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Ich muss gestehen, das habe ich nicht verstanden. Warum brauchst du so viele Monturen? Weil ihr so viele Kunst- und Rasenplätze bespielt?
Kannst du mir das bitte nochmal erklären?
Wenn Du das so genau wissen willst Ich habe tatsächlich die Kausalität nicht ausreichend beschrieben. Nach x Stunden am Rechner und zig beruflich geschriebenen Texten ging mit wohl rhetorisch die Puste aus...

Wir spielen teilweise noch auf Asche (fünf Auswärtsspiele), wo ich so gut wie immer schwarze Trikots trage und getragen habe. Wir spielen ja erst ab sofort auf Kunstrasen statt auf Asche. Alles andere sah irgendwann "oll" aus. Allerdings habe ich gerade bei Matsch (was ja auf Rasen und vor allem Asche fies ist) oder Regen (nass zu sein, ist auch auf Kunstrasen nicht schön) immer zwei Garnituren dabei + T-Shirt, Sweatshirt oder Adidas-Regenjacke zum Warmschießen. Dabei kommt der Aspekt hinzu, dass ich einen Bandscheibenvorfall habe und es vorkommen kann, dass ich für das Einschießen, die erste und zweite Halbzeit jeweils eine Hose dabei habe, um Gesäß und Lendenbereich einigermaßen warm und trocken zu halten. Selbiges gilt für Unterziehshirts, Unterhose und Trikots. Auch bei starkem Schwitzen bei 30 Grad oder mehr wechsele ich die Sachen. Das ist der medizinische und prophylaktische Ansatz. Also brauche ich dafür schon mal eine Auswahl.

Kommen wir zum nächsten Aspekt: wir haben in letzter Zeit einige Male erlebt, dass Schiedsrichter sich darüber mokiert haben, dass sich mein schwarzes Trikot nicht ausreichend von den Trikots der Gegner oder unserer Trikots abhebt (z.B. wenn wir dunkelblaue Trikots tragen). Ein Mal musste ich mit Leibchen spielen, weil ich auch nur einen schwarzen Sweater zum Warmmachen dabei hatte. Das war nervig. Also hatten wir fortan ein graues Ersatztrikot im Koffer. Aber das mochte ich ehrlicherweise optisch überhaupt nicht.

Wir haben uns mal im Kreis der Defensivspieler über einige Sachen unterhalten, die wir perfektionieren können und da kam neben der verbalen Kommunikation auch die optische Kommunikation ins Spiel. Tenor war, dass es schon Sinn macht, wenn ich verschiedene Möglichkeiten habe, mich durch das TW-Trikot von den eigenen und vor allem den gegnerischen Spielern klar abzuheben. Dunkel bei hell, hell bei dunkel etc.. Das kann man jetzt für Amateurverhältnisse übertrieben nennen, aber ich bin überzeugt, dass etwas bringt, klar zu erkennen zu sein. Auch dafür brauche ich eine Auswahl, was ich wann trage.

Und der letzte Aspekt ist schlicht und ergreifend die Eitelkeit Ich würde sehr bunte Kombis nicht tragen und auch nicht sehr gemusterte (das neue von Nike ist schrecklich). Grüne Trikots finde ich auch nicht so schön. Rote und blaue Trikots finde ich gut, aber dann nur mit roter bzw. blauer oder weißer Hose. Aber wenn ich jetzt auch noch eine rote und blaue Montur kaufe, hält mich meine Frau für bescheuert. Mein Budget, das ich für Klamotten und Handschuhe vom Verein bekomme, würde endgültig gesprengt. Und ich sollte meinen Mitspielern vielleicht nicht zu viele Farben im Wechsel präsentieren. Sonst sind sie am Ende noch verwirrter, als wenn sich meine Trikotfarbe kaum vom Gegner oder ihnen selbst abhebt Nein, im Ernst, irgendwann wird es auch blödsinnig, wenn ich fünf neue oder relativ aktuelle Trikots im Schrank habe, die ich auch noch regelmäßig gebrauchen will.

Ich finde es ganz witzig, die Möglichkeit zu nutzen, dass ich jetzt auf Rasen und Kunstrasen viel öfter mit kurzer Hose spielen kann. Das lässt einem mehr Möglichkeiten zu Farbvariationen als die schwarzen Hosen auf Asche. Schwarzes Trikot, schwarze Hose, weiße Stutzen oder gelbes Trikot, gelbe Hose, gelbe Stutzen oder gelbes Trikot, weiße Hose, weiße Stutzen oder weißes Trikot, weiße Hose, weiße Stutzen oder (weil Vereinsfarben) weißes Trikot, weiße Hose, blaue Stutzen oder weißes Trikot, blaue Hose, blaue Stutzen etc. etc etc...

Außer der Argumentation mit den trockenen Sachen muss das alles sicherlich nicht zwingend sein. Doch auch die optische Kommunikation halte ich für einen durchaus sinnvollen Ansatz, zwei, drei Farben zur Auswahl zu haben. Ich meine nämlich, dass man sich und die Begleitumstände egal auf welchem Niveau relativ immer optimieren kann.