Eintracht-Torhüter

Alle wollen Oka Nikolov

Von Ingo Durstewitz
Am Mittwoch hatte Heribert Bruchhagen dann endgültig die Nase voll. Der Eintracht-Vorstandsboss wollte nicht mehr im Dunkeln tappen, sondern Licht in diese doch sehr diffuse Angelegenheit um Oka Nikolov bringen. Der Torwart, das ist bekannt, will den Frankfurter Bundesligisten nach 19 Dienstjahren verlassen und sich im März Red Bull New York anschließen.

Doch kurioserweise hat sich bei Bruchhagen niemand aus Übersee gemeldet, weshalb er nun höchstselbst zum Telefonhörer griff und Dietmar Beiersdorfer anrief. Der ehemalige HSV-Manager lenkt die sportlichen Geschicke der von Milliardär Dietrich Mateschitz bezuschussten Klubs. Beiersdorfer, dies vorneweg, half Bruchhagen auf die Sprünge.

Die Geschichte ist komplizierter als gedacht. Das hängt mit dem US-amerikanischen Draft-System zusammen. Ursprünglich wollte der FC Dallas aus der Major League Soccer (MLS) den 35-Jährigen verpflichten. Nikolov stand auch auf Dallas´ Liste, die jeder Klub an den Fußballverband abgibt. Auf dem Schriftstück stehen die Namen der zehn Profis, mit denen der Verein gerne über ein Engagement verhandeln möchte. Die MLS nimmt dann den ersten Kontakt mit dem abgebenden Verein auf, also nicht der interessierte Klub selbst. Erst danach verhandeln die Vereine untereinander und mit den Beratern der Spieler. [...]

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