Gestern war ja wieder Torwarttraining und ich hatte das Vergnügen mit Andreas (Mark war nicht da, er wurde 18 Jahre alt, auch von hier aus "Herzlichen Glückwunsch" und "Häppibörs-däi") und einem C-Jugend Keeper.
Nach dem allgemeinen Aufwärmen, wir haben nicht viel Aufwärmen gemacht, Andreas hat Donenrstag ein Spiel, da darf man nicht bollern und kann daher auch beim Aufwärmen auch lockerer sein, wenn das Training weniger stressig wird. Der C-Jugend Keeper hingegen war schon aufgewärmt und so konnte ich mit Ihm rasch ein paar Kräftigungsübungen machen:
Er hält einen 5 kg Medizinball und ich werfe einen 3 Kilo Medizinball Ihm zu, den er dann mit seinem Medizinball während der aufwärtsbewegung eines Sit-Up zurück schlägt. Davon haben wir 15 Stück gemacht, man sollte es nicht übertreiben.
Dann sind wir locker zur Wadenpresse gegangen, eine Stufe. Ich stehe so, daß er sich aufrecht an mir halten kann und nur mit den Fußspitzen auf der Stufe steht. Nun läßt er die Waden locker, sinkt somit ab und deht diese aufgrund seines Körpergewichtes 'voll passiv', dann drückt er sich auf die Zehenspitzen hoch, senkt sich wieder, usw.
Haben wir auch 15 Stück gemacht.
Da Andreas ja eine leichte schwäche mit flachen Bällen seitlich hatte, haben wir die Technik des Werfen analysiert und geübt. Dabei das richtige Fallen uns angesehen und versucht. Der C-Jugend Torwart stützte förmlich zur Seite und fiel so hart auf Brustkorp/Rippen und Schulter, wobei die Gefahr bestand, auf dne Ellenbogen zu fallen, weil er versuchte sich abzustützen.
So sind wir auf die Technik eingegangen, haben uns die Bewegung angesehen und dann geübt, insbesondere das das Gesäss rasch zu Boden geht, seitlich neben dem Fuß den boden berührt und damit automatisch das Fallen zur Seite einleitet, ein natürlicher Bewegungsablauf, ergonomisch und völlig rund. Es ist eine schnelle und einfache Bewegung.
Dies haben wir dann unter einer Hürde hindurch probiert, um das Absenken der Hüfte auch für unsere Augen verständlich zu machen.
Dann haben wir uns die Distanz angesehen und mit einem Hütchen die Distanz markiert.
Dann sind wir auf das Werfen über gegangen, wo man das Bein auf der Seite auf die man fällt nicht mehr oder minder antlastet, sondern im Moment wo das Geäss tief kommt und der Körper zu kippen beginnt, kräftig in Richtung Ball durchdrückt. Eine Reichweitenverlängerung von gut einem Meter ist so möglich, so daß auch entfernte flache Bälle in einer natürlichen, schnellen Bewegung flach gehaltn wrden können und die von Andreas benutze Technik des Hechtens abgelöst werden muß/soll. Denn die hohe Bogenflugbahn braucht zuviel Zeit, was wir ebenfalls probiert haben.
Wir haben dann diese Technik ein wenig gedrillt, und auch mal mit geschlossenen Augen versucht und es funktioniert, wenn man sich allein auf die Technik konzentriert und die Bahn des Balles kennt.
Da nun die Zeit verronnen war, habe ich das Training im Jugendbereich geschlossen. Sicherlich war es gut, denn der Jugendtorwart war schon leicht ermüdet und für andreas wollte und durfte ich es nicht übertreiben.
Hier reichten die 45 Minuten effektiv aus.
Das Aufwärmen der und Kräftigen der Oberschenken kam durch das beständige abhocken und wieder aufstehen von ganz alleine und ohne das es die Torleute als Belastend empfunden haben.

Bei der 1. Mannschaft war ein neuer Torewart da, der bei meinen ehem. Torwarttrainer gelernt hatte. Wir haben beim Dehnen ein wenig über alte Zeiten geplauscht und dann auf die Schnelle zwei Übungen gemacht, denn für mehr war keine Zeit. Die 1. Mannschaft ist in Relegation um den Klassenerhalt und der Trainer wollte somit für den Donnerstag wo das zweite spiel angesetzt ist, ein wenig gezielt trainieren.
So haben wir nur rasch Doppelballübungen gemacht, und damit das Werfen intensiviert. Dies geschah, nachdem ich meinen torhütern im Sitzen rasch die Bälle links und rechts geworfen hatte, um einfach hier den Rumpfbereich zu lockern, denn erwärmen ist das nicht....
Doppelballübungen sind sehr effektiv, stressen den Torwart aber körperlich maximal.
Leider zeigt e unser Neuer ein paar Schwächen, so daß ich zur Reiehübung, von mir "Power Joint" genannt (weil es so reinpfeift) über gegangen bin:
Man legt sich ca. 10-15 Bälle in ungefähr 3 Meter Abstand zum Tor in eine Reihe. Nun schießt man die Bälle locker flach in die Ecke, abwechselnd. Der Torwart muß diese halten und immer wieder rasch aufstehen.
Das mißlang dem Neuen gründlich, er kan nicht mehr zum Aufstehen und damit auch nicht mehr in die Ecken.
Also haben wir die Technik des Werfens analysiert und dabei das Abrollen zum Aufstehen uns angesehen. Dies läßt sich mit der Reihenübung am Besten trainieren, und mein 1. Mannschaftstorwart Marco hat es mal vorgemacht, vielleicht nicht so gut und schnell wie sonst, aber der Neue hat sofort begriffen, wo die Vorteile liegen. Er verscuhte es und siehe da:
Er war rasch am Boden, rasch wieder auf dne Beinen und kam so endlich schnell und sicher in die hinterste Ecke, weil er flott auf den Beinen war und wieder flott laufen konnte. Die Dynamik der Übung ist gigantsich.
Nachdem er wieder japsen konnte, brummte er etwas von wegen mal was anderes machen.. eigentlich wollte ich es gut sein lassen, aber bitte: Doppelballübung. Torwart in der Hocke in der mitte vom Tor. Der eine Ball flach, der zweite sobald er fast wiedr steht in die andere Ecke hoch!
Hier muß sich die eben erlernte Aufstehtechnik bewähren.... Ganz gut, aber man merkte auch: Die Kondition war schon angegriffen, die Pausen zu gering, der kam nicht mehr an die hohen Bälle hin.... aber er wußte nun worum es geht....
mit einem Grinsen sind wir alle drei dann auf den Rasen zum Spiel gegangen....