Sicher wird die Mannschaft für dieses Verhalten kein Fairplay-Preis bekommen, aber das Tor ist regelkonform entstanden. So wie du die Situation beschreibst, geschah die Verletzung des Torwarts, der klärenden Ball an die Mittellinie und der direkte Torschuss in zeitlich engem Zusammenhang und somit sollte der Schiedsrichter nicht unbedingt eingreifen. Wenn aber nach dem klärenden Ball nicht direkt das Tor angegriffen wurde, so hätte der Schiedsrichter auch unterbrechen können.

Natürlich kommt es auch auf die Art der Verletzung und die Spielklasse an ob der Schiedsrichter eingreift. In Jugendspielen unterhalb der Verbandsebene unterbreche ich das Spiel doch recht schnell wenn ein Spieler am Boden liegt, bei Aktiven eher garnicht und weise nur drauf hin den Ball bitte ins Aus zu spielen und erwarte dort Fairplay-Verhalten. Wenn natürlich ein Bein gebrochen ist oder ähnliches gilt dies Ganze nicht, da ist unverzüglich zu unterbrechen.

Doch ist es heute leider auch Sitte bei Spieler einfach liegenzubleiben um eben dem Gegner einen Vorteil zu nehmen. Und einer Mannschaft ein Torschuss aufs leere Tor wegzupfeifen nur weil der Torwart kurz mit Eisspray besprüht werden will um danach wieder weiterzumachen halte ich dann doch für unangebracht.

Meiner Meinung nach sollte hier der Fairplay-Gedanke gelebt werden, sodass der Schiedsrichter eigentlich garnicht in die Situatuon mit eingebunden werden muss. Dses gilt aber für beide Mannschaften. Keine unnötigen Unterbrechungen hervorrufen, aber eben auch den Ball ins Aus spielen wenn einer am Boden liegt.