Ich halte eigentlich immer mein Sabbel, selbst beim Mauerstellen sage ich net viel.^^
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Nr. 3
Ich halte eigentlich immer mein Sabbel, selbst beim Mauerstellen sage ich net viel.^^
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Nr. 3
.....er trat in unser Leben wie ein Avocadosalat.
(H.M. Murdock)
Hallo,
das kann man nicht verallgemeinern.
Der Torwart hat eigentlich nur eine Hand voll Situationen, wo sein Rufen oder seine Stimme wichtig ist.
Das ist bei Flanken und Eckbällen. Hier muß er kurze Kommandos geben, wie "Hoch!" und die Abwejr muss wissen, der geht nicht raus. Bei "Ich" wissen die, der Torwart kommt und sollten in Deckung gehen, aber auch einen Freiraum erzwingen, wo der Torwart als Speerspitze der Abwehr eindringen kann die die Situation mit seiner überragenden Technik im Luftkampf rasch für alle entschäft.
Ein "Raus" ist bekannt, und ein Kommentar wie "16er Schluß" ist auch üblich, wird aber gern auch mal verwarnt, weil 'unzulässig' (meinen die Herren Schiedsrichter). Auch das Mauerstellen geht mit "links" oder "rechts" sehr gut, und die Anzahl der Leute für die Mauer sollte gerufen werden...
Der Rest hingegen, ist Gefühlssache. Nicht jede Mannschaft ist gleich. Die einen empfinden es als wichtig, wenn der Torwart von hinten ruft, lobt und aufmuntert. Denen würde was fehlen,, ist es ein stiller Vertreter.
Die anderen nervt es, wenn alles uns ständig kommentiert wird, reagieren dann auch nicht mehr auf Kommandos im Defensiven Bereich.
Es kommt daher immer darauf an. Ein Betreuer kann viellleicht was sagen, aber solange die Kommentare in Ordnung sind, sollten viele Betreuer auch mal selbst draussen die Klappe halten, denn die Kommentare draussen sind oft schlimmer, als was ein Torwart in 120 Minuten insgesamt sabbelt.
Der Vergleich mit dem Hund hinkt daher, denn ein Hund, der es gewohnt ist, daß Herrchen sich mit Ihm unterhält, empfindet sich wohl dabei. Er wird vieles davon ignorieren, aber er wird sofort reagieren und aus der 'Ignoranz' erwachen, ändert sich die Stimmlage des Herrchen.
Das kann man gut auf Hundeplätzen betrachten, wo viele Hunde zusammen sind. Das gibt es die Vielredner und gar nicht Redner. Letztere kontrollieren den Hund fast ausschließlich über Körper und Handzeichen, was dem Hund eine große Aufmerksamkeit abnötigt, aber auch wenn er die Stimme des Herrchen hört, wie ein Dolchstoß ist, der hund zuckt förmlich zusammen.
Bei den Vielredner ist es umgekehrt. Der Hund erkennt am Gebrabbel, wie angespannt sein Herrchen ist und wieviel Aufmerksamkeit er aufwenden muß, auch hier entscheidet die Stimmlage und der Befehl.
Ich habe daher Hunde gesehen, die mit Handzeichen einen Angreifer angefallen haben, gespenstisch in dieser Stille, aber auch Hunde die mit einem lauten "Fass" erschrocken sind, sich niedergelegt haben und sich bestraft fühlten, bevor diese die Situation auffassten und eingriffen, aber auch Hunde, die gar keinen Befehl brauchten, sondern weil das Gebrabbel des Herrchen nachließ, aufmerksamer wurden, die Gefahr erkannten und daher bei dem ersten Buchstaben von "Fass" schon abgingen, wie eine Rakete!
Daher: Feldspieler und Torwart bilden eine Einheit, verschmelzen zu etwas was man Mannschaft nennt. Ob der torwart nun viel redet oder wenig, ist dafür egal. Die Mannschaft wird wie der hund sich daran gewöhnen und dann schon auf die Befehle des 'Herrchen' reagieren, intuitiv.
Man kann also nicht sagen, rede viel oder rede weniger.
Tut es daher so, wie Ihr denkt, redet mit der Mannschhaft, Euren Mannschaftskameraden, erklärt warum ihr redet und wann ich was sagt, und dann wird sich mit der Zeit das einstellen, was man af dem Hundeplatz sieht: Harmonie....
Und diese Harmonie macht unbezwinglich!
