Zum Leverkusentor: Ich bin auch der Meinung dass dieses Tor aus einem Stellungsfehler resultiert. Aus der Sicht des Flankengebers steht kein potenzieller Abnehmer kürzer als mittig vor dem Tor (einer mittig, der andere lang sogar). Da kann man schon den kurzen Pfosten zumindest teilweise aufgeben. Denn selbst bei einem Direktschuss hat man genügend Zeit, den kurzen Pfosten zuzumachen und man hat einen guten Flankenradius in solchen Situationen, um solche Abschlüsse im Kein zu ersticken.
Zum Schuss aus 30 Metern: Ich frage mich, warum Neuer manchmal bei Schüssen oder Kopfbällen bei der Schussabgabe erstmal ne Bewegung nach hinten macht und dabei den Bodenkontakt verliert? Da ist nicht von drei, vier Metern (denn reagieren muss man ja erst auf den Ball. Deswegen ist der Hüpfer nicht schädlich, wenn die Ausholbewegung nicht groß ist) Zeitverlust die Rede, sondern gleich das Doppelte. Man muss spätestens, wenn man die Ballrichtung usw. erfasst hat, vollständigen Bodenkontakt haben. Also spätestens nach 3 bis 4 Metern, wenn man den Schuss gut antizipiert. In dem Fall war das natürlich nicht schlimm, denn der Schuss kam nicht platziert ins Eck. Aber wenn so einer mal kommt (was man nie ausschließen kann), dann entscheiden eben solche Nuancen in der Vorbereitung für den Schuss über Tor oder nicht Tor.
Und noch zum Arsenalspiel (Tor von Podolski). Die Lösungsvorschläge sind mMn gut, aber ich finde nicht einmal, dass Neuer da weiter raus musste, um den Winkel für nen tieferen Schuss zu verkürzen. Seht euch doch mal die Grundstellung an: Die Hände sind 20-25cm über dem Boden. Entweder steht er 20 cm höher mit herunterhängenden Armen oder er steht genauso, aber mit angewinkelten Armen. Denn diese 20cm fehlen auch, um den Schuss zu halten. Der War nicht einmal direkt unter der Latte. MMn soll man den halten als Neuer. Denn der Schuss kann überall hinkommen, so unbedrängt wie Podolski war. Nicht nur flach, sondern auch hoch oder halbhoch oder so auf 1,80m Höhe wie hier kommen.