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Thema: Training in der Freizeit

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Moin Sina,
    *lachen* Ja.... und Neee!
    Also sicher hast Du Recht, aber nein, nicht ganz verstanden worauf ich rauswill.
    Der Threadsteller wollte sich in der Freitzeit fit machen. Wenn ich etwas gemütlich mache, stellt sich der Trainingseffekt kaum ein, also eher schwerlich. Wenn ich also sage ich mal, am Tag meine 100 Kilomter abreise, werde ich fit, aber eben nicht fitter... Verstehst Du? Ich bleibe stehen. Wenn ich also morgens zur Arbeit mit dem Fahrrad fahre, und dann nach dem Motto: Hauptsache Fahrrad fahren, aber mich dann auf dem Ding bewege, daß die Schnecke im Rückwärtsgang den Blinker links setzt und zum Überholen ansetzt, sorry Sina, dann wirste nicht fit.
    Das wäre dann wie die Behauptung eines Trainers, das 20 Minuten stupide Bälle auf die Hütte blasen den Torwart genug trainiert und fit macht.
    Schau mal, wenn nun jemand ins Schwimmbad geht, und 1 Stunde müde im Wasser paddelt, dann tut er wenigstens etwas, aber als zusätzliches Training ist das zu gebrauchen, wie Tortenwettessen bei Bäcker Huber.
    Beim Klettern ebenso. Wenn man sich nun mit Kalle Klößchen trifft, und dann einen 7er steigt, oben angekommen jubelt, zwar völlig runter ist und dann in die Kneipe geht und den Erfolg feiert, ist das zwar ein Anfang, wenn man aber immer so verfährt, kannt man bald die Route, die Griffe, aber es tritt keine Verbesserung für die Muskulatur und Koordination ein.
    Weißte gerade beim Klettern verlange ich gar nicht, daß jemand einen 8+ oder mehr steigt, denn hier ändern sich nicht allein die komplexität der Routen, nein, es ändern sich Griffe und Steige. Das Bedeutet das man oft nur noch zwei Finger auf den Griff bekommt oder von unten greifen muß, um sich zu halten und das kann Klettern wirklich extrem schwer machen.
    Aber Sina, wenn ich beim 7er bleibe, wo die Griffe im Rahmen sind, daß es noch Spassig ist, aber meine Route einmal steige und dann gehe, dann werde ich hier auch nicht besser. Sondern man muß schon anständig was tun, also ruhig seine 'Hausroute' dann auf Zeit steigen und die Muskulatur an die Grenzen führen.
    Sonst ist das kein zusätzliches Training, sondern sonst ist das Freizeitbeschäftigung gegen Langeweile.

    Hier geht es aber um zusätzliches Training. Und wenn Du da etwas machen möchtest, mach es mit Anspruch, aber nicht nur um überhaupt etwas zu machen.
    Man belügt sich selbst....

    Und beim Schwimmen, um das mal auszuführen: Viele Schwimmen heute kaum mehr mal als 400-500 Meter, dann ist Ende. Schwimmen ist aber ein astreiner Konditionssport. Nun muß man sich die Technik mal verinnerlichen und dann auch loslegen! Es nutzt nichts, 100 Meter zu machen, und dann zu meinen, man sei der Held. Meine Frau hat mich diesbezüglich als ehem. Leistungsschwimmerin immer beraten und wir sind früher viel Schwimmen gewesen. Es dauert zwar einige Zeit, bis man die 2000 m schafft, aber es geht. Ich verlange nicht, daß man es sofort schaffen soll oder muß, aber man sollte den Anspruch an sich stellen, sich ein Ziel setzen. Habe ich ein normales Becken sind 2000 Meter 80 Bahnen. Das ist eine Menge Holz, aber es ist zu schaffen. Wenn ioch obiges Programm durchziehe, dann war ich 2 Stunden im Wasser (!!), sicherlich sehr viel. Aber ich habe eben was gemacht, und das dann für mein Ziel, den Torwart-Sport, nebenher trainiert zu haben.

    Denn Laschie... überleg mal: Oliv Kalm geht ins MacPump. Dort nimmt er sich die beiden 2 Kilo Hanteln und macht ein paar Übungen. Er macht das locker, immer und immer wieder. Gleiches Tempo, gleiche Anzahl. Seinen Mannschaftskameraden erzählt er, er macht sich dreimal pro Woche im Fitnessstudio mit Hanteltraining fit.... Und jetzt Sina sei ehrlich:
    Glaubst du wirklich, daß das dann fit macht?
    Sicher belastet es die Muskulatr, aber dann kann ich auch sagen, daß ich von einer Stunde Spazieren gehen Muskel- und Konditinsaufbau bekomme.
    Und Sina: Jeder kann tun und lassen, was Ihm gefällt, doch wenn er etwas für seine Sport und für ein Leistungplus nebenher machen möchte, dann bleibt nichts anders, auch dann muß ich das Nebenher mit dem Anspruch betreiben, daß es mich belastet. Anders belastet, denn das will ich ja ereichen, aber ich darf eben nicht locker und lässig sein. Hier muß der anspruch einfach passen, darf Schweiß fließen und sich Belastung und Ermüdung einstellen. Sonst bringt es nicht -> Wir belügen uns selbst.

    Zu deinem Fahrrad Beispiel: Klar, wenn ich 20 Kilomter strack leicht bergauf mit 20 km/h fahre, reicht auch das
    Aber Sina, 2 Kilomter bergauf schieben oder langsam fahren um dann 8 Kilometer lässig mit 20 km/h bergab zu rollen, dann mache ich doch was falsch... oder?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    @ Steffen
    Steffen, sicher hast du mal wieder recht, was vernünftiges, ergebnisorientiertes Selbsttraining angeht. All deine Vorschläge machen ganz sicher Sinn und helfen weiter. Allerdings vermisse ich eins bei deinen Ausführungen - die Ruhephasen. Ich denke, dass dieser Punkt bei unserem Threadsteller nicht übersehen werden sollte. Zusätzliches Training in Eigenregie ist grundsätzlich sicherlich kein Fehler, aber gerade wer nach einer längeren Pause wieder anfängt, sollte mit seinen vorhandenen Resourcen auch entsprechend haushalten und nicht nur reinkeulen. Hinzukommt, dass der Threadsteller wohl auch darauf angewiesen ist im Training gut dazustehen, um die Gunst des Tw-Trainers zu gewinnen. (Am Rande bemerkt: Ich verstehe das Verhalten des Tw-Trainers ohnehin nicht ganz, denn seine Aufgabe wäre eigentlich den Threadsteller vernünftig wieder an seine maximal Leistung zu führen, anstatt ihn nur müde zu machen).

    Von daher die Frage an dich, Steffen: Wie siehst du diesen Teil der Problematik?
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Dieses ganze Zusatztraining ist meiner Meