Ich quäle mich mit ähnlichen Gedanken herum, denn es gibt so viele Aspekte die irgendwie völlig sinnlos erscheinen...warum ein Freitod in aller Öffentlichkeit, noch dazu von "fremder Hand" sprich dem Zugführer?! Es passt für mich nicht in das Denken eines Menschen hinein, der offenbar für seine Umwelt keine vermeintliche Belastung sein wollte.
Warum nicht erst einmal eine längere Pause einlegen bzw. ganz mit dem Fußballspielen aufhören, statt sich das Leben zu nehmen...(auch wenn ihm das Fußballspielen wohl so ziemlich ALLES bedeuted hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ihm wichtiger als sein eigenes Leben war)?!
Ich verstehe bis heute nicht, warum er nicht diese Variante (auch im Sinne seiner Frau und der Adoptivtochter) gewählt oder zumindest ausprobiert hat, anstatt diesen schrecklichen Entschluss zu fassen. Natürlich hat der Tod seiner Tochter auch noch immer irgendwie eine Rolle gespielt, aber auch das wäre für mich keine plausible Erklärung.
Aber das ist der Punkt, an dem wir alle mit rationalem Denken scheitern, denn ein stark depressiver Mensch denkt nunmal scheinbar nicht logisch...ich kann und möchte mir kein Urteil darüber erlauben, was in Robert Enke vorging, doch aus den genannten Gründen ist sein Handeln auch für mich nicht verständlich...





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