Jedenfalls war Toni ein Kultkeeper und irgendwo schon ein Vorbild. Auch so ein Trainingsverrückter und einer, der auf dem Spielfeld und drumherum die Klappe aufgemacht hat. Heute würde man vielleicht sagen ein "Kahn light". Dass er damals mit dem Buch völlig auf die Schnauze gefallen ist, konnte ich nicht verstehen. Viele Dinge sind - absichtlich? - missinterpretiert worden und aus dem Zusammenhang gerissen. An ein Beispiel erinnere ich mich noch - er schrieb von irgendeinem Trainingslager der Nationalmannschaft. In der Presse veröffentlicht wurde die Passage, in der er schrieb, Breitner hätte abends "Rotwein gesoffen wie ein Russe" und schon galt er Toni als Nestbeschmutzer. Im zweiten Satz stand allerdings, dass Paul am nächsten Tag der erste auf dem Trainingsplatz war und intensiv gearbeitet habe. Na ja, so ist die Presse eben, wenn einer unbequem wird, dann kann man ihn demontieren. Ich fand's einfach schade, denn man hatte bei Toni immer etwas zu lachen. Außerdem denke ich nicht, dass ein Buch mit diesem Inhalt heute zu einer ähnlichen Suspendierung führen würde. Villeicht hat ja jemand Effenbergs Werk gelesen?
Gruß aus München




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