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Thema: Berichte zum Torwarttraining

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Steffen,

    mir ist aufgefallen, dass sich deine Torleute mit der Mannschaft warm gemacht haben. Ich weiss ja nicht, wie dieses aufwärmen bei euch aussieht, aber bei mir haben die Torhüter ihr eigenes Aufwärmprogramm, das zum grössten Teil mit Ball stattfindet. Der permanente Ballkontakt, während des Aufwärmens, schafft meiner Erfahrung nach ein gutes Sicherheitsgefühl bei den Torhütern, da sie gewissermassen das Ziel ihrer Arbeit "immer in Händen halten". Gerade im Jugendbereich sorgt das auch noch für zusätzliche Freude und gleichzeitig sinkt die Quote der, ohne Not, fallengelassenen Bälle deutlich ab.

    Ein gemeinsames Training von Torhütern im Bereich A - C-Jugend, ist von der Gestaltung äusserst schwierig, da hier diverse Unterschiede zum Tragen kommen. Da ist nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern auch der Erfahrungsunterschied, das technische Können und vor allem die psychische Reife, die es erfordert, dass man sehr individuell vorgeht. Es braucht im Regelfall mehrere Trainingseinheiten, bis man sich wirklich auf jeden einzelnen optimal eingestellt hat und gleichzeitig das für bestmögliche Trainingsleistungen sorgende Klima innehalb der Gruppe hergestellt hat.

    Wie kann man, wenn man einen Torwart wie Mark, dazubringen aggressiver zu werden, wenn es die Situation erfordert? Ich habe positive Erfahrungen mit folgender Übung gemacht. Du kennst das übliche "links - rechts Schiessen" aus kurzer Entfernung, um das schnelle Aufstehen und die Reaktion zu schulen. Wandle diese Übung folgendermassen ab: Der Torwart steht auf der Linie, du stehst mit 6 Bällen nebeneinander am 11er. Der Torwart muss nun diese Bälle, die du linke Seite - rechte Seite schiesst halten, wobei er zwischen jedem Ball, dir ein Stück entgegenkommen muss. Sein Aufgabe ist es nämlich nicht nur die Bälle zu halten, sondern den 6. Ball zu erreichen bevor du zum Schuss kommst. Je nach Level deines Torwarts schiesst du schneller oder erhöhst die Distanz bis zur 16er-Linie.

    Umgekehrt kannst du mit einer ähnlichen Übung einen hektischen Torwart, wie Andreas, zur Ruhe und Konzentration zwingen. Wieder liegen 5 oder 6 Bälle nebeneinander am 11er. Der Torwart steht an der 5er Linie und bleibt auch da während des Übungsverlaufes stehen. Diesmal wird aber nicht linke Seite - rechte Seite geschossen, sondern die Bälle werden nach Belieben verteilt, wobei die Schüsse immer wieder mal verzögert oder nur angetäuscht werden. Achte darauf, dass die Bälle langsam, aber weit entfernt vom Torwart kommen. Damit zwingst du deinen Hektiker zum Abwarten und zur sauberen Ausführung des Werfens bzw. des "Hechtens, wenn du einen hohen Ball einstreust.

    Beide Übungen haben zu dem den Vorteil, dass der Altersunteschied zwischen den Torleuten keine grosse Rolle spielt und jeder innerhalb deiner Trainingsgruppe sich die gleichen Erfolgserlebnisse holen kann. Eine geringe Veränderung des Schusses genügt, um diese Übungen individuell anzupassen.

    Ich weiss zwar, dass du wahrscheinlich gerade in Sachen Trainingsmethodik, mehr drauf hast als ich, aber ich dachte mir, es kann nicht schaden, dir trotzdem etwas von meinen Erfahrungen mitzuteilen.

    Weiterhin viel Erfolg!!

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hallo strigletti,
    danke für deine Übung, die sicherlich meinen Trainingsplan bereichen wird. Aber zunächst habe ich vor, erst einmal zuzusehen, daß ich auch regelmäßig mit beiden arbeiten kann. Und bis dahin, muß ich mein Training mehr oder minder spontan gestalten, bevor ich es individuell und gezielt aufbauen vermag.
    Ich habe gute Erfahrungen mit der Kombination verschiedener Alterklassen gemacht, denn die längeren Ruhephasen im A/B Jugend Training lassen genug Zeit, dann Übungen für den C Jugendbereich zu machen, so daß beide Alterklassen gezielt trainiert werden, ohne das man hier wirklich Probleme bekommt. Einige Übungen sind zum Glück auch Altersfrei, so daß man hier mit einem hochen 'Durchsatz' arbeiten kann, worunter dann nur die individuelle Schulung leidet.
    Doch wie schon gesagt, im Moment bin ich Fern davon, individuelles anbieten zu können.

