Sagen wir es mal so, es ist ein wenig rausgewachsen bei Neuer. Zu seinen Anfangszeiten war das ein Riesenproblem bei ihm. Da hat er regelmäßig Gegentore auf diese Art und Weise produziert. Ich hab ihn ja hier auch nicht umsonst als ADHS Keeper kritisiert vor ein paar Jahren. Das ging dann so weit, bis sich ein Jupp Heynkes gezwungen gesehen hat, sich öffentlich zu dieser Spielweise zu äußern. Und das wurde mit Sicherheit vorher schon intern angesprochen.
Zitat:
http://www.abendzeitung-muenchen.de/...8e67d4f7d.html"Bayern-Trainer Jupp Heynckes übte nach der folgenschweren Szene Kritik an seinem Schlussmann: „Er versucht, den Ball unheimlich schnell wieder ins Spiel zu bringen. Dann passieren solche Aktionen. Er müsste etwas das Tempo rausnehmen und konzentrierter sein, das ist sein Problem.“
Das war damals eine schallende Ohrfeige. Und ja, das ist ein Muster von ihm, das fällt nur in der Bundesliga nicht ins Gewicht, weil das Niveau fast aller Mannschaften einfach zu unterirdisch ist. Es fällt ja nun auch nicht zwangsweise direkt eine Gegentor, wenn er mal wieder so einen Harakiri-Ball / Aktion spielt. Alleine aus seinen Spielen gegen Gladbach kannst du ein Lehrvideo drehen, wie ein Torwart es eben genau nicht machen sollte.
Das Torwartspiel lässt sich wohl grundsätzlich auf folgende Formel runterbrechen.
"Im entscheidenden Moment die richtige Entscheidung treffen und dann in der Lage sein, diese auch körperlich umzusetzen."
Gegen Frankreich hat er eine falsche Entscheidung getroffen und seine falsche Entscheidung war eine von vielen kleinen Fehlern, die dann in der Summe zum Gegentor geführt haben. d.h. natürlich nicht, dass wenn er die "richtige" Entscheidung getroffen hätte, das dann kein Tor gefallen wäre oder halt ganz generell gesagt, dass die richtige Entscheidung uns vor Gegentoren schützt. aber so kommen man vielleicht von der Schuldfrage weg.
Aber das sind doch Basics, die schon in den 70ern galten. Das hat doch nichts mit der Spielphilosophie des Torhüters zu tun.Natürlich kann ich es nicht mit jedem Torwart so spielen, besonders dann nicht, wenn er ein anderes Spiel gelernt hat. Aber meiner Meinung nach kommt ein Torhüter vom Typ eines Manuel Neuer jeder Mannschaft zugute und kann seine Stärken im fussballerischen und antizipatorischen Bereich einbringen. Von daher sollte die fussballerische Ausbildung nicht vernachlässigt werden und ein TW durchaus in der Lage sein, im Trainingsspiel auch mal im Feld mitzuspielen. Zudem sollte jeder TW in der Ausbildung lernen, wie man Spielsituationen liest, um zu erkennen, wann lange Bälle kommen und wie man diese durch Herauslaufen entschärfen oder im besten Fall schon durch Stellungsspiel unmöglich machen kann.
Insgesamt fällt mir keine Eigenschaft bei Neuer oder allgemein einem Torwart seines Typs ein, die sich negativ auf welche Mannschaft auch immer (außer die gegnerische) auswirkt.
Das einzige "Problem" sind natürlich die "riskanten Ausflüge", die meist ein Gegentor bedingen, wenn sie schief gehen. Aber wenn der TW gelernt hat, die Situationen einzuschätzen (geht nur über unzählige Erfahrungen), wird insgesamt ein fettes Plus stehen bleiben.
ähhh es gibt keine negativere Eigenschaften als ein Torwart, der regelmäßig vermeidbare Gegentore verursacht. Es ist ja schön, dass ein Neuer das Glück hatte bei einem CL Kandidaten mit einer außergewöhnlich guten Abwehr ins Tor zu rutschen. Wer weiß, wo er heute spielen würde, wenn er damals bei einem Abstiegskandidaten in der Bundesliga eingestiegen wäre und dann vielleicht durch solche Aktionen für den Abstieg verantwortlich gewesen wäre.





) auswirkt.
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