Wird man net vorher gefragt, ob man das zeigen darf?Zitat von -P-S-P-
Oder zeigen die Sender das einfach?
Wird man net vorher gefragt, ob man das zeigen darf?Zitat von -P-S-P-
Oder zeigen die Sender das einfach?
Geändert von The Transporter (11.11.2007 um 13:29 Uhr)
.....er trat in unser Leben wie ein Avocadosalat.
(H.M. Murdock)
Das ZDF hat sicherlich vorher nachgefragt. Gerade weil es eine Livesendung war, wo es sich der Sender kaum erlauben könnte, wenn der Gast das Studio verlässt (bei Sendungen wie "Johannes B. Kerner" ist das natürlich etwas anderes).
Farblegende: Moderator | Privatperson
Das wird vorher 100%ig abgesprochen, selbst der Dialog zwischen dem Moderator und dem "Befragten" werden vorher geprobt. Im Fernsehen ist nichts, aber auch rein garnichts mehr dem Zufall überlassen.Zitat von The Transporter
Ich finde trotzdem, das mit dem Kind hätten sie sich auch schenken können.
Katze5.EF
Muss zustimmen, der Auftritt von Enke im Sportstudio was echt klasse, sehe ihn auch als Torwart, der sachlich bleibt und alles was er sagt durchdenkt er genau. Aufgrund seiner kontinuierlich starken Leistungen denke ich dass er auch Chancen auf die Nr. 1 im DFB hat. Aber er sieht ganz sachlich, dass er nicht der einzige gute ist und auch sonst scheint er auf dem Boden geblieben zu sein.
Enke gewinnt – die Sympathien
Souveräner Auftritt im ZDF-Sportstudio. Die Pleite in Berlin ist „sehr ärgerlich“ für ihn.
Nach der Niederlage in Berlin gewann Robert Enke im ZDF-Sportstudio die Sympathien der Zuschauer.
VON GUNTHER NEUHAUS
BERLIN/MAINZ. Es kurz nach 18 Uhr am Sonnabend, als eine dunkle Limousine im Tiefgeschoss des Olympiastadions vorfuhr. Mit Robert Enke wurden Sportdirektor Christian Hochstätter und Mediendirektor Bernd Reiser zum Flughafen Tempelhof chauffiert, von dort flog die kleine Reisegruppe 96 in einem vom ZDF gecharterten Jet nach Mainz.
Die Anreise zum Sportstudio, das ab 22 Uhr aufgezeichnet wurde, war also perfekt organisiert, und auch Enkes Auftritt geriet makellos. Im Gespräch mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein argumentierte er so wunderbar unaufgeregt-souverän, wie er sich im Strafraum bewegt. Ohne Effekthascherei. Ohne böse Fouls gegen Konkurrenten.
Am mutigsten wurde Enke vielleicht, als er andeutete, dass es im Tor der Nationalelf, wenn überhaupt, im neuen Jahr eine neue Entwickung geben könnte: Jens Lehmann müsse wohl den Verein wechseln, um die nötige Spielpraxis für die EM zu bekommen.
Enke jedenfalls dürfte vor einem Millionen-Publikum am Fernsehen viele Sympathiepunkte gesammelt haben – es war ein Enke-Werbestudio. An der Torwand rettete er immerhin ein Unentschieden. Der 96-Torwart traf einmal unten, Ballkünstler Elvis Aydin setzte einen Treffer oben.
Ein Remis, das hätte Enke mit 96 auch in Berlin als gerecht empfunden. „Die Niederlage ist nicht verdient. Aber dafür können wir uns nichts kaufen“, klagte der 30-Jährige. Auch er hatte ja im Schneetreiben so seine Probleme, Enke war beim Zurücklaufen nach einem Gilberto-Schuss ausgerutscht (19.). „Der Schnee ist unten an den Schuhen klebengeblieben“, klagte Enke. „Da musste man jedes Mal, bevor man den Ball nach vorne geschlagen hat, die Füße sauber machen. Ich konnte das ja, die anderen Spieler nicht.“ Als „sehr ärgerlich“ empfand Enke das 0:1. „Es war Abseits. Aber kein Vorwurf, das war eine knappe Entscheidung.“
Von Berlin nach Mainz und noch in der Nacht zurück nach Hannover. Enke blieb in Bewegung am Wochenende. Gestern fuhr er nach Jena, um mit Kumpel Torsten Ziegner, Kapitän von Carl-Zeiss, dessen 30. Geburtstag zu feiern. Nächste Station ist morgen Barsinghausen – bei der Nationalelf.
Quelle: Neue Presse, 12. November 2007
Farblegende: Moderator | Privatperson
Enke und Hanke auf der Bank. Löw improvisiert.