    Bei Mark ist das Problem sicherlich auch seine Statur. Er hat eine nicht athletische Figur und damit auch einen Hang zur Korpulenz, so daß ich es erst einmal damit versuchen möchte, Ihn mehr aufzubauen. Also gezielte Übungen zur Kräftigung, insbesondere Beine, Arme und Schultern. Damit hoffe ich, daß getreu dem Prinzip: Starker Geist = Starker Körper auch hier seine Aggressivität etwas steigt, ohne das dabei seine Ruhe und Gelassenheit verloren geht.
    Bei Andre ist es eher umgekehrt. Aus dem sehr guten Techniker muß ich noch mit Feinschliff einfach die Punkte angehen, wo er und auch ich Schwachpunkte erkannt haben. So hoffe ich, daß er erkennt, das er sich auf seine Technik UND auf seine Fähigkeiten verlassen kann. Diese Selbsterkenntniss reifgen zu lassen, läßt mich hoffen, daß er damit durch mehr Selbstvertrauen allein die Ruhe findet, die in Ihm wohnt und damit die nervosität und Hektik abnimmt und er damit recht rasch zu einem ruhigen und sicheren Rückhalt wird. Er muß erkennen, daß er im Auge des Sturmes geht, wo Windstille herrscht, und er daher nicht zum Strum selbst werden muß, nur um zu bestehen

    Ich tendiere daher bei Mark zu Agility Übungsformen, z.B. das Ballon Spiel:
    Der TW Trainer knüpft an der Latte und den Posten farbige Luftballon auf. Der Torwart geht in Grundstellung im tor und erwartet den Schuß des Trainers, den er pariert. Er bekommt dabei fast gleichzeitig einen Luftballon genannt, z.B. "Grün links". Er muß daher den Ball halten und dann so rasch es geht eine Technik zum Ballon anwenden. Er wechselt in Grundstellung in Tormitte und das Spiel geht von neuem los.
    Macht man es richtig, sind es zwei rasch hintereinander folgende TW-Techniken, meist im Sprung. So werden Wahrnehmung (Luftballon) und Planung (Luftballon erfassen - Technik dahin - Reaktion auf dne Schuß- Torwarttechnik) miteinadner verknüpft und die TW-Technikern verinnerlicht. Denn die eine Sache, die Parade des Schusses muß der Torhüter eher unbewußt machen, die Technik zum Ballon eher gezielt und gesteuert, so daß hier Unterbewußtsein und bewußte Kontrolle verschmelzen.
    Auch Doppelübungen sind hier eine beliebte Sache und mich wundert daher keinen cm das Andi Köpke es im Video so erwähnt. Meine beliebteste ist die Hoch tief Übung.
    Der Torhüter steht in Grundstellung in der Tormitte. Er muß rasch zu einem flachen Ball in die Torecke 'tauchen/werfen' um dann sobald er sich wieder in einen halbwegsklaren Stand gebracht hat zu einem hohen Ball in die andere Torecke zu orientieren, was eine rasche und ergonomische Bewegungsaufgabe ausmacht.
    Dies ist eine Sache, womit ich den Techniker Andreas kitzeln möchte.
    Bei Mark hingegen glaube ich, daß Ihm auch Spielformen, wie Kastenball oder ähnliches helfen, um eben das zu tun, was Aggression ausmacht: Sie gegen andere durchzusetzen und einen Entschluß zu fassen und auch diesen umzusetzen.

    Doch erst einm,al steht bei Mark der physiologische Punkt, also Kraft, Kraftausdauer auf dem Punkt, einfach um seinem starken Geist auch ein passenden Körper zu geben
    Bei Andreas, ich muß sagen, rechne ich mir gute Erfolge aus, wenn es im Kopf bei Ihm klick macht und ich rechne fast damit, daß er (!!)
    1. hier mitließt
    2. weiß was ich denke
    3. damit häufiger ins Training kommt, und dann einfach an den trechnikschwächen arbeitet und damit ohne witeres Zutun von der bisherigen Nummer 3 locker auf die Nummer 2/1 vorstoßen kann. Denn eigentlich bringt er alles mit.

