Man könnte es auch als die Macht der Gewohnheit bezeichnen. Das ganze erinnert mich an eine frustrierte Ehefrau. Sie lebt schon seit Jahren unzufrieden in der Beziehung, traut sich aber nichts zu verändern. Bei Piplica ist es halt so, dass sie bei Cottbus auch nichts anderes kennen, so ist es schon seit Jahren. Man will daher nichts verändern. Dazu kommt, dass Energie ihre sportlichen Ziele meistens erreicht hat, und man belässt daher lieber alles beim alten. Solange man aber nichts neues probiert, wird man auch nicht wissen, ob es besser oder schlechter ist. Für mich erfüllt Piplica nicht die Grundvoraussetzung für einen Bundesliga-Torhüter: nämlich Konstanz und Sicherheit. Können es die anderen besser? Wohl eine ziemlich komplexe Frage. In dem Moment, wenn Cottbus weit unter den Zielen bleibt, wird alles hinterfragt, auch der Torwart.