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Thema: Der mitspielende Torwart

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hallo Paulianer,
    beleuchten wir das doch mal von anderer Seite:
    Einer deiner Abwehrspieler bekommt den Ball per Rückgabe, der Stürmer, nur ca. 3-4 Meter entfernt geht ins Forechecking und damit auf den Abwehrspieler drauf... beim Versuch den Ball nun auf die andere Seite zu geben, spitzelt der Stürmer diesem den Ball weg und geht nun 1 gegen 1 auf dich zu....

    Frage: Wäre es nicht besser gewesen, wenn der Abwehrspieler den Ball geschlagen hätte?


    Denke, die Antwort findet jeder für sich selbst.
    Punkt ist Pauliner, hinter Dir ist niemand mehr, der ggf. für einen Fehler klärend eingreifen kann. Du bist Schlußmann, die letzte Laterne am Wagen, die letzte Sicherheit.... nach Dir kommt nur Tor.
    Daher: WEnn es so eng ist und vier Meter sind eng, dann
    1. spielt man en Ball nicht zum Torhüter zurück und verlagert so die Bedrängnis auf diese Position
    2. kann man nicht erwarten, das dieser in so einer Situation dann einen perfekten Spielaufbau beginnt
    3. sollte man als Spieler sich sofort wieder anbieten um ggf. durch den Doppelpass mit em Torwart die Freiheit zu bekommen, den Ball zurück zu bekommen und den Seitenwechsel einzuleiten


    Zum Üben dieser Dinge, Paulianer, spielt man eben ein "Eckchen", ich glaube du kennst es als "Gammeleck", andere als "Zaubereckchen" oder einfach "4 gegen 1" oder "4 gegen 2" oder "5 gegen 2"....
    Denn hier ist das Viereck nur 10 mal 10 Meter höchstens groß und da man beim 4 gegen 2 nur einen Ballkontakt hat, muß man schnell und präzise passen und die 2 Jungens in der Ecke müssen schon kräftig aufspielen.
    Hier lernt man solche Sachen und muß es üben, üben, üben.

    Ich verlange nicht von einem Torwart, daß er beim herannahendem Stürmer ein Törtchen zieht, also einen Übersteiger oder ähnliches macht, um den Stürmer "aussteigen" zu lassen und dann locker den Ball verteilt... Sorry, daß sieht man nicht mal in der Bundesliga.
    Aber ein Torhüter sollte in der Lage sein, bei herannahendem Stürmer einen Rückpass entweder zum freistehenden Spieler über 10 Meter präzise zu passen, oder mit dem Passgeber einen Doppelpass zu spielen, oder denn Ball unter Druck sicher weg zu schlagen.
    Denn 2 3 Meter Distanz, das ist zu nahe für eine Ballkontrolle und Verteilungsaktion. Zwei Meter sind 2,5 schnelle Schritte und nicht mal 2 Sekunden....
    Schnapper, aber ich glaube, so flott bist nicht mal Du und das halte ich dan, sorry, doch für ein zu großes Risiko. Ist nett, daß Du angespielt wurdest, Paulianer, doch da tuste Dir keinen Gefallen mit.
    Probier das mal im "Gammeleck" und Du wirst sehen: 2 Meter ist ein Augenblinzeln.... das wird also mit Seitenwechsel schon schwer....
    Daher, bringe Dich ruhig weiter ins Spiel ein, aber solche "intelligenten" Aktionen mach nur dann, wenn es wirklich geht und die Zeit dafür ist.

    Es ist schwer, doch beim Rückpass auf den Torwart muß sich auch die Mannschaft bewegen, sprich der Passgeber muß sich befreien un wieder anspielbar sein, gleichzeitig muß ein zweiter Mann direkt schon kommen und den Ball fordern, so daß der Torwart auf kurzer Distanz rasch einen Pass spielen kann.... Der Stürmer befindet sich dann in einem Dreick aus Spieler, läuft einen zu, kann aber nicht beide Anspielstationen ausschalten und wird so "ausgespielt"... Versagt dieses Dreieck, indem es nicht vorhanden ist, zu groß ist, oder keine Bewegung beinhaltet, schlägt der Torwart den Ball.
    Sicherheit geht dann vor, und wenn das einer kritisiert, lächeln und weiter machen.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Wenn der Abwehrspieler den Rückpass erst spielt, wenn es schon zu spät ist, dann musst du diesen auch mal darauf ansprechen Pauli.
    Ansonsten hat Steffen Recht. Versuche deine fussballerischen Fähigkeiten im Eckchen zu verbessern. Das ist eine sehr gute Sache.
    Ich spiele sehr gerne in der Ecke mit, denn es macht richtig Laune.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  3. #3
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    @Pauli: Ich glaube bei diesem Problem spielt auch Erfahrung eine ganz wichtige Rolle, der Punkt ist du musst selber für dich wissen, wann du angespielt werden kannst, dann musst du dir sicher sein den Ball auch gut verarbeiten zu können.
    Sich nur anbieten dass man halt den Ball bekommt nutzt recht wenig, da du ihn zu 75% eh nur wegschlagen wirst, was der Verteidiger gleich gut tun kann.

    Versuch doch mal z.B. wenn ein langer Ball kommt und keine Stürmer dich bedrängt, aber der Ball dennoch fest kommt ( ein fester pass eben ) den mal mit den Füßen zu verarbeiten, so dass du nicht gleich die Hände nimmst. ( Übrigens hilfreich wenn man im Spiel sich eeeeetwas Zeit lassen möchte ).
    Anschließend ( oder besser schon kurz davor ) musst du eigentlich nur noch darauf achten ob die Verteidiger sich brav auf den Seiten anbieten und flach hinauspassen. Der Vorteil ist ganz klar, dass du im Notfall immer noch schnell denn Ball mit den Händen aufnehmen kannst!

    Wenn das mal klappt bekommst du schnell ein Gefühl wann du auch mal das Spiel verzögern kannst, und bei genug sicherheit klappt das selbe Spiel auch wenn du Rückpässe verarbeiten willst.

    Taste dich langsam ran, und keine Sorge, mit der Zeit verschwindet das Problem quasi von alleine :-))

  4. #4
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Dazu mal eine Übung:

    Der TW Trainer verteilt einige Hütchen (große) im Strafraum vor dem Tor.

    Jetzt spielt er von der Seite den Torwart an, der den Pass stoppen muß, sich rüber legt und dann zum Trainer zurück spielt.
    Der Trainer fungiert dabei als Passgeber und Annehmer, bewegt sich aber zwischen und vor den Hütchen so daß der Pass zurück präzise durch die Hütchen erfolgen muß.
    Schöner ist es, hat man einen zweiten TW... Der Passt den Torwart an, der nimmt an und spielt zum Trainer, der passt zum zweiten Torwart, der wieder zu Übenden TW usw....
    Das kann man mit Stangen noch verfeinern und dann auch Flanken miteinbauen.... die der Torwart abpflücken soll und dann präzise den Trainer möglichst rasch anspielen soll....

    Problem bei so etwas ist oft die begrenzte Zeit, die man in meiner Liga hat, um TW Training zu machen.
    Da ist es dann gut, wenn der Torwart beim Freistellspiel ohne Tor mitmacht und so sich lern zu bewegen und zu verbessern...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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