    Den meisten Spaß habe ich aber mit Phil. Phil ist der B-Jugend Torhüter. Wir sind gerade dabei und üben das rasche Tauchen, weil die Torleute damit koordinationsschwächen haben. Dan üben wir gerade die richtige Flugtechnik des Hechtens, um dann auch Ablenken und das Übergreifen später abhandeln zu können.
    Er ist ruhig, besonnen und ein hervorragender Techniker, er hat Dynamik, Motorik und Kraft.
    Hier ist von meiner Seite wenig Arbeit nötig, als nur vorsichtiges Schleifen und Polieren.

    Denn im Wissen um meine eigene Inkompetenz, erachte ich es als meine vordringliche Aufgabe, den Jungs eine Basis zu schaffen, so daß diese ggf. bei einem anderen, besseren Trainer nicht nur mithalten können, sondern die nötigen Grundlagen mitbringen und verinnerlicht haben, damit Ihnen dann ein besseres und höheres Training ebenso viel Spaß macht und auch Erfolge verzeichnet.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Zitat Zitat von Steffen
    Ich tendiere daher bei Mark zu Agility Übungsformen, z.B. das Ballon Spiel:
    Der TW Trainer knüpft an der Latte und den Posten farbige Luftballon auf. Der Torwart geht in Grundstellung im tor und erwartet den Schuß des Trainers, den er pariert. Er bekommt dabei fast gleichzeitig einen Luftballon genannt, z.B. "Grün links". Er muß daher den Ball halten und dann so rasch es geht eine Technik zum Ballon anwenden. Er wechselt in Grundstellung in Tormitte und das Spiel geht von neuem los.
    Macht man es richtig, sind es zwei rasch hintereinander folgende TW-Techniken, meist im Sprung. So werden Wahrnehmung (Luftballon) und Planung (Luftballon erfassen - Technik dahin - Reaktion auf dne Schuß- Torwarttechnik) miteinadner verknüpft und die TW-Technikern verinnerlicht. Denn die eine Sache, die Parade des Schusses muß der Torhüter eher unbewußt machen, die Technik zum Ballon eher gezielt und gesteuert, so daß hier Unterbewußtsein und bewußte Kontrolle verschmelzen.
    Ja, moin!
    Du bist ja mal n Pro! So eine gezielte und aufwändige Vorbereitung hab ich noch nicht erlebt.
    Da muss man den Hut ziehen. *Hut ab*
    Ich werde einige Gelder im Verein los machen, um Dich für uns einzukaufen...
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  4. #4
    Freizeitkeeper Avatar von FcUnionEntrup
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    hört sich schon ziemlich gut an ....

    aber wenn wir gerade beim thema sind,hab 2 c-jugendliche ab sommer b-jugendliche hüter unter mir...

    der eine groß,bischen unkoordiniert aber gut...der andere klein ich sag mal so...einen schlechten BMI hat er auch.... mein problem ist momentan, das die beiden große schwächen haben was das tauchen angeht... hab schon vieles versucht über falltechnik angesetzet doppelübungen. es klappt aber nicht....

    gibt es vll ne übung die euch einfällt was diesen schritt irgendwie erleichtert?
    ich mache die übungen scho nseit naja knapp 8 wochen... und die erfolgserlebnisse sind leider nur minimal ausgefallen...ich denke den jungs macht es bald nicht mehr spaß das zu üben....

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Standard Tauchen

    Erst einmal:
    Beschreibung der Technik Tauchen.
    Bei einem Schuß flach, schnell auf die linke Seite des Torwarts muß der Torwart sofort das linke Bein entlasten und es seitlich vor dem rechten Standbein vorbei führen, am Besten schwingen. Er knickt dabei zeitgleich im rechten Knie ein, so daß das Gesäss rasch zu Boden geht.
    Da der linke Stand weggebrochen ist, fällt der Oberkörper automatisch nach links wenn das Gesäss den Boden fast berührt.
    Der Torwart nimmt die Hände leicht nach vorn, fängt den Ball im Korbgriff ab und presst diesen fest an seinen Bauch und sichert mit dem rechten Bein, welches nun entlastet ist. Der Torwart schwingt dieses Bein aufgrund des Bewegungsmomentes nach oben und links, rollt damit über die Links Schulter in den tiefen Umarmungsgriff mit dem Kopf zum Tor.

