Hier mal interessantes für alle interessierten!
Quelle: www.torleute.de
Homepage des Torwarttrainers Eckart Paradies vom TSV Großenkneten

Der Mann hat viele Torhüter trainiert hier in der Gegend, viele sind mir bekannt.
Einer von diesen kennen hier aber wohl alle. Sehr schön geschrieben das ganze auch über die anderen Torhüter und über den Verein. Hier das wohl für euch interssanteste:
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Jörg Bu t t Als am 17.März 1986 ein kleiner Fußballer zu seinen damaligen Trainern Ulrich Schönbohm und Dirk Wintermann sagte, dass er nun doch nach vielen Versuchen als Stürmer nur noch im Tor spielen würde, wusste er sicherlich noch nicht, welche Tragweite diese Entscheidung haben sollte.Ulrich Schönbohm, der damals in der Ersten des TSV spielte und bereits selbst 1981 beim Probetraining bei Werder Bremen war und ein Jahr bei den Amateuren des VfB Oldenburg verbracht hatte, sprach mich damals an und sagte: ” Mensch Ecki, du hast mir zwar beigebracht, wie ich so`n Ball halten muss, aber anderen das zu verklickern ist viel schwerer, mach du doch bitte das Torwarttraining mit Jörg. So durfte dann der “kleine” Jörg Butt mit den Großen zusammen trainieren.

Es dauerte gar nicht lang bis mir auffiel ,welches Juwel wir da in unseren Reihen hatten. Das Training wurde von mir intensiviert,

und bereits nach einem halben Jahr konnte ich Jörg sagen: “ Bleib so fleißig, und du kannst auch mehr erreichen!”

Dieser Satz war für unseren Keeper die Initialzündung - Viermal in der Woche Training war ihm dann irgendwann zu wenig, und ich musste tatsächlich oft zu ihm sagen: “ Nein, Jörg heute ist kein Training,” das wäre nämlich dann das sechste Mal in einer Woche gewesen.

Aber genau diese Liebe, dieser Fleiß, seine Verrücktheit und seine von der Natur begünstigten körperlichen Voraussetzungen machten Jörg und mir die Entscheidung leicht: “ Wir wollen mehr!”

Der Vorteil war aber auch , dass ich ab 01.08.1988 selber die B - Jugend übernahm, in der Jörg jetzt spielte, so konnte ich die Umsetzung des Trainings auf das Spiel besser beobachten und verbessern.

Wenn Jörg und ich heute zusammen sitzen, und uns noch mal darüber unterhalten, wie er damals in die Niedersachsenauswahl geschliddert ist, sind wir dem heutigen Zweitliga Torwart Dimo Wache von Mainz 05 noch nachträglich dankbar, denn der hatte, aus welchem Grund auch immer, den Lehrgang abgesagt.

Der damalige Auswahltrainer Rüdiger Müller brauchte aber unbedingt einen zweiten Torwart. Da fiel ihm ein, - da hat doch mal so`n Verrückter aus Großenkneten angerufen und gesagt, dass er noch ein tolles Talent habe.

Dann ging alles ganz schnell:

Freitag Mittag Anruf bei Mama Butt - abholen von der Schule - Abfahrt nach Barsinghausen - Trainingsspiel am Samstag - und Zusage der Auswahltrainer - “ Du darfst wiederkommen!”

Jörg erzählt heute immer wieder gerne die Geschichte, als jeder Spieler sich vorstellen musste und er gefragt wurde, wo er denn spiele. ”Die haben sich kaputt gelacht, als ich sagte, ich spiele in der Kreisliga,” - waren alle anderen doch längst in Regional- oder Bundesligamannschaften beschäftigt.



Jetzt sich weiter in - wenn auch vielen interessanten und lustigen - Einzelheiten zu verlieren, würde wirklich jeden Rahmen sprengen, aber die nächsten Stationen sollten doch ganz kurz aufgelistet werden:

Probetraining bei Werder Bremen,

Ein Jahr A - Jugend beim VfB Oldenburg, Bezirksoberliga,

Zwei Jahre VfB Amateure

Zweiter Mann hinter Nofz in der Zweiten Liga,

Angebot von Arminia Bielefeld

Zwei Jahre Regionalliga beim VfB

Angebot des HSV

Aufstieg in die Zweite Liga

Schwere Verletzung

Angebot des 1.FC Köln

Verlust des Stammplatzes

Viele, viele Erfahrungen.......!!

Aber er hat`s geschafft:

Seit dem 01.07.1997 spielte Jörg dann beim HSV. Obwohl es Felix Magath war, der ihn engagierte, war es eher ein Vorteil , dass ein neuer Trainer kam.

Ich wusste aber damals schon ganz genau, wir würden oft nach Hamburg und ab Sommer 2002 nach Leverkusen fahren dürfen, um unseren Jörg Butt im Tor zu unterstützen, und ich werde immer sagen: “Junge das hast du eigentlich ganz alleine geschafft, du brauchtest nur jemanden der dir ein wenig half - wir sind stolz dich zu kennen!”

Eines muss ich aber noch über Jörg loswerden. Wenn er ab und zu, - seitdem sie in Leverkusen wohnen , leider etwas seltener, - bei mir zu hause vorbeischaut, und wir wieder mal über Gott und die Welt, aber eben auch über Fußball diskutieren, frage ich mich oft: „ Wer ist hier eigentlich der Ältere.“

Ich will damit sagen, er weiß viel, er hat ein tolles Gespür für Situationen, ist von Mama und Papa wunderbar erzogen, kein bisschen altklug, sondern genau so einfach wie er überall rüberkommt, und ich bin glücklich ihn zu kennen.

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