Puh, das erste Tor ist etwas - das darf Dir weder in der Kreisliga, noch in der Bundesliga passieren und die Diskussion um seine sichere Saison beim FC Bayern wird es nur befeuern.
Klar, Du kannst kicken, klar er ist jemand, der den Fussball spielenden Torwart klassifiziert, repräsentiert, ja förmlich das unerreichbare Idol dieses "modernen Torwarts" darstellte. Problem ist nur, Kritiker, beginnen jetzt mehr und mehr genau an diesen Dingen Bestätigung zu finden, warum dieses Vergöttern von dieser Spielweise völlig übertreibender Unfug war, der auch in der Torwartausbildung schlicht alles lähmte, weil es die Augen dafür verschloss, welche Risiken dem aussergewöhnlichen Spiel innewohnen - und diese Risiken zeigt Manuel Neuer nun vollkommen auf, aber auch mit den entsprechenden Negativbeispielen.

Für mich ist das erste Gegentor watwas, was man in JEDER Ausbildungsreihe für Tw Trainer zuerst zeigen sollte, um jedem Tw Trainer den Zahn zu ziehen, daß man nur einen Top Fussballer im Tor haben muss. Denn der Fussballer ist in der Lage, einen Fehler zu machen (der Torwart auch) - nur gibt es hinter dem Fussball im Tor niemand mehr, der diesen Fehler ausbügeln könnte und das sieht man hier mehr als deutlich, beispielhaft deutlich.
In dieser Szene läuft alles schief, was nur schief laufen kann - und verdeutlicht damit, wie wichtig das Fussballspielen für den Torwart ist, aber auch wie wichtig es ist, dies nicht zu übertreiben oder den Fussballer zu sehr zu fokussieren.

Und es ist eine Zerstörung der Ikone dieses Torwartspiels, eine Zerstörung mit Ansage.
Für mich gibt es jetzt nur eine Sache: Er muss sich im Training "verletzten" - und damit den Wechsel im Tor forcieren, für sich und nach aussen. Er muss seinen Abgang mit diesem Schritt würdevoll und einer "belastbaren" Ausrede untermauern. Ansonsten wird er, aufgrund dieser Vorkommnisse irgendwann hart gewechselt werden und dann hat er das nicht selbsttätig in der Hand. So hat er das noch in der Hand, nimmt sich aus dem Fokus, beendet den "Druck" und sichert so einen zumindest abschließend würdevollen Abgang von der großen Bühne des Fussballs