seiner innerlichen Zufriedenheit zu tun. Noch ein kleines Beispiel am Rande. Ich weiß, daß ich mir jetzt einen kleinen Zorn aufbinden werde aber egal: die frühen uhlsportHandschuhe hatten immer deren Kinderkrankheit mit den Klettverschlüssen (soll jetzt nicht mehr so sein, vielleicht kann das ja jemand bestätigen): entweder sie gingen nach mehrmaligem Spielen auf oder waren später so starr und unbequem, daß man Angst hatte, daß einem das Blut abgeklemmt wird. Und wenn es solch störende Faktoren gibt, wird ein Torwart sicherlich auch nicht seine optimalsten Fähigkeiten abrufen. Es ist doch auch so wie beim Skifahren: du siehst, daß die Zeitunterschiede im Weltcup minimal sind, wir reden hier nicht mehr von Sekunden oder Zehntel sondern schon von Hundertsteln. Jede Skination/Hersteller versucht für sich in monatelangen Tests das optimale Wachs herauszuforschen, die verschiedensten Materialen zu testen, nur um ein paar Hundertstel schneller zu sein. Und so geht es halt auch im Fußball: Entwicklung über Entwicklung im Material um besser zu sein. Ob es nun richtig ist, daß sogar Kleinkinder nur versuchen das beste für sich rauszusuchen, oder ob nicht weniger oft mehr ist, ist an dieser Stelle eine andere Diskussion, hat eben wie im Vorspann schon geschrieben viel mit psychologischer Zufriedenheit zu tun. Jeder ist darin halt ein wenig anders.