@Shay Given: Da widerspreche ich dir weiterhin. Man darf den Torwart nicht als Einzelfaktor sehen, sondern muss das Ganze sehen. Deine Argumentation liest sich wie: "Neuer hat in dieser Saison nur wenige wirklich schwere Bälle aufs Tor bekommen. Diese hätte ein anderer TW vielleicht auch gehalten."

Ich sehe eher das Gesamtbild. Und da zählt eben auch das Zusammenspiel Torwart-Abwehr, nicht die Summe der Einzelteile. Rückblickend war Neuer mit seinen Defensivreihen in den letzten 5 Jahren immer vorn mit dabei, was die wenigsten Gegentore der Liga anging. Im letzten Jahr mit Schalke waren es zwar einige mehr, aber gemessen am Tabellenstand der Schalker immer noch sehr wenige. Den Zusammenhang kann man jetzt verleugnen (nichts ist beweisbar), aber ich würde sagen, dass Manuel Neuer ein Keeper ist, der gut mit seiner Abwehr zusammenarbeitet.

Mal ein Beispiel: Ich habe intuitiv das Gefühl, dass Tom Starke im Bayern-Tor mehr zu tun hat als Neuer. Besonders tat sich da das Spiel in Hoffenheim hervor, wo er einige Male gut parieren musste. Sicherlich kann es auch daran liegen, dass die Bayern einen schlechten Tag hatten, aber gemessen an den sonstigen Defensivleistungen in der Saison wäre es nicht überraschend gewesen, wenn man Hoffenheim überhaupt nicht zum Abschluss hätte kommen lassen. Auch in seinen anderen Einsätzen ist Starke in der Regel mehr gefordert, als es Neuer im Normalfall ist. Ich würde das auch darauf zurückführen, dass das Zusammenspiel Starke-Abwehr weniger gut funktioniert als Neuer-Abwehr. Wie gesagt, wenn er gefordert war, hat Starke gut agiert und daher auch noch kein Tor kassiert, aber wenn er gegen Spitzenmannschaften spielen müsste, würde das potentiell anders aussehen.