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Thema: Neuer, Manuel (FC Bayern München, Bundesliga)

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Oft habe ich das Gefühl, daß die Schalker auf Teufel komm raus den Zusammenhalt der ehemaligen Grubenarbeiter aufrecht erhalten wollen. Sorry, aber der UnterTage Abbau in Deutschland hat erst wieder Zukunft, wenn Erdöl so teuer geworden ist, daß es nicht mehr lohnt und man feststellt, das mit Wind und Sonne der Energiebedarf nicht mehr gedeckt werden kann.
    Doch bis daher stehen die Schächte und Hütten still. Vor allem weil auch der wichtige Anteil, der Hüttenkomplex völlig nach China "outgesourct" wurde.
    Viele dürften daher gar nicht mehr wissen, was es heißt Knappe, Steiger oder Bergmeister zu sein, wissen nicht, warum es Kumpel sind und warum der Zusammenhalt so wichtig war... viele kennen meiner Meinung nicht mal mehr die Wertschätzung von "Glück auf!" oder verstehen, warum der (Arbeits-)Tag mit dem Tode beginnt und mit dem Leben zu Ende geht....
    Diese künstliche Konservierung treibt dann merkwürdige Stilblüten.... wie mir scheint.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Oft habe ich das Gefühl, daß die Schalker auf Teufel komm raus den Zusammenhalt der ehemaligen Grubenarbeiter aufrecht erhalten wollen. Sorry, aber der UnterTage Abbau in Deutschland hat erst wieder Zukunft, wenn Erdöl so teuer geworden ist, daß es nicht mehr lohnt und man feststellt, das mit Wind und Sonne der Energiebedarf nicht mehr gedeckt werden kann.
    Doch bis daher stehen die Schächte und Hütten still. Vor allem weil auch der wichtige Anteil, der Hüttenkomplex völlig nach China "outgesourct" wurde.
    Viele dürften daher gar nicht mehr wissen, was es heißt Knappe, Steiger oder Bergmeister zu sein, wissen nicht, warum es Kumpel sind und warum der Zusammenhalt so wichtig war... viele kennen meiner Meinung nicht mal mehr die Wertschätzung von "Glück auf!" oder verstehen, warum der (Arbeits-)Tag mit dem Tode beginnt und mit dem Leben zu Ende geht....
    Diese künstliche Konservierung treibt dann merkwürdige Stilblüten.... wie mir scheint.
    Dann muss ich wohl doch noch was dazu sagen: Steffen, genau das meinte ich damit, dass ich es keinem vorwerfen kann, wenn er Schalke und die Emotionalität des Vereins nicht versteht...

    Vertue Dich nicht! Ich spiele z.B. in der Nähe von Bonn, wo es eine Tongrube gab und gibt. Und es schlägt sich im Vereinslied wie auch darin nieder, dass es verhältnismäßig viele Schalker in dem Dorf und drumherum gibt. Der Stolz auf den Verein, auf die Region, darauf, dass Deutschland sich ohne "uns" Ruhrpötter sein Wirtschaftswunder hätte irgendwohin schmieren können und auch der Trotz, für alle eben ein "Ruhrpottkanacke" zu sein und in unseren Augen damit sogar gehuldigt zu werden. Ja, wir sind Kanacken, schon die Schalker Mannschaft in den 30er Jahren wurde als Polacken und Kanacken-Truppe bezeichnet. Das ist unsere Geschichte. Meine Großmutter war eine geborene Bonowski, meine Urgroßmutter eine geborene Kraschinski. Klar, laut denen alles reine Ostpreußen aus Masuren. Aber ich bin ja zum Glück etwas aufgeklärter. "Glück Auf" oder das Steigerlied sind vollkommen normale Dinge. Wenn das Steigerlied in der Arena gespielt wird, haben einige jedes Mal Pipi in den Augen. Gänsehaut! Beim Zehnjährigen und Achzigjährigen.

    Meine Großonkel waren in Bochum in den Stahlwerken und einer auch in GE unter Tage. Ein Bruder meiner "Omma" war Ende der Zwanziger Torhüter einer unteren Mannschaft des S04. Ruhrpott, Zechen, Montanindustrie...das sind für mich Symbole einer Kultur und Begründer einer eigenen Sprache, nämlich meiner Sprache, des Ruhrpott-Deutsch. Ich platze jedes Mal vor Stolz, wenn jemand mir nach 20 Jahren Rheinland sagt, dass ich doch sicher aus dem Pott käme und man das nicht überhören könne. Das sind für mich Wurzeln meiner eigenen Mentalität. Wenn ich das Lied "Zeche Zollverein - wir fahren wieder ein, wir kehren wieder heim" höre, welches in Bezug auf das Kulturdenkmal Zeche Zollverein geschrieben wurde, ist das bereits Grund genug für die Gänsepelle. Viele Schalker, ja, die meisten, sind sich dieser eigenen Historie bzw. der ihres Vereins extrem bewusst und leiten sowohl Erwartungshaltungen wie auch eigene Liebe und Treue zum Verein daraus ab.

