Glückwunsch, Manuel.

Ich habe heute das letzte mal Co-Betreuerin für meine Mannschaft gespielt. Wieder einmal war ich für die Bereitstellung des Trinkens, des Obstes und das Aufpumpen der Bälle (evt.) verantwortlich, statt für das Sichern von Torschüssen.
Zum Spiel: Wir fuhren als Außenseiter im Pokal gegen Stern 1900 einen 2:1-Sieg ein und konnten uns somit für die 3. Runde des Berliner-Pokals qualifizieren. Die Tore fielen beide in der ersten Hälfte der 1. Halbzeit und resultierten aus schönen Kombinationen, die von unserer Stürmerin abgeschlossen wurden. Wir hätten eigentlich bereits 4:0 führen müssen, da eine unserer Stürmerinnen kläglich 2 hundertprozentige Chancen vergab. Letztendlich machte sie aber ihr Tor und somit waren ja alle zufrieden. Wir hatten das Thema ja gerade erst.
Trotzdem ging es nach einer klar dominanten ersten Halbzeit und mit einer sicheren 2:0-Führung in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel und anfänglichen Offensivausbrüchen, zogen wir uns zurück, überließen dem Gegner weitesgehend das Mittelfeld und ermöglichten ihm - ganz anders als in der 1. Halbzeit - einen ruhigen Spielaufbau. Über außen kam der Gegner so immer wieder zu Chancen, allerdings wurden diese nicht präzise genug abgeschlossen und landeten in den Armen unserer Torhüterin. Leider fiel dann doch in der 70. Spielminute der Anschlusstreffer - ein schöner Schlenzer von der Halbposition rechts im Strafraum.
Von da an zitterten wir uns zum Sieg, konnten zu wenig Entlastung für die Abwehr in der Offensive suchen, aber im großen und ganzen geht das Ergebnis deutlich so in Ordnung, da Stern nichts zwingendes zu Stande brachte. Nach 90 Minuten plus 6 Minuten Nachspielzeit (bei eigentlich 2 angezeigten) konnten wir die nächste Pokalrunde feiern.

Leider verlor gleich eine Stunde später unsere 1. Mannschaft kläglich in einem absoluten Gruselspiel (jeweils eine Torchance für beide Mannschaften in den ersten zwei Minuten, danach nur Rumgemurmel im Mittelfeld) mit 0:1 gegen einen Verbandsligisten. Selbst ist man gerade aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Das Spiel wurde von unserer Torhüterin in der 80. Minute entschieden, die einen Ball auf Brusthöhe mit dem Umarmungsgriff fangen wollte, ihn durchrutschen ließ und vor dem heranpreschenden Stürmer nicht mehr rechtzeitig unten war. Es ist natürlich sehr bitter für sie, da dieses Spiel weder ein Tor noch einen Sieger (zumin. nicht in der regulären Spielzeit) verdient hatte. Trotzdem muss man der ganzen Mannschaft für dieses grottige Spiel einen Vorwurf machen, in dem man vor dem bitteren Gegentor auch zwei 100%ige Chancen hatte, die hätten drin sein müssen. Aber so ist es gekommen. Die Zweite ist gegen eine Verbandsligatruppe weitergekommen, die Erste hingegen ausgeschieden. So kann's gehen.