Dem kann ich nur beipflichten. Ich hatte das Glück am Samsatag im Stadion gewesen sein zu dürfen und muss sagen, Thomas Kraft hat mich schon beeindruckt. Wie er mit gerade einmal einer Hand voll Bundesligaspielen agiert, erinnert schon sehr an einen erfahrenen Torwart. Was man super erkennen kann wenn man ihn live sieht ist, dass er sowohl Kahn als auch Rensing eine Sache merklich voraus hat: Er ist ein super Fussballer! Ich weiß nicht inwieweit man es in den Zusammenfassungen sehen konnte, aber er musste gefühlte 30 Rückpässe verarbeiten, welche zum Teil mehr als schlampig gespielt wurden, und das tat er sehr gut und vor allem souverän. Auffällig auch, ca 95 Prozent seiner Abschläge und Zuspiele kommen genau zum Mann. Das er bei hohen Bällen unsicher wirkt kann ich auch nicht bestätigen, da er alle Flanken ohne Wackler abgefangen oder aus dem Gefahrenbereich geboxt hat.
Bei seinen Mansschaftskollegen hat er anscheinend große Akzeptanz, denn wenn er sehr lautstark Anweisungen gab, wurden die sofort umgesetzt. Die Szene kurz vor Schluss denk ich muss man nicht weiter kommentieren. Das macht er klasse gegen Ryan Babel, gerade im Hinblick darauf , dass er das ziemlich aus der kalten Hose tun musste.
Denke alles in allem kann man sagen, dass er bessere Chancen als Rensing hat sich durchzusetzen, da er einfach auch viel abgeklärter wirkt und eine wahsinnige
Ruhe ausstrahlt. Rücksschläge werden sicher nicht ausbleiben, was völlig normal ist für einen jungen Keeper (die hatten Neuer und Casillas auch und wo sind die heute?), nur hoffe ich für ihn, dass die Bayern diesmal einem jungen Keeper die Stange halten.





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), sich dieser natürlichen Reaktion, sich zurückzunehmen, zu widersetzen, um seine Grenzen immer weiter zu ziehen? Und hat Bayern den langen Atem, einen jungen Mann dabei zu unterstützen? Haben die erfolgsverwöhnten Anhänger, die jetzt noch Kraft die Stange halten, ihren Opportunismus abgelegt, der aus Rensing binnen Monaten vom (überschätzten) Anwärter auf die N11 einen Fliegenfänger gemacht hat? Nichts gegen Kahn, aber die Vergleiche hinken. Denn der hatte es - bei aller Klasse - letztlich leichter, sich konzentriert auf das klassische Torwartspiel punktuell zu einem Weltklassetorwart zu entwickeln. Da fiel es (auch aufgrund extrem starker Innenverteidiger) nicht auf, wenn er auf der Linie blieb, Sicherheitspässe spielte oder die Dinger lang nach vorn ballerte. An heutigen Anforderungen gemessen muss ein Kraft weitaus mehr investieren, um überall Spitze zu werden. Frei nach dem Motto: "Drum stürme nach vorn, wenn Engel furchtsam weichen."