    Ja, Grundwerte wie Fleiß, Ehrlichkeit, Bodenständigkeit etc. sind heute verwässert und trotzdem werden sie auf angestellte Fußballer dieses Vereins übertragen. Du wirst nicht erleben, dass trotz der Tendenz zu mehr "Zuschauern" im Stadion einer sich traut zu pfeifen, solange die Mannschaft unten eines zum Ausdruck bringt: 100 %igen Einsatz für das Trikot, das sie tragen. Zeigen sie den nicht, wird die Stimmung aber auch nirgendwo so finster wie in den Stadien von Duisburg, Bochum, Essen, Dortmund oder Schalke.

    "Wir im Ruhrpott": Wie kann es sein, dass seltsamerweise der Schalke-Fan in Baden-Württemberg beim Wort Ruhrpott nicht anders fühlt, als der aus Gelsenkirchen oder Bottrop. Die Stadt hat die größte Arbeitslosenquote, Schalke ist sogar der größte Arbeitgeber. Die Straßen sehen aus, als würde es mal langsam Zeit für einen "Ruhrpott-Soli". Der Verein ist seit bald 60 Jahren kein Meister geworden, hat aber über 100.000 Mitglieder und ist nach den Bayern der zweitbeliebteste Verein in Deutschland. Das kannst Du nur mit Faszination erklären und etwas Besonderem, das dieser Verein in vielen Menschen auslöst - in und außerhalb des Ruhrgebietes. Das zu verstehen, ist zugegeben schwierig. Denn so sehr die Menschen früher schuften mussten, so sehr muss man sich gegenüber Bayern- oder Sonstwas-Fans verteidigen, ein Schalker zu sein. Und trotzdem diese Faszination? Ja, genau!

    Und deshalb fallen die Reaktionen bei Neuer so extrem aus. Wie gesagt, über die Form und Inhalte mag man streiten, doch Neuer hat sich zu dieser Lebenseinstellung "Schalker" bekannt und diese Klaviatur gespielt, wie wohl niemand zuvor. Er hat sich in dieser Emotionalität gesult und davon in seiner Karriere wie auch dabei, diese Spielauffassung profilieren zu können, extrem profitiert - als Torwart und als Werbeträger auch monitär.

    Neuer hätte sich dessen bewusst sein müssen und auch seine diesbezüglich unfähigen Berater. Dass ihm Zehntausende die pure Entäuschung und Abneigung entgegen schreien, hat er selber zu verantworten. Die verbalen Ausreißer sind schade, denn sie lenken davon ab, dass wir Schalker aus unserer eigenen Tradition und unserem Selbstverständnis heraus das Recht haben, diesem Söldner zu zeigen, was wir von ihm halten. Ob andere uns dieses Recht zusprechen oder nicht, ist uns relativ egal. Nur hätte man das besser ausdrücken können als manch idiotisches Banner.
    Geändert von nik1904 (19.09.2011 um 16:41 Uhr)

  3. #3
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    [...]Der Stolz auf den Verein, auf die Region, darauf, dass Deutschland sich ohne "uns" Ruhrpötter sein Wirtschaftswunder hätte irgendwohin schmieren können und auch der Trotz, für alle eben ein "Ruhrpottkanacke" zu sein und in unseren Augen damit sogar gehuldigt zu werden. Ja, wir sind Kanacken, schon die Schalker Mannschaft in den 30er Jahren wurde als Polacken und Kanacken-Truppe bezeichnet. Das ist unsere Geschichte. Meine Großmutter war eine geborene Bonowski, meine Urgroßmutter eine geborene Kraschinski. [...]
    Meine Großonkel waren in Bochum in den Stahlwerken und einer auch in GE unter Tage. Ein Bruder meiner "Omma" war Ende der Zwanziger Torhüter einer unteren Mannschaft des S04. Ruhrpott, Zechen, Montanindustrie...das sind für mich Symbole einer Kultur und Begründer einer eigenen Sprache, nämlich meiner Sprache, des Ruhrpott-Deutsch.[...]