Robert Enke sitzt auf der Bank und hat sein EM-Ticket sicher. Mike Hanke hofft auf den Jokereinsatz, die Fans in Hannover auf WM-Stimmung heute Abend gegen Zypern.
VON ANDREAS WILLEKE
HANNOVER. Lieber nicht zurückschauen. „Das war ein ganz fieses Spiel“, erinnert sich Per Mertesacker an den letzten Länderkrampf in Hannover. Der Gegner kam von den Schafsinseln, und die deutschen Spieler schossen einen Bock nach dem anderen, aber nur zwei mickrige Tore. Dabei hieß der Trainer noch Rudi Riese, bürgerlich Völler.
Das war im Herbst 2002, 96 war gerade aufgestiegen. Die Nationalelf stieg als Vizeweltmeister in die EM-Qualifikation ein. Das 2:1 gegen die Färöer ist jedoch längst ins gedankliche Abseits verschoben – wie die Zweitligazeit von 96.
Es hat sich seitdem vieles gebessert. 96 spielt seit fünf Jahren Bundesliga. Fünf WM-Spiele wurden im umgebauten Stadion angepfiffen – wir plädieren jetzt auch für fünf Tore heute Abend gegen Zypern.
Die Stimmung rund um die Nationalelf ist jedenfalls märchenhaft – und so hofft Hannover heute auf ein Retro-Spiel, das in der ausverkauften Arena WM-Laune macht.
Atmosphärisch stimmig ist auch, dass 96-Star Robert Enke beim Warmmachen auf dem Platz steht. „Es macht keinen Sinn, Robert in der Heimatstadt auf die Tribüne zu setzen“, erklärt Torwarttrainer Andreas Köpke. Enke verdrängt Timo Hildebrand. „Ich gehe davon aus, dass ich als Nummer zwei auf der Bank sitze“, hatte Hildebrand noch im NP-Interview geäußert.
Eigentlich hatte Enke sogar auf ein Heimspiel gehofft. „Es hätte gut gepasst und wäre eine schöne Sache gewesen“, nicht nur für Enke. Doch weil Jens Lehmann bei Arsenal nurmehr Ersatz ist, verschafft ihm Bundestrainer Joachim Löw Spielpraxis. Lehmann soll auch am Mittwoch gegen Wales im Tor stehen.
Für Enke ist jedoch „entscheidend, wie der DFB-Trainerstab mich überhaupt sieht. Und da habe ich sehr gute Signale bekommen.“ „Wir wissen, was wir an Robert haben“, bestätigt Köpke. „Er hat im sportlichen und privaten Bereich schon sehr viel erlebt. Dadurch ist er unglaublich nervenstark.“
Der 96-Torwart hat sein EM-Ticket sicher. Lehmann ist die Eins, „Timo hinten dran, und Robert hat sich als Nummer drei etabliert“, sagt Köpke. So werden sie zur EM fahren, wenn sich keiner verletzt.
Für den Abteilungsleiter Torhüter wäre es „eine Überraschung“, wenn noch ein Neuer (Manuel, oder Adler, Rene) dazukommen würde.
Dazu kommen würde heute nur allzu gern Mike Hanke. Der 96-Stürmer hofft, „dass ich ein paar Minuten bekomme“, als Joker.
Es wird jedenfalls eine schwierige Aufgabe. Das 0:3 gegen Tschechien war das erste Spiel danach – man ist bereits qualifiziert. Bis zur EM gibts nurmehr Freundschaftspartien. Das war vor der WM 2006 zwar auch so, doch „da war die Spannung größer“, weiß Hildebrand. Zudem fehlt das komplette Stammmittelfeld.
„Wir müssen improvisieren“, sagt Löw und will die „klasse Qualifikation mit positiven Ergebnissen abschließen“. Aber bitte nicht wieder mit so einem fiesen 2:1.
Quelle: Neue Presse, 17.11.2007
Farblegende: Moderator | Privatperson
Ob es wirklich nur ist, weil Hannover die Heimatstadt von Enke ist, oder ob da vielleicht doch das eine oder andere taktische Spielchen der Bundestrainer hintersteckt...
Enke muss sich schonen
FRANKFURT. Robert Enke fehlte gestern beim Abschlusstraining der Nationalelf in Frankfurt für das Spiel heute gegen Wales. Der 96-Torwart litt unter einem leichten grippalen Infekt mit Magen-Darm-Beschwerden und Gliederschmerzen. Die Pause legte Enke auch im Hinblick auf das Spiel gegen Schalke ein, er will am Sonnabend unbedingt wieder fit für 96 sein. Heute früh aber wird er beim leichten Aufwärmtraining schon wieder mitmachen – obwohl Enke nicht zum Kader gehören wird. Morgen Nachmittag trainiert er wieder mit 96.
Quelle: Neue Presse, 21.11.2007
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