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Thema: Fromlowitz, Florian (Karriereende)

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  1. #1
    Torwarttalent
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    Nein, das soll man natürlich nicht.

    Ich stimme Dir zu, dass der Druck als Bundesligaspieler für Fromlowitz offensichtlich zu groß ist oder war. Trotzdem bleibe ich dabei, dass es da schon extrem viel gibt, was auf ihm lastet. Ich hab grad nochmal nachgeschaut, auch in Kaiserslautern ist er ja damals mitten in der Saison aus dem Tor genommen worden - für Sippel. Erst in Lautern, dann in Hannover, jetzt in Duisburg. An jeder Station, wo er war, hat man ihn also ins Tor gestellt, er hat die Erwartungen jedesmal anscheinend nicht erfüllt und ist dann dreimal gescheitert, ausnahmslos. Wie angesprochen wird ihm dann noch vom TW-Trainer das Vertrauen entzogen.
    Warum ich Enke angesprochen habe: weil es sicher nicht einfach war für Fromlowitz, einen engen Kollegen und Mit-Torwart so zu verlieren. Wahrscheinlich macht man sich auch Gedanken über seine eigene Situation, wenn man sieht, wie andere in einer vergleichbaren Situation reagieren. Allerdings bin ich sicher, dass mindestens ein Jahr nach dem Tod Enkes Fromlowitz kein Interview geben konnte, ohne über Enke zu sprechen. Die Person Fromlowitz ist ja quasi auf "Enkes Erbe" reduziert worden.

    Während ich zugestehe, dass die Geschichte um Enke etwas ist, was ein stabiles Gemüt möglicherweise relativ problemlos wegsteckt (so gut kann ich das ehemalige Verhältnis zwischen beiden auch nicht einschätzen), bleibe ich dabei, dass das andauernde aus-dem-Tor-nehmen die Panik, dass man einfach nicht gut genug ist und seinen (Traum-)Job bald nicht mehr ausführen darf, auslösen kann.

    Das geht meines Erachtens über das Berufliche (bzw. Professionelle) hinaus. Wenn man das trotzdem gerne als unprofessionell bezeichnen möchte, dann würde ich allerdings anfügen "unprofessionell, aber menschlich".

    Ich weiß, ich weiß, es verbietet sich eigentlich...aber im Zuge der Ereignisse gestern rund um den Spieltag ist auch wieder der Satz gefallen:"Die sind auch nur Menschen". Ich will niemandem zu nahe treten, aber Deine Argumentation klingt etwas nach "Wenn sie keine Maschinen sind, sollten sie sich einen anderen Job suchen."

  2. #2
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    Zitat Zitat von hans_dampf Beitrag anzeigen
    Nein, das soll man natürlich nicht.

    Ich stimme Dir zu, dass der Druck als Bundesligaspieler für Fromlowitz offensichtlich zu groß ist oder war. Trotzdem bleibe ich dabei, dass es da schon extrem viel gibt, was auf ihm lastet. Ich hab grad nochmal nachgeschaut, auch in Kaiserslautern ist er ja damals mitten in der Saison aus dem Tor genommen worden - für Sippel. Erst in Lautern, dann in Hannover, jetzt in Duisburg. An jeder Station, wo er war, hat man ihn also ins Tor gestellt, er hat die Erwartungen jedesmal anscheinend nicht erfüllt und ist dann dreimal gescheitert, ausnahmslos. Wie angesprochen wird ihm dann noch vom TW-Trainer das Vertrauen entzogen.
    Warum ich Enke angesprochen habe: weil es sicher nicht einfach war für Fromlowitz, einen engen Kollegen und Mit-Torwart so zu verlieren. Wahrscheinlich macht man sich auch Gedanken über seine eigene Situation, wenn man sieht, wie andere in einer vergleichbaren Situation reagieren. Allerdings bin ich sicher, dass mindestens ein Jahr nach dem Tod Enkes Fromlowitz kein Interview geben konnte, ohne über Enke zu sprechen. Die Person Fromlowitz ist ja quasi auf "Enkes Erbe" reduziert worden.

    Während ich zugestehe, dass die Geschichte um Enke etwas ist, was ein stabiles Gemüt möglicherweise relativ problemlos wegsteckt (so gut kann ich das ehemalige Verhältnis zwischen beiden auch nicht einschätzen), bleibe ich dabei, dass das andauernde aus-dem-Tor-nehmen die Panik, dass man einfach nicht gut genug ist und seinen (Traum-)Job bald nicht mehr ausführen darf, auslösen kann.

    Das geht meines Erachtens über das Berufliche (bzw. Professionelle) hinaus. Wenn man das trotzdem gerne als unprofessionell bezeichnen möchte, dann würde ich allerdings anfügen "unprofessionell, aber menschlich".

    Ich weiß, ich weiß, es verbietet sich eigentlich...aber im Zuge der Ereignisse gestern rund um den Spieltag ist auch wieder der Satz gefallen:"Die sind auch nur Menschen". Ich will niemandem zu nahe treten, aber Deine Argumentation klingt etwas nach "Wenn sie keine Maschinen sind, sollten sie sich einen anderen Job suchen."
    Kurze anmerkung...Fromlowitz hatte sich damals beim Spiel in Hoffenheim das Kreuzband gerissen und ist daher aus dem Tor beim FCK gekommen..Sippel hat seine sache dann so gut gemacht das er dann auch im Tor blieb.


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