    Denn so sehr die Menschen früher schuften mussten, so sehr muss man sich gegenüber Bayern- oder Sonstwas-Fans verteidigen, ein Schalker zu sein. Und trotzdem diese Faszination? Ja, genau!
    Was?
    Eine Gegend in Deutschland schreibt sich das Wirtschaftswunder zu und begründet damit ein vollig wahlloses Auftreten?
    Was?
    Weil in den Wurzeln irgendwelcher Leute keine "Arier" und "Preussen" vorhanden sind, sind sie so unwahrscheinlich anders und speziell, dass sie sich herausnehmen zu sagen:"Du bist nich' von hier, das checkste eh' nich'."
    Ich bin Hamburger, also Hanseat und irgendwo ist ein Skandinavier in meinen Wurzeln, hab ich jetzt das Recht Stale Solbakken zu beschimpfen, weil er Kopenhagen für Köln verlassen hat?
    Habe ich das Recht, Frank Rost zu bepöbeln, weil er die hanseatischen Werte Verschwiegenheit und Loyalität nicht eingehalten hat?
    Weil's in und um Hamburg viele Fischer gibt, darf ich im Restaurant an jeden Tisch gehen an dem Fisch gegessen wird und die Leute volldröhnen, dass sie keine Ahnung von ihrem Essen haben?
    NEIN!
    Wie kann man sich nur so sehr über andere Leute erheben ohne einmal zu schauen, was man selber leistet, zu leisten im Stande ist oder wie weit man es gebracht hat?
    Ich dachte die Zeiten, wo die einen, die aus der richtigen Gegend kommen, alles düfen und die anderen gar nichts oder sogar schikaniert werden sind vorbei...

    Ich bitte Dich, all das nicht persönlich zu nehmen, so es denn geht, ich versuche es nur exemplarisch umzudrehen.
    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    Viele Schalker, ja, die meisten, sind sich dieser eigenen Historie bzw. der ihres Vereins extrem bewusst und leiten sowohl Erwartungshaltungen wie auch eigene Liebe und Treue zum Verein daraus ab.
    Die Leute von Gestern leiten nur eins ab und das ist ihre Frustration, ihre persönlcihe Frustration auf die sie selbst nicht mal den Finger legen könnten.
    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    Ja, Grundwerte wie Fleiß, Ehrlichkeit, Bodenständigkeit etc. sind heute verwässert und trotzdem werden sie auf angestellte Fußballer dieses Vereins übertragen.
    Das ist ein gesellschaftliches Problem, das bestimmt nicht ein FC Schalke 04 beheben wird.
    Schon gar nicht mit solchen Anhängern in seinen Reihen!
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  4. #4
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Oft habe ich das Gefühl, daß die Schalker auf Teufel komm raus den Zusammenhalt der ehemaligen Grubenarbeiter aufrecht erhalten wollen. Sorry, aber der UnterTage Abbau in Deutschland hat erst wieder Zukunft, wenn Erdöl so teuer geworden ist, daß es nicht mehr lohnt und man feststellt, das mit Wind und Sonne der Energiebedarf nicht mehr gedeckt werden kann.
    Doch bis daher stehen die Schächte und Hütten still. Vor allem weil auch der wichtige Anteil, der Hüttenkomplex völlig nach China "outgesourct" wurde.
    Viele dürften daher gar nicht mehr wissen, was es heißt Knappe, Steiger oder Bergmeister zu sein, wissen nicht, warum es Kumpel sind und warum der Zusammenhalt so wichtig war... viele kennen meiner Meinung nicht mal mehr die Wertschätzung von "Glück auf!" oder verstehen, warum der (Arbeits-)Tag mit dem Tode beginnt und mit dem Leben zu Ende geht....
    Diese künstliche Konservierung treibt dann merkwürdige Stilblüten.... wie mir scheint.
    Zitat Zitat von nur die 1 Beitrag anzeigen
    Es ist doch so, dass Bayern Schalke in deren hässlichen Turnhalle sowas von vorgeführt hat, dass das Neuer innerlich eine tiefe Befriedigung gegeben haben muss, und der Scheiss der da von der Hartz 4 Tribüne gekommen ist, ihm sowas von egal ist, denn seine wahren Freunde, und das hat man gestern bei Ski gesehen, haben ihn nicht ausgepfiffen
    Dann muss ich wohl doch noch was dazu sagen: Genau das meinte ich damit, dass ich es keinem vorwerfen kann, wenn er Schalke und die Emotionalität des Vereins nicht versteht.

    Vertut Euch nicht! Ich spiele z.B. in der Nähe von Bonn, wo es eine Tongrube gab und gibt. Und es schlägt sich im Vereinslied wie auch darin nieder, dass es verhältnismäßig viele Schalker in dem Dorf und drumherum gibt. Der Stolz auf den Verein, auf die Region, darauf, dass Deutschland sich ohne "uns" Ruhrpötter sein Wirtschaftswunder hätte irgendwohin schmieren können und auch der Trotz, für alle eben ein "Ruhrpottkanacke" zu sein und in unseren Augen damit sogar gehuldigt zu werden. Ja, wir sind Kanacken, schon die Schalker Mannschaft in den 30er Jahren wurde als Polacken und Kanacken-Truppe bezeichnet. Das ist unsere Geschichte. Meine Großmutter war eine geborene Bonowski, meine Urgroßmutter eine geborene Kraschinski. Klar, laut denen alles reine Ostpreußen aus Masuren. Aber ich bin ja zum Glück etwas aufgeklärter. "Glück Auf" oder das Steigerlied sind vollkommen normale Dinge. Wenn das Steigerlied in der Arena gespielt wird, haben einige jedes Mal Pipi in den Augen. Gänsehaut!

