Das 1:1: Neuer und Adler und einige andere (extrem sicherlich Wiese) neigen zu sehr raumgreifendem Einspringen. Das wurde offensichtlich auf höchstem Niveau viel zu lange als normal angesehen und nicht korrekturbedürftig. Einen kleinen Schritt nach vorn zu machen, ist fast unabdingbar und es gibt ein Beispiel aus einer anderen Sportart, in der eine ähnliche Ausgangslage besteht: Der Return beim Tennis. Wenn es gut gemacht ist und vor allem VOR dem Aufschlag wieder eine Position eingenommen wird, dann ist dieser Schritt ein Vorteil. Wird es ein Sprung, muss sich der Reagierende darauf verlassen, die Füße wieder auf dem Boden zu haben, wenn er erkennt, wohin der Schlag/Schuss kommt und nicht nur das, sondern auch eine gute Position zur Reaktion eingenommen haben. Neuer hatte mit viel gutem Willen eine einigermaßen vernünftige Position, zumidnest waren die Füße wieder auf dem Boden. Da war noch mehr Potenzial vorhanden. Nur sollten wir nicht vergessen, dass der Kopfball aus so kurzer Distanz mit voller Wucht gegen die ursprüngliche Laufrichtung kommt. Das ist schon verflucht anspruchsvoll, rechtzeitig eine ideale Position eingenommen zu haben, die für alle Optionen neutral genug ist. Ich würde fast sagen, dass es in der zur Verfügung stehenden Zeit nahezu unmöglich ist. Gegen Balotelli war es so, dass Neuer spekulierte und Richtung langer Pfosten durchlief. Auch wenn ich bezweifle, dass er anders eine Chance gehabt hätte, war das damals Quatsch. So gesehen hat er es dieses Mal schon viel besser gemacht.
2. Das 2:4 ist ein äußerst haltbarer Ball. Was soll man dann noch groß Neuer in Schutz nehmen. Adler hat übrigens mal in einem Quali-Spiel gegen Russland ein Gegentor kassiert, wo er den Pfosten aufgegeben hat und an der Torauslinie ins 1gegen1 stürmte. Das habe ich damals schon als Fehler gesehen. Hans Leitert hat hierzu eine sehr gute Sichtweise: Die Position am Pfosten sollte gehalten werden, bis durch einen Pass eine neue Spielsituation entsteht.
Zur BILD sage ich jetzt mal besser nix.![]()




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