Ich denke jeder muss da seinen eigenen Weg finden; abhängig von seiner persönlichen Einstellung zu seinem Sport. Die Grundlage für eine Entscheidung über einen Vereinswechsel sollte die Definition der eigenen Ziele sein. Was will ich eigentlich wirklich, diese Frage ist der Dreh- und Angelpunkt der Entscheidung. Wenn mir das Torwartsein sehr viel bedeutet, ich den tiefen inneren Antrieb habe, meine Leistung stetig zu verbessern und im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten "Karriere" machen will, und mir dies wichtiger ist, als die Identifikation mit dem Verein und meinen Mannschaftskameraden derzeit, dann bleibt nur der Wechsel zu einem Verein mit einem möglichst guten Torwarttrainer. Betreibe ich meinen Sport primär wegen den Kumpels und der tollen Stimmung und, um mich einfach irgendwie sportlich zu betätigen, dann ist der Torwarttrainer nicht wirklich wichtig. Im Regelfall ist der Druck und die Konkurrenzsituation in Vereinen mit einem Torwarttrainer wesentlich höher als bei einem Verein, der keinen hat.

Ich selbst habe schon etliche Torhüter gesehen, die es zunächst toll fanden zu uns zukommen, um (hoffentlich) richtig trainiert zu werden; die meisten davon verliessen uns in der nächsten Wechselperiode, als sie bemerkten, wie hoch der Trainingsaufwand wirklich ist, und weil sie festgestellt haben, dass sie bei allem Spass, den unser Training auch macht, dem permanenten Verbessern der eigenen Leistung nicht soviel abgewinnen konnten, wie sie dachten.

Grundsätzlich gilt: Wer Spass und Freude dabei empfindet besser zu werden und dafür bereit ist, sich richtig zu quälen, der sollte zu einem Verein mit Torwarttrainer; alle anderen, und das ist nicht abwertend gemeint, sollten bei dem Verein bleiben, wo es ihnen vom menschlichen Umfeld her gefällt und sie sich insgesamt wohl fühlen.

Werde dir klar darüber, was das Torhütersein dir bedeutet, dann kannst du die Entscheidung treffen, die für dich am Besten ist.