    Häufigste Fehler, für obiges Beispiel der Technik nach links:
    - Der Torwart entlastet das linke Bein, beugt aber das rechte Knie nicht, sondern plumpst zu Boden!
    - Der Torwart führt das linke Bein nicht weit genug vor dem rechten Bein zu Seite und kippt förmlich um wie eine Bahnschranke
    - Der Torwart bringt das Gesäss nicht schnell genug zu Boden und ist daher zu langsam

    Essentielle Punkte: Das Gesäss muß so rasch als möglich zu Boden gelangen.... Dies bestimmt die Geschwindigkeit und das Tempo. Je mehr vertrauen der Torwart darin bekommt, und die Beugung im Knie zuläßt, umso rascher gelangt er zu Boden und umso rascher die Erkenntnis das es nicht weh tut.

    Es muß im Training wert darauf gelegt werden, daß die Entlastung und das Schwingen des Beines sicher erfolgt, und das eben das Gesäss schnell genug zu Boden kommt. Alles andere geht automatisch.


    Wie übt man dies?
    Der Torwart muß zuerst lernen rasch in die Hocke zu gehen und sich dann rückwärts fallen zu lassen.
    Anstelle rückwärts fällt der Torwart nun zur Seite
    Nun nicht mit beiden Beinen in die Hocke zum Fall auf den Rücken/Körperseite, sondern ein Bein nach vorn strecken.
    Dann Bein zur Seite strecken....
    und zum Schluß eben auf einen liegenden Ball fallen und greifen.


    Dann gerollte Bälle und dann Schüsse mit steigender Intensität.

    Spielform: der Torwart muß zwei Hütchentore links und rechts neben sich hüten. Diese stehen im abstand von nur knapp 50 cm und sind nur knapp 50 cm bis einen Meter breit....
    Ein nicht festgehaltener Ball kostet einen Lebenspunkt, eine Fußabwehr kostet 5 Lebenspunkte, jedes Tor kostet 2 Lebenspunkte.... Wer hält mit 15/10/5 Punkten am längsten durch?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Gestern war ja wieder Torwarttraining und ich hatte das Vergnügen mit Andreas (Mark war nicht da, er wurde 18 Jahre alt, auch von hier aus "Herzlichen Glückwunsch" und "Häppibörs-däi") und einem C-Jugend Keeper.
    Nach dem allgemeinen Aufwärmen, wir haben nicht viel Aufwärmen gemacht, Andreas hat Donenrstag ein Spiel, da darf man nicht bollern und kann daher auch beim Aufwärmen auch lockerer sein, wenn das Training weniger stressig wird. Der C-Jugend Keeper hingegen war schon aufgewärmt und so konnte ich mit Ihm rasch ein paar Kräftigungsübungen machen:
    Er hält einen 5 kg Medizinball und ich werfe einen 3 Kilo Medizinball Ihm zu, den er dann mit seinem Medizinball während der aufwärtsbewegung eines Sit-Up zurück schlägt. Davon haben wir 15 Stück gemacht, man sollte es nicht übertreiben.
    Dann sind wir locker zur Wadenpresse gegangen, eine Stufe. Ich stehe so, daß er sich aufrecht an mir halten kann und nur mit den Fußspitzen auf der Stufe steht. Nun läßt er die Waden locker, sinkt somit ab und deht diese aufgrund seines Körpergewichtes 'voll passiv', dann drückt er sich auf die Zehenspitzen hoch, senkt sich wieder, usw.
    Haben wir auch 15 Stück gemacht.
    Da Andreas ja eine leichte schwäche mit flachen Bällen seitlich hatte, haben wir die Technik des Werfen analysiert und geübt. Dabei das richtige Fallen uns angesehen und versucht. Der C-Jugend Torwart stützte förmlich zur Seite und fiel so hart auf Brustkorp/Rippen und Schulter, wobei die Gefahr bestand, auf dne Ellenbogen zu fallen, weil er versuchte sich abzustützen.
    So sind wir auf die Technik eingegangen, haben uns die Bewegung angesehen und dann geübt, insbesondere das das Gesäss rasch zu Boden geht, seitlich neben dem Fuß den boden berührt und damit automatisch das Fallen zur Seite einleitet, ein natürlicher Bewegungsablauf, ergonomisch und völlig rund. Es ist eine schnelle und einfache Bewegung.
    Dies haben wir dann unter einer Hürde hindurch probiert, um das Absenken der Hüfte auch für unsere Augen verständlich zu machen.
    Dann haben wir uns die Distanz angesehen und mit einem Hütchen die Distanz markiert.
    Dann sind wir auf das Werfen über gegangen, wo man das Bein auf der Seite auf die man fällt nicht mehr oder minder antlastet, sondern im Moment wo das Geäss tief kommt und der Körper zu kippen beginnt, kräftig in Richtung Ball durchdrückt. Eine Reichweitenverlängerung von gut einem Meter ist so möglich, so daß auch entfernte flache Bälle in einer natürlichen, schnellen Bewegung flach gehaltn wrden können und die von Andreas benutze Technik des Hechtens abgelöst werden muß/soll. Denn die hohe Bogenflugbahn braucht zuviel Zeit, was wir ebenfalls probiert haben.
    Wir haben dann diese Technik ein wenig gedrillt, und auch mal mit geschlossenen Augen versucht und es funktioniert, wenn man sich allein auf die Technik konzentriert und die Bahn des Balles kennt.
    Da nun die Zeit verronnen war, habe ich das Training im Jugendbereich geschlossen. Sicherlich war es gut, denn der Jugendtorwart war schon leicht ermüdet und für andreas wollte und durfte ich es nicht übertreiben.
    Hier reichten die 45 Minuten effektiv aus.
    Das Aufwärmen der und Kräftigen der Oberschenken kam durch das beständige abhocken und wieder aufstehen von ganz alleine und ohne das es die Torleute als Belastend empfunden haben.

