Zitat Zitat von Schnapper82
@DTiT: korrigier mich, wenn ich etwas falsches geschrieben habe.
Herrjeh, ich bin ja kein Biochemiker...
Ich denke, es ist nicht unbedingt wichtig zu wissen, wie das Zeug genau funktioniert. Wichtiger ist, sich ein Bild davon machen zu können, was es im Sport bewirkt und dass es noch nicht lang genug eingesetzt wird, um Nebenwirkungen und vor allem Spätfolgen wirklich absehen zu können. Allerdings sind manche Begleiterscheinungen mehr als offensichtlich, man muss nur richtig hinschauen. Das Knochenwachstum an sich ist ja in etwa mit dem 20. Lebensjahr abgeschlossen, aber manche Strukturen können eben ewig weiterwachsen, wie z.B. Knorpel, Muskeln, aber auch Muskelansätze und bestimmte "Knochenvorsprünge" um es mal laienhaft auszudrücken. Vor allem die Struktur um den Unterkiefer neigt zu starken Veränderungen, vorstehendes Kinn, lange Zunge, die Ohren werden auch grösser (Knorpel!) und dann überlegt Euch mal, warum Spitzenathleten wie Carl Lewis oder Marion Jones mit Mitte 20 auf einmal mit einer Zahnspange rumgelaufen sind? Warum bei Maurice Green die Zunge rausgehangen ist wie bei einem Hund? Kann das Zufall sein? Und schaut mal was Jörg Jaksche alles genommen hat. Der hat nicht nur EPO und Blutkonserven bekommen, sondern das ganze Programm, HGH inklusive (Quelle: Spiegel 27/2007)
Und ich hab ja auch schon gesagt, im Spitzensport wird sich an Grenzwerte herangedopt. Und dann gibt es eben so zweifelhafte Labors wie das der Universität Extremadura, die auch noch Geld damit machen, indem sie Sportlern und Teams anbieten, durch inoffizielle Tests die Einhaltung dieser Grenzwerte zu gewährleisten. Und glaubt bitte nicht, dass der Fussball sauber ist. Was glaubt Ihr, warum die spanische Justiz die Fuentes-Akten nicht rausgibt? (Quelle: Le Monde, Frankreich, 2007, Nummer der Ausgabe weiss ich leider nimmer)
In vielen Fällen könnte Abhilfe geschaffen werden, indem andere Testverfahren eingesetzt werden, die die Grenzwerte überflüssig machen. So gibt es bereits ein Verfahren, dass zuverlässig in der Lage ist, körperfremdes von körpereigenem Testosteron zu unterscheiden. Auch ein Nachweisverfahren für HGH ist schon "auf dem Markt". Beide Methoden sind aber vom IOC nicht anerkannt und deshalb mehr oder weniger wertlos. Das Problem in diesem Fall liegt bei den Funktionären, die keinerlei Interesse an einem sauberen Sport haben, egal was sie einem immer erzählen. Auf die paar armen Schweine die ab und zu erwischt werden kann man leicht mit dem Finger zeigen, eine Welle von Dopingsündern würde allerdings den eigenen sauberen Ruf in Frage stellen. So Leute wie der Herr Bach sonnen sich doch nur allzugern im Erfolg "ihrer" Sportler. Da kann man Versager nicht brauchen. Versager in diesem Fall sind einerseits die erwischten Doper, andererseits Sportler, die keine Chancen auf ein gutes Abschneiden bei Olympia oder ähnlichen Veranstaltungen haben. So werden dann Qualifikationsnormen gesetzt, die ohne Doping praktisch nicht zu erreichen sind. Eine Doppelmoral, von der man sich kaum lösen kann, ohne das eigene Gesicht zu verlieren.
Andererseits muss man sich als Sportzuschauer auch an der eigenen Nase packen. So ein 100m Rennen mit einer Endzeit unter 10 Sekunden ist doch absolut faszinierend und die Aussicht auf Bestzeiten und Rekorde sind nun mal ein Publikumsmagnet, eine gute Einnahmequelle für Veranstalter und garantierte Werbewirksamkeit für Sponsoren. Der Sportler selber bleibt oft genug aussen vor, ein Teil des Systems, der einfach nur zu "funktonieren" hat und dem oft genug keine andere Wahl bleibt, als mitzumachen oder die Karriere zu beenden. Und dann?
Ich stell das jetz einfach mal so in den Raum.
Einfach mal sacken lassen...
nix für ungut
dTiT