incognito: Der Satz mit den 90 Minuten passt m.E. bei einem Stellvertreter-Stellvertreter nicht. Ich weiß nicht, was Weidenfeller für ein Typ ist, aber die Nummer 3 darf nun absolut keine schlechte Stimmung reinbringen, da sie eben nicht in den 90 Minuten auf dem Platz steht, sondern eigentlich nur zur Zierde und zum Training mitfährt. Schlechte Stimmung, zumal sie durch diese Rolle noch verstärkt werden könnte, ist also Gift.
Letztendlich könnte man Weidenfeller, betrachtet man nur den heutigen Tag (oder auch dieses Jahr), aus sportlichen Gründen sicherlich mitnehmen und ihn vielleicht vor die jungen Dachse setzen. Ich tue mich nur erstens schwer damit, ihn, Ulreich, ter Stegen, Zieler, Leno und andere in eine Reihenfolge zu bringen. Das heißt dann, dass er sportlich (aus meiner Sicht eher nicht, aber) vielleicht ein paar Punkte besser ist, als die anderen. Und dann kommt eben doch die Zeit ins Spiel. Nehme ich da einen Jungen mit nach Brasilien, kann der sich schonmal im Dunstkreis einleben und alle Erfahrungen sammeln. Für Weidenfellers sportliche Entwicklung würde ein solches Ereignis (weil es einfach spät kommt) nicht mehr groß beitragen. Und das ist eben der Punkt, der vielleicht auch unter nik's Aspekt "teamstrategische Überlegungen" fallen kann.
Fazit: Wenn man Weidenfeller mitnehmen wollte, müsste er einfach einen enorm großen Vorteil im Vergleich den ganzen jungen Leuten mitbringen, was seine Leistung angeht. Und den sehe ich einfach nicht so stark ausgeprägt. Er spielt halt auf einer Stufe mit den Ulreichs etc. mit teilweise überragenden Leistungen, ohne dabei aber fehlerfrei zu sein. Insgesamt reicht mir der (mögliche) sportliche Vorsprung dann einfach nicht, um die strategischen Aspekte zu überspielen.




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