Meine Schwäche war das Einschätzen von hohen Bällen, mehr im Spiel als im Einzeltraining, inzwischen halte ich viel mehr davon, aber leider schießen die Stürmer (wenn sie frei gelassen werden) auch objektiv immer besser, so daß ich doch ab und zu wieder einen kassiere, wenigstens sind jetzt andere Schuld.

Also ein kleiner dummer Spruch:
An die Leistungen von früher darfst du eigentlich nur "äußerlich" anknüpfen, solltest du nur machen, wenn du dich im ganzen perfekt bewegt hast.

Wenn man sich verbessert, kann soetwas immer vorkommen, denn man bewegt sich z.T. effizienter, verliert dadurch aber bestimmte Kompensationshaltungen, und Bewegungen, die zwar zum Halten eines Balles geführt haben, aber nicht zwingend zur Weiterentwicklung dieses Könnens (z.B. fit für noch weniger Reaktionszeit!).
Deswegen würde ich sagen:
- neu üben, locker ins Spiel gehen
- mit etwas Biss kompensieren, aber nicht festlegen auf bestimmte "alte" Bewegungsarten, nicht einmal auf neue, im Spiel must du einfach halten, ganz einfach, ganz normal.

"Äußerlich meint", daß du einen Ball hältst, denn du früher auch gehalten hättest, aber eben nicht zwingend auf "genau" dieselbe Art und Weise.
Dein neuer Körperlicher Stand ermöglicht dir vieleicht ganz andere Bewegungen, macht aber auch einen neuen Zugang zu den ernsten Spielen nötig, wenn man z.B. zu angespannt reingeht.

Beispiel:
Man beherrscht mit einem Holzschwert auf eine gewisse Distanz Die Kante eines Blatts Papier zu treffen - jetzt übt man diese Bewegung neu und studiert sie ein wenig, daß man es lockerer hinkriegt (also die Muskulatur flexibler wird und auch mehr Beschleunigung entwickeln könnte wenn sie wollte) - plötzlich läufts nicht mehr und die ganze Sicherheit geht flöten...
Warum: weil man jetzt seinen Muskelapparat in klarerer und flexiblerer Weise zur Verfügung hat, es sind viel kleinere Ansätze nötig um tatsächlich eine bestimmte Bewegung einzuleiten oder ein bischen weiter hier zu treffen oder dort, dazu die Wahrnehmung sich auch neu einstellen muß
-> also: ruhig bleiben und neu üben man wird präziser und kann denselben Kram viel viel schneller und effizienter machen, ohne großartigen Ansatz, aber eben nicht aus Hast sondern wegen des Könnens.

Kampfsportler nutzen auch die einfachsten Reflexe (low-level) die jedes Baby hat (fast), da die sehr sehr schnell funktionieren und bauen einige ihrer Verteidigungsbewegungen darauf auf, so hat man einen schnellen und effizienten Zugriff auf sein Können.

Ich habe mich manchmal gewundert, daß Torwärte so oder so dreinspringen,
aber z.T. entsprechen die Haltungen einfach nur Umsetzungen oder Erweiterungen solcher (fast-) Reflexe,
z.B. ist mir letzt beim Hallensport aufgegangen, daß ich mich manchmal seitlich weggedreht habe (fast weggedreht), und war etwas sauer darüber...
dabei fiel mir aber ein, daß auch Profitorhüter das vom Ansatz her machen, nur bei 1-1 Situationen, zusätzlich aber so eine art Grätsche im Spagghat (wie schreibt man das?) mit machen.
Dadurch haben sie eine Bewegung zur Verfügung die zwar (meiner Meinung nach) etwas unflexibel ist, da sie etwas unpräzise wirkt, aber dennoch schnell funktioniert und eine gewisse Chance bitetet, denn anhalten und abrollen, weil man auf den falschen Impuls eingegangen ist , zählt ja nicht.

Also zum einen übt man, aus welcher situation auch immer Abwehrbewegungen machen zu können, zum anderen versucht man alle auftretenden Grund-Impulse so mit einzubauen, daß man Techniken und Bewegungen zur Verfügung hat, die darauf aufbauen (können).

Äh, Thema verfehlt?

macht nichts...