    Meine Großonkel waren in Bochum in den Stahlwerken und einer auch in GE unter Tage. Ruhrpott, Zechen, Montanindustrie...das sind für mich Symbole einer Kultur und Begründer einer eigenen Sprache, nämlich meiner Sprache, des Ruhrpott-Deutsch. Ich platze jedes Mal vor Stolz, wenn jemand mir nach 20 Jahren Rheinland sagt, dass ich doch sicher aus dem Pott käme und man das nicht überhören könne. Das sind für mich Wurzeln meiner eigenen Mentalität. Wenn ich das Lied "Zeche Zollverein - wir fahren wieder ein, wir kehren wieder heim" höre, welches in Bezug auf das Kulturdenkmal Zeche Zollverein geschrieben wurde, ist das bereits Grund genug für die Gänsepelle. Viele Schalker, ja, die meisten, sind sich dieser eigenen Historie bzw. wenigstens der ihres Vereins extrem bewusst und leiten sowohl Erwartungshaltungen wie auch eigene Liebe und Treue zum Verein daraus ab.

    Ja, Grundwerte wie Fleiß, Ehrlichkeit, Bodenständigkeit etc. sind heute verwässert und trotzdem werden sie auf Angestellte Fußballer dieses Vereins übertragen. Du wirst nicht erleben, dass trotz der Tendenz zu mehr "Zuschauern" im Stadion einer sich traut zu pfeifen, solange die Mannschaft unten eines zum Ausdruck bringt: 100 %igen Einsatz für das Trikot, das sie tragen.

    "Wir im Ruhrpott". Wie kann es sein, dass seltsamerweise der Schalke-Fan in Baden-Württemberg beim Wort Ruhrpott nicht anders fühlt, als der aus GE oder Bottrop. Der Verein ist seit bald 60 Jahren kein Meister geworden, hat aber über 100.000 Mitglieder und ist nach den Bayern der zweitbeliebteste Verein in Deutschland. Das kannst Du nur mit Faszination erklären und etwas Besonderem, das dieser Verein in vielen Menschen auslöst - in und außerhalb des Ruhrgebietes. So sehr die Menschen früher schuften mussten, so sehr muss man sich gegenüber Bayern- oder Sonstwas-Fans verteidigen, ein Schalker zu sein. Und trotzdem diese Faszination? Ja, genau! "Hartz 4 Tribüne"? Ja, und wir sind stolz drauf, dass bei uns der Arbeitslose neben dem Akademiker steht und sie - wie es sich im Ruhrgebiet gehört - miteinander problemlos klarkommen. Wer gibt einem wie Dir das Recht, die Probleme der Region und die Sorgen der Menschen zu verhöhnen? Wer gibt Dir das Recht, so was zu sagen, obwohl der ganze Wohlstand dieser Gesellschaft seine Wurzeln darin hat, womit die Menschen im Ruhrgebiet heute so zu kämpfen haben? Bin ich in Deinen Augen auch ein Arbeitsloser, weil ich Schalker bin und eine Dauerkarte für die Nordkurve habe? Liest sich das hier wie das Gelalle eine Besoffenen und Zahnlosen, der vom Sozialamt direkt zur nächsten Trinkhalle wankt?

    Aber im Grunde kommen wir der Wahrheit näher: Denn auch wegen so was fallen die Reaktionen bei Neuer so extrem aus. Wie gesagt, über die Form und Inhalte mag man streiten, doch Neuer hat sich zu dieser Lebenseinstellung "Schalker" bekannt und diese Klaviatur gespielt, wie wohl niemand zuvor. Er hat sich in dieser Emotionalität gesult und davon in seiner Karriere wie auch dabei, diese Spielauffassung profilieren zu können, extrem profitiert - als Torwart und als Werbeträger auch monitär.

    Neuer hätte sich dessen bewusst sein müssen und auch seine diesbezüglich unfähigen Berater. Dass ihm Zehntausende die pure Entäuschung und Abneigung entgegen schreien, hat er selber zu verantworten. Die verbalen Ausreißer sind schade, denn sie lenken davon ab, dass wir Schalker aus unserer eigenen Tradition und unserem Selbstverständnis heraus das Recht haben, diesem Söldner zu zeigen, was wir von ihm halten. Ob andere uns dieses Recht zusprechen oder nicht, ist uns relativ egal. Nur hätte man das besser ausdrücken können als manch idiotisches Banner.
    Geändert von nik1904 (19.09.2011 um 17:05 Uhr)

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