Hm diese Diskussion ist recht interessant, daher werd ich jetzt auch meinen senf dazu geben.
Ich würde das hier angesprochen gern etwas verallgemeinern.
Ich denke wenn man einen sport betreibt,und zwar nicht nur als hobby sondern unter wettbewerbs bedingungen, geht man doch meist so vor, dass man zu erst stärken soweit wie möglich ausbaut, eben um auch schwächen kompensieren zu können.Ab einem gewissen fähigkeitsgrad kann man dann parallel zum Erhalt der bereits vorhandenen Fähigkeiten, gezielt versuchen Schwächen auszumerzen.
Selbstverständlich hat nicht jeder in allen bereichen die gleiche Begabung, beispiel Linietorhüter. Man trainiert einen Spieler, der mit hervorragenden reflexe gesegnet ist, aber fußballerisch und in sachen strafraumbeherrschung eher schwacher durchschnitt ist.Es wäre doch unsinn einen solchen spieler auf biegen und brechen zu einem spielenden Torwart machen zu wollen. Ich denke als guter trainer muss ich versuchen die begabung des spielers so gut wie möglich zu fördern damit er diese dann möglichs umfangreich zu seinem vorteil zu nutzen.
Was natürlich nicht heißt, dass ich die schwächen des spielers hinnehmen sollte.Jeder Mensch hat die fähigkeit sich bis zu einem gewissen Grad weiter zu entwickeln.Im rahmen seiner Möglichkeiten sollte man dem spieler helfen seine schwächen zu verringern.
Bsp kahn und lehmann. Ich denke selbst bei noch so viel training hätte kahn niemals eine strafraum beherrschung wie lehmann gehabt, kahn hat versucht sich im rahmen seiner möglichkeiten zu steigern. Und das finde ich ok. Gleiches gilt für lehmann, er wird auch nie solch unglaubliche reflexe auf der linie haben, wie sie kahn hatte.
Nichts desto trotz sind beide spieler an ihre spielerischen grenzen gegangen und das finde ich bewunderswert.
Als spieler braucht man auch selbsteinschätzung, um zu erkennen wo die eigenen grenzen liegen. klar kann man grenzen nachhinten verschieben aber eben auch nur bis zu einem gewissen punkt.
Daher halte ich es für wenig sinnvoll spieler NUR nach einem Kozept auszubilden ohne dabei ihre individuellen fähigkeiten zu berücksichtigen. Aber auch ich finde, dass das konzept des spielende Torwarts ein schritt in die richtung ist, und ich fand und finde es bewunderswert wie van der Saar und auch lehmann das umsetzen.




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