Grundsätzlich gilt: Verletzen kann man sich immer, ob mit oder ohne Einwirkung eines Gegenspielers. Das wissen wir alle, aber für manch einen ist das ein Problem, was aber nicht bedeutet, dass der eine ein Weichei und der andere ein harter Hund ist.
Der Unterschied liegt in der psychologischen Gewichtung der Risiken bzw. der gefühlten Wahrnehmung des Einzelnen.
Die Frage ist aber, wie wird man diese Verletzungsangst los? Zunächst sollte man sich bewusst machen, wie hoch das Risiko wirklich ist. Wird bei jedem Spiel ein Torwart verletzt vom Feld getragen oder sind das Einzelfälle? Es kommt vor, leider ja, aber selten - sehr selten sogar. Was kann ich tun, um das Risiko zu minimieren? Da wäre zuerst das richtige Training. Der Schutz des Torhüters besteht aus körperlicher Fitness, sicherer Technik und gutem Timing. Je ausgeprägter diese Fähigkeiten sind, umso geringer ist das Verletzungsrisiko - mit und ohne Gegnereinwirkung. Macht man sich dies bewusst, steigt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Angst wird geringer bzw. tritt soweit in den Hintergrund, dass sie keinerlei Einfluss auf unser Spielverhalten hat.

Geh also hin und trainiere das richtige Verhalten. Geh schrittweise im Training vor, indem du gezielt mit langsamen Situationen die Sicherheit bekommst und steigere dann das Tempo. Irgendwann kommt dann die Situation, wo du im Spiel alles vergesst und nur noch ein Ziel dein Handeln bestimmt - der Ball.