Ich kann, auch wenn es ein wenig absurd klang in dieser Situation, diese Reaktion sehr gut verstehen. Ich bin zwar auch kurz zusammen gefahren, aber ich habe auch während der ganzen Pressekonferenz bewundert, wie sie die Fassung behalten hat. Eine wirklich starke Frau.
Das traurige ist der Umstand, dass der Fußball, der Enkes Halt und Konstante war, mit der er seine Krankheit eindämmen konnte, letztendlich den Ausschlag dazu gegeben hat, dass er sich nicht effizient behandeln lassen hat. Dieses kommerzgeile, sensationsheischende Geschäft. Aus Angst vor Enttarnung und den damit verbundenen Konsequenzen. Ich kann diese Angst vollkommen verstehen. Wäre es rausgekommen, hätte er seine sportliche Position nicht mehr so ausüben können, wie vorher. Der Sportler Enke wäre in den Hintergrund geraten und durch den Erkrankten Enke ersetzt worden. Sein Privatleben wäre im Blitzlichtgewitter in Fetzen gerissen worden. Es war ein Teufelskreis.
Ich finde den Vorschlag, nachdem die Nummer 1 nie wieder vergeben werden soll angemessen und eine Geste. Ich hoffe nicht, dass sich die DFL angesichts der Hintergründe dagegen stellt.





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