Ziegler hat in Dortmund gezeigt, dass auf ihn Verlass ist wenn man ihn braucht. Aber ist dieser Wechsel notwendig? Ich halte Ziegler für einen Torwart, der nicht mehr zum Nichtabstieg beitragen kann als Ulreich. Womöglich hat er durch die Erfahrung mehr psychische Stabilität und Ausstrahlung. Aber wie viele Spiele hat er in den letzten Jahren gemacht? Kann er sofort für zwölf Spiele konstant mehr abrufen als Ulreich? Was hat sich Ulreich eigentlich zu Schulden kommen lassen, was nicht als Entwicklungstribut zu erwarten gewesen wäre?
OK, es geht um viel, da kann man auch mal was probieren. Aber das ist m.E. ein Stück weit Aktionismus. Die Mannschaft ist nicht in der Lage, Potenzial und Leistung in Einklang zu bringen, was mit der besonderen Belastung des Abstiegskampfes zu tun hat. Es würde sicher mit Trautner abgesprochen sein. Und dann sähe ich eine gewisse fachliche Basis für so einen Wechsel.
Eine gewisse Ironie steckt auch noch in der Geschichte, so sie denn wahr würde: Einst wurde Ziegler als hochgejazztes Talent aus dem Tor genommen und vom Hof gejagt. Jetzt soll er die Kohlen aus dem Feuer holen. Eine amüsante Laune der verrückten Fußballwelt.




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