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Es mag durchaus aus sein, dass der Vergleich zum Hund in seiner Gesamtheit hinkt, nur wie selbst du selbst schreibst, gewöhnt sich der Hund des "Vielredners" an das Gelaber seines Herrn und wird vieles ignorieren, um dann - da geb ich dir recht - auf die veränderte Stimmlage seines Herrn zu reagieren. Sein Herr wechselt also vom Unterhaltungs- in den Kommandoton. Das Problem für den Torwart ist nun, die veränderte Stimmlage. Wenn ich auf grosse Distanz und bei entsprechender Lautstärke in der Umgebung jemanden erreichen will, der weit weg ist habe ich nur eine Möglichkeit: Schreien!!! Erfahrungsgemäss ist es beim Schreien sehr schwer den stimmlagebedingten Ausdruck zu verändern. In laut gerufener Form ist es fast unmöglich den Ausdruck in der Stimme zu verändern. "Ich liebe dich" und "ich hasse dich", zwei absolute Extreme lassen sich bei entsprechender Lautstärke kaum noch in der Tonlage trennen. Die angesprochenen Handzeichen funktionieren nur dann, wenn dem Kommandogeber die absolute Aufmerksamkeit geschenkt wird, so genügen gerade bei Standardsituationen wie einer Ecke kurze Handzeichen zum dirigieren der Abwehrspieler.
Entscheidend ist dein Hinweis auf das intuitive Reagieren des Hundes. Ob auf dem Hunde- oder dem Trainingsplatz werden Situationen solange geübt, bis jeder, ob Hund oder Abwehrspieler automatisch weiss, was zu tun ist. Solange die nicht wissen und sich intuitiv richtig verhalten, müssen sie durch klare Kommandos geführt werden.
Das intuitive, schnelle und angemessene Reagieren auf eine Situation lässt sich aber am schnellsten dadurch erlernen, dass ich die Summe der Reize, die auf mein Gegenüber einprasseln so gering wie möglich halte. Gerade während eines Spiels muss ein Spieler vielen Dingen seine Aufmerksamkeit schenken und warum sollte man da - ohne Not - überflüssigen Informationsinput erzeugen. Entweder kann er die Informationen infolge Reizüberflutung nicht mehr vollständig verarbeiten oder er kommt in einen Stresszustand, der die Ausführung der gestellten Aufgabe blockiert.
Jede Information, die auf uns eindringt wird von uns in der ein oder anderen Form verarbeitet, ob wir wollen oder nicht, bewusst oder unbewusst. Je weniger Informationen wir verarbeiten müssen, umso höher ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit und umso direkter die Ausführung.
Und wenn ich ein Kommando gebe, sollte dies doch so schnell und effektiv wie nur irgendmöglich umgesetzt werden. Denn genau dafür sind Kommandos da.
Also ich denke da ähnlich wie Steffen, das sich das von Mannschaft zu Mannschaft einfach unterscheidet. Ich halte Kontakt zu meinem Libero, zwar keinen ständigen, das wäre viel zu anstrengend (für uns beide), aber so, das die Mannschaft davon profitiert. Sobald es über die Mittellinie in Richtung meines Tores geht, kommen Kommandos (freistehende Spieler, Abseitspositionen, etc.), bei Aktionen in des Gegners Häfte halte ich mich zurück, da mich meine Mannen da vorne eh nicht hören.
Ich handel da einfach nach dem Grundsatz: Solange ich als Torwart meinen Stürmern nicht sage, wie sie Tore schießen sollen, mischen die sich auch nich bei mir ein, wie ich Bälle halten soll.
Also ich sortiere nur meine Abwehr und andere Spieler, die beim Gegenangriff als Abwehr fungieren! Ich sag dann so Sachen wie: 16er is Schluss, Männer enger nehmen, Leute decken, Tim links usw.! Ich kommentiere aber oft positive Situationen von meinen Mitspielern, egal ob Abwehr oder Sturm! Dann fieber ich immer mit und schrei z.bsp.: Super Simon, Sehr gut Maurice. Dann motiviere ich meine Mannschaft noch und sag so sachen wie: Weiter gehts, Net de Kopf hängen lassen, Konzentriert bleiben! Es macht mir sehr viel Spass die ganze Zeit während des Spieles zu reden! Früher war ich das komplette Gegenteil!
Mfg dennis
Saison 06/07 Aufstieg in die Bezirksliga
Saison 07/08 Aufstieg in die Bezirksklasse
Bei mir ist es so, dass ich die Abwehr so weit wie möglich dirigiere. Ist es so, dass ein Abwehspieler gut klärt, sage ich auch mal "Sauber" oder "Jawoll", aber dass ich die ganze Zeit nur "Klasse" schreie kommt nicht vor!
Signatur zu groß. /Paulianer
Bei Ecken, Freistößen etc. ist es eh klar, dass man als Torwart einschreitet. Wenn allerdings beispielsweise die Gegner in ihrer Verteidigung den Ball ergattert haben und ich irgendeine Lücke hinten bei mir sehe, die gefährlich werden könnte, weise ich meine Mitspielerinnen auch darauf hin - klarerweise hat man von hinten einfach den besseren Überblick und das kann ja auch der Mannshcaft helfen.
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