Zitat Zitat von Schnapper82
wenn mann merkt das ne Grippe im Anflug ist kann ich nur Vitamin C Pulver, Zink und Umkaloabo empfehlen.
Hi Schnapper,
Vorsicht mit solchen Ratschlägen.
Vitamin C ist hochgradig aggressiv, denn es ist eine Säure. In großen Doses steht in Verdacht, Zellschädigend zu sein, gerade Rote Blutkörperchen und Leberzellen werden wahrscheinlich angegriffen.

Daher besser Vitamin C in Fruchtform zu sich nehmen, hier hat der Körper eine Chance, die Aufnahme über Pufferlösungen und den langen Verdauungsweg es langsam aus dem Saft und Gewebe zu lösen, anstelle eine volle Dosis in Reinform zu bekommen.
Zudem: Vitamin C wirk nur vorbeugend. Spürt man die Grippe schon, ist es zu spät. Dann hilft es nicht mehr.
Vitamin C ist bloß der "Treibstoff" für die weißen Blutkörperchen, und meist ist genug davon vorhanden, wir Mitteleuropäer leiden selten an einem Mangel und das Vitamin C gar nichts wirklich bringt, sieht man im Frankenland und in südlichen Ländern. Hier sind einmal durch traditionelle Kohl und Sauerkrautgerichte sowie Zitrusfrüchte hohe Vitamin C Dosen am Start, trotzdem erkranken die Leute ebenso oft.

Zink ist ebenso ein Ding... Es gibt Berichte, daß es hilft, aber wie und in welcher Dosis, daß ist die Fragliche Sache. Denn bei einem hilft es, dem anderen gar nicht. Auch hier gilt dann eher: Eine heiße Hühnerbrühe ist besser, denn sie enthält Zink, aber auch wichtige "Additive" wie Phytohormone aus dem Gemüse, Vitamin und bestimmte Hühnereiweiße, die in dieser Kombination eine bisher unschlagbare Waffe gegen Grippe und die allgemeine Mattigkeit bilden. Reines Zink kann hier kaum das Wasser reichen, zumal es im Verdauungstrakt oft über die "Ionenpumpe" nicht aufgenommen wird, weil kein wirklicher Bedarf da ist und daher hohe Dosen in Chelatform rasch zum Ausgang gelangen, ungenutzt.

Umckaloabo wird ebenfalls recht stark beworben, wie eins Echinacheae (Roter Sonnenhut, Extrakt aus dessen Wurzeln). Wo die Leute früher bitteren Echinaceae Extrakt auf Zucker lutschten, oder 'Husteguzsche' mit Echinacheae Extrakten, oder sogar Echinachaea im Tee zu sich nahmen: Alle wurden krank, ob mit oder ohne und gerade die, die darauf schworen, sparten sich bald das Geld, nicht ohne dem Hintergedanken ein Pro zu geben, daß man den Pharma Konzernen genug Geld in den Rachen gestopft hatte, für Nichts.
Umkaloabo wird seiner Anti-Viralen Wirkung bisher auch nur teilweise gerecht und ob es im Körper des Menschen wirklich so wirkt, wie man angeblich die Zulu schwören läßt, steht ebenfalls zu bezweifeln.
Fakt ist, daß die Zulu zwar an Grippe erkranken, die Medizinmänner auch Umckaloabo als Sud der Wurzeln benutzten, doch in der Regel die Leute durch Ruhe einfach über den Berg kommen, als mit dem bitteren Wurzelextrakt.
Doch bei Atmenwegserkrankungen gibt es Indizien das es helfen könnte, nur ist man über Dosis und Verabreichung sich noch nicht im klaren, aber verkauft wird es schon, literweise.
Das man gut nach der Einnahme schlafen kann, und das gerade bei Kindern, ist kein Wunder, es ist ein Alkoholischer Auszug
Sicherlich kann man es probieren, wenn es hilft gut, aber man sollte keine Wunder erwarten. Gerade phytomedizinische Produkte brauchen einen Kundigen, der die Dosierung, Darreichung und Mischung auf seinen Klienten abpasst, und da ist die 'Allerweltsdosierung' aus der Flasche meist eine unpassende Alternative.

Für einen Selbstversuch rate ich daher: Fühlst Du dich schlapp und matt, hast die typischen Symptome einer Erkältung, dann mach eine Kur! Ruh dich aus, halte deinen Körper warm.
Viel Trinken, heiße Hühnerbrühe und Tee sind ideal. Wer sich besser fühlt: Eine Erkältungstee-Mischung aus der Aptoheke schmeckt angenehm, macht müde und ist mit einem gute Löffel Honig auch geschmacklich prima.
Schlaft, so viel wie möglich, und der Spuk ist ebenso rasch vorbei, wie mit Pillen, Tropfen oder Lutschies.... Nur ersters ist eben natürlicher

Meine Omma sagte immer: "Bub, eine Erkältung dauert 7 Tage. Aber Du kannst diese mit allerlei behandeln, dann dauert die Erkältung nur eine Woche!"