Lehmann in die Zweite Liga?
München - Der bei Arsenal London in Ungnade gefallene Nationaltorwart Jens Lehmann hat Überraschendes zu seiner Zukunftsplanung geäußert.
Aufwärmen, mehr nicht. Jens Lehmann sitzt bei Arsenal derzeit nur auf der Bank
Die andauernde Verbannung auf die Ersatzbank scheint den 38-Jährigen ins Grübeln gebracht zu haben.
Ein Wechsel schon in Winter scheint nicht mehr ausgeschlossen: "Die Bundesliga ist immer attraktiv und eine Option; vielleicht auch die Zweite Liga", sagte Lehmann dem "Kicker".
Offenbar würde der Keeper sogar den "Rückschritt" in das Unterhaus akzeptieren, um sein großes Ziel zu erreichen: "Ich will in jedem Fall zur EM, da zu spielen war immer mein Ziel."
"Muss sehen, wie es im Dezember aussieht"
Bisher hatte Lehmann immer beteuert, sich bei Arsenal durchsetzen zu wollen. Allerdings scheint sich Arsene Wenger momentan auf Konkurrent Manuel Almunia festgelegt zu haben.
Auch Montag in Reading soll der Spanier zwischen den Pfosten stehen.
Bundestrainer Joachim Löw hatte Lehmann eine Art Ultimatum gestellt, dass er bis zum Jahresende wieder spielen müsse, ansonsten müsse "man sich noch mal unterhalten".
Die Aussagen Löws haben Lehmann anscheinend zum Nachdenken gebracht: "Entsprechend der Aussage des Bundestrainers muss ich sehen, wie es im Dezember aussieht."
Die Hoffnung, bei Arsenal zwischen die Pfosten zurückzukehren, hat Lehmann aber noch nicht ganz aufgegeben.
"Die Situation ist, wie sie ist. Entscheidend ist ohnehin, wie sie der Trainer einschätzt. Ich nutze die jetzige Phase, trainiere täglich intensiv und erhole mich", sagte Lehmann, der von Wenger ein "professionelles Verhalten" bescheinigt bekommt.
"Der Trainer weiß, dass ich hochmotiviert bin. Ich möchte bald wieder spielen und gehe auch davon aus, dass ich bald wieder spiele. Ich wäre sehr überrascht, wenn es nicht so wäre", hofft Lehmann, der gegen Zypern vorrausichtlich sein 50. Länderspiel machen wird.
Harte Kritik an Wenger und Almunia
Lehmann hatte sowohl seinen Trainer als auch seinen Rivalen Almunia nach seiner Verbannung hart kritisiert.
Auch wenn es zuletzt versöhnlichere Töne zu hören gab, scheint Lehmanns Zukunft als Stammtorwart bei Arsenal fraglich. Und ein Torwart braucht Spielpraxis.
Wenige Einsätze
Lehmann selbst sieht das nur bedingt so: "Ich weiß nicht, wie viele Spiele ich mit jetzt 38 Jahren in meinem Leben schon gemacht habe. Wenn ich einmal vier Wochen nicht spiele, befürchte ich keine Probleme."
Allerdings spielte Lehmann seit seinen Patzern in den ersten beiden Saisonspielen und anschließender Kapselverletzung im Sprunggelenk überhaupt nicht mehr im Verein, sondern kam nur noch in der Nationalmannschaft regelmäßig zum Einsatz.
Nationaltorwart in der Zweiten Liga?
Da sich diese Phase nun schon deutlich länger als die erwähnten vier Wochen hinzieht, scheint ein Wechsel für Lehmann immer wahrscheinlicher zu werden. Dass er sogar die Zweite Liga als mögliches Ziel nennt, verdeutlicht, wie sehr ihm die Situation zu schaffen macht.
Jens Lehmann in der Zweiten Liga? In Kaiserslautern, Hoffenheim und Mainz dürfte man aufmerksam werden.
Quelle: Sport1.de




In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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