    Bei der 1. Mannschaft war ein neuer Torewart da, der bei meinen ehem. Torwarttrainer gelernt hatte. Wir haben beim Dehnen ein wenig über alte Zeiten geplauscht und dann auf die Schnelle zwei Übungen gemacht, denn für mehr war keine Zeit. Die 1. Mannschaft ist in Relegation um den Klassenerhalt und der Trainer wollte somit für den Donnerstag wo das zweite spiel angesetzt ist, ein wenig gezielt trainieren.
    So haben wir nur rasch Doppelballübungen gemacht, und damit das Werfen intensiviert. Dies geschah, nachdem ich meinen torhütern im Sitzen rasch die Bälle links und rechts geworfen hatte, um einfach hier den Rumpfbereich zu lockern, denn erwärmen ist das nicht....
    Doppelballübungen sind sehr effektiv, stressen den Torwart aber körperlich maximal.
    Leider zeigt e unser Neuer ein paar Schwächen, so daß ich zur Reiehübung, von mir "Power Joint" genannt (weil es so reinpfeift) über gegangen bin:
    Man legt sich ca. 10-15 Bälle in ungefähr 3 Meter Abstand zum Tor in eine Reihe. Nun schießt man die Bälle locker flach in die Ecke, abwechselnd. Der Torwart muß diese halten und immer wieder rasch aufstehen.
    Das mißlang dem Neuen gründlich, er kan nicht mehr zum Aufstehen und damit auch nicht mehr in die Ecken.
    Also haben wir die Technik des Werfens analysiert und dabei das Abrollen zum Aufstehen uns angesehen. Dies läßt sich mit der Reihenübung am Besten trainieren, und mein 1. Mannschaftstorwart Marco hat es mal vorgemacht, vielleicht nicht so gut und schnell wie sonst, aber der Neue hat sofort begriffen, wo die Vorteile liegen. Er verscuhte es und siehe da:
    Er war rasch am Boden, rasch wieder auf dne Beinen und kam so endlich schnell und sicher in die hinterste Ecke, weil er flott auf den Beinen war und wieder flott laufen konnte. Die Dynamik der Übung ist gigantsich.
    Nachdem er wieder japsen konnte, brummte er etwas von wegen mal was anderes machen.. eigentlich wollte ich es gut sein lassen, aber bitte: Doppelballübung. Torwart in der Hocke in der mitte vom Tor. Der eine Ball flach, der zweite sobald er fast wiedr steht in die andere Ecke hoch!
    Hier muß sich die eben erlernte Aufstehtechnik bewähren.... Ganz gut, aber man merkte auch: Die Kondition war schon angegriffen, die Pausen zu gering, der kam nicht mehr an die hohen Bälle hin.... aber er wußte nun worum es geht....
    mit einem Grinsen sind wir alle drei dann auf den Rasen zum Spiel gegangen....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  7. #7
    Torwarttalent Avatar von Mr.Vogel
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    hallo steffen und die anderen

    ich habe mal ein paar fragen...
    in welcher liga spielen deine jugend spieler kann sein das ich das vllt überlesen hab aber das würde mich interessieren.


