Hallo Bela.B
die vergangenen Wochen sind sehr positiv verlaufen, sowohl für Schalke 04 als auch für mich. Und ich hoffe, dass dieser Trend jetzt auch noch in den verbleibenden beiden Partien in der Bundesliga anhält.
Nach den gestrigen Ergebnissen steht fest, dass wir in der neuen Saison auf jeden Fall in der Champions League dabei sind. Ob wir als Dritter die Hürde einer Qualifikationsrunde nehmen müssen oder als Vizemeister auf jeden Fall in der Gruppenphase dabei sind, ist aus noch offen.
Wir spielen noch zu Hause gegen Eintracht Frankfurt und zum Abschluss beim 1. FC Nürnberg. Nur mit Siegen können wir Druck auf den SV Werder Bremen ausüben, der mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 und der Partie bei Bayer Leverkusen keine leichteren Aufgaben als wir hat. Es wird auf jeden Fall noch spannend werden. Unsere Perspektive ist nicht aussichtslos, aber zunächst einmal müssen wir unsere Punkte holen. Dann wird man sehen, ob es am Ende sogar zu Platz zwei reicht.
Ich bin froh, dass ich im Endspurt der Saison wieder mithelfen kann, nachdem ich zuvor einige Wochen aufgrund einer Verletzung pausieren musste. Das Spiel beim VfL Bochum hat mir mit einem Tor und zwei Vorlagen natürlich besonders gut getan. Ich habe mich gefreut, dass ich für das Vertrauen der Trainer in mich etwas zurückgeben konnte. Nach einer Verletzung ist es immer wichtig, schnell den Rhythmus wieder zu finden. Das ist mir glücklicherweise gelungen. Jetzt hoffe ich, dass ich an diese Leistung anknüpfen kann – am liebsten mit meinem ersten Tor für Schalke bei einem Heimspiel.
Sehr gefreut hat mich, dass ich nun endgültig mein Ticket für die Europameisterschaft in der Tasche habe. Nationaltrainer Slaven Bilic hat immer das Gefühl gegeben, dass ich dabei bin, aber wenn man es dann endlich Schwarz auf Weiß hat, ist man dennoch erleichtert. So richtig beschäftige ich mich mit der EM aber erst ab dem 18. Mai. Bis dahin gilt alle Konzentration dem Kampf um den zweiten Platz.
Glückauf!
Ivan Rakitic
Edit: Meinem echten Namen hab ich durch meinem Nick erstetzt






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"Das Geschäftsjahr 2007 ist ein schönes Beispiel dafür, dass der von uns in der Vergangenheit beschrittene Weg für uns der richtige war. Wir haben mittels Fremdfinanzierung den FC Schalke 04 auf sein derzeitiges Niveau gebracht und haben uns nicht wie andere Vereine in Kapitalgesellschaften umgewandelt und Anteile verkauft, haben keine fremden Investoren ins Boot geholt", blickt Schalkes Vorsitzender und Finanzchef Josef Schnusenberg zurück und ergänzt: "Die nahezu gleichzeitigen Investitionen in Mannschaft, VELTINS-Arena und Infrastruktur waren natürlich eine Kraftanstrengung, aber diese zahlt sich jetzt immer mehr und immer sichtbarer aus."
Abzulesen ist dies an vor allem an den sportlichen Erfolgen der jüngsten Vergangenheit: Die Bundesliga beendeten die Schalker seit 2005 als Zweiter, Vierter, Zweiter. Und auch in diesem Jahr steht bereits zwei Spieltage vor dem Ende fest, dass das gesteckte Saisonziel - mindestens Platz drei - erreicht wird. Dazu war Schalke im selben Zeitraum zweimal in der Champions League, ist in diesem Jahr sogar bis ins Viertelfinale vorgestoßen. Nicht zu vergessen in der Bilanz sind das Halbfinale im UEFA-Pokal 2006 sowie die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale 2005.


Das Ausmaß der Euphorie begreifen die Schalker Spieler erst, als sie am Tag nach dem Finale kurz nach 19 Uhr mit dem Zug auf dem Gelsenkirchener Bahnhof eintreffen. Gut 200.000 Menschen sind auf den Beinen, um den Deutschen Meister zu feiern. "Da standen mir die Tränen in den Augen", erinnert sich Manfred Kreuz später, der mit seinem Tor den Schlusspunkt zum 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV setzte. "Alles war so voller Menschen, man hätte sich einfach von oben fallen lassen können und wäre doch immer aufgefangen worden."
Beim HSV haben die glänzenden Kritiken für die Schalker ihre Wirkung nicht verfehlt. Zwar hat man selbst seine drei Partien der Vorrunde gegen den 1. FC Nürnberg (3:1), den 1. FC Köln (3:1) und den FK Pirmasens (2:1) ebenfalls gewonnen, doch man orientiert man sich ganz am Gegner: Schalke nicht ins Spiel kommen lassen lautet die Devise. Dafür rücken die Hamburger von ihrer bewährten abwartenden Taktik ab, attackieren den Kontrahenten gleich zu Beginn.