    so nun zu meinen eigentlichen fragen...

    ich bin seit kurzen Tw-Trainer von einer talentiereten b-jugend mannschaft mit 3 torwärten

    2davon sind richtig stark und machen den platzu im tor unter nsich aus...
    der andere ist sicherlich nicht schlecht aber es reicht leider nicht ganz,ist aber immer im training und sehr angagiert..
    so nun wollte ich vllt mal ein paar tipps wie ich ihm trotzdem die freude und motivation am fussball bewahren kann weil er wirklich ein sehr netter junger mann ist der mit etwas förderung und dem richtigen training sich noch deutlich verbessern kann...
    damit ihr wisst wo ich die schwächen der einzelnen keeper sehn mach ich mal ne kleine liste und würde mich über übungs tipps die genau diese schwächen betreffen sehr freuen.

    Jan: (Einer der beiden die ich als sehr stark sehe)

    Seine schwächen liegen im herauslaufen und abfangen von flanken sowie die konzentrations fähigkeit und das raus holen des ES in spielen

    Nick: (der andere)

    Seine schwächen liegen im 1:1 und bei flachen aufsetzern und flachen bällen alg.

    claudio: (der den ich oben schon etwas beschrieben hatte)

    bei ihm liegen die schwach punkte in der sprungkraft und damit den flug paraden ,abstößen(das hab ich auch aber hab da ja schon tipps von steffen bekommen danke nochmal ) und er hatt auch nciht das nötige selbstvertrauen...zieht öfter zurück und traút sich oft nicht bei flanken raus zu laufen



    so das wären sie bin auch über jeden allgemeinen tipp froh da ich ja noch ein ziemlicher neuling bin i9m trainer bereich
    vielen dank schon mal

    mfg
    Vogel
    Geändert von Mr.Vogel (06.06.2007 um 11:06 Uhr)
    Kämpfe!!Es gibt nur einen Platz für dich!mit der Nr.1 auf dem rücken zwischen den pfosten!

  8. #8
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Steffen,

    bei diesen Trainingseinheiten schlägt mein Herz schon schneller, wenn ich bloss die Beschreibung lese. Einfach herrlich, wenn die Bälle so nebeneinander liegen und nacheinander in die Ecken kommen. Man schnauft anschliessend zwar wie eine alte Dampflokomotive, aber das kurzzeitige Gefühl des "ausgepowert seins" ist einfach herrlich.

    Ich kann sowohl die Power Joints, als auch die "Tief-Hoch-Doppelübung" jedem nur empfehlen; beide Übungen sind fester Bestandteil bei unserem Torwarttraining. Ich verändere lediglich die Intensität in Abhängigkeit vom Gesamttrainingsplan, schliesslich muss ich darauf achten, die Torleute nicht zu überlasten. Die Power Joints, variiere ich manchmal ab, indem ich den Torwart zwischen den Bällen - auf Zuruf - seitlich zu einem Pfosten und wieder in die Tormitte laufen lasse. Damit zwinge ich den Torwart zu zusätzlicher Aufmerksamkeit und brunge die Sidesteps mit in den Bewegungsablauf ein.

    Was mich interessieren würde, ist die Frage, inwieweit du vor einem Trainingsspiel, deine Torleute müde machst. Das Problem ist doch dabei folgendes. Haben die Torleute sehr hart trainiert, gehen sie oft müde und unkonzentriert in so ein Trainingsspiel, da sie aufgrund ihres körperlichen Zustandes die mentale Spannung nicht mehr optimal halten können; somit steigt die Gefahr von Verletzungen und Fehlgriffen, mit all den Folgen, die solche Fehlgriffe für die Psyche des Torwarts, aber auch der gesamten Mannschaft haben kann. Ich mache meine Torleute im Seniorenbereich, sowie meinen engagierten A-Jugend-Torwart nur dann richtig müde, wenn anschliessend kein Trainingsspiel geplant ist (normalerweise 1/Woche), passe bei den anderen Trainings dafür aber umso mehr auf, dass die Jungs noch genug Physis besitzen, um bei einem anschliessendem Trainingsspiel, eine vernünftige Leistung bieten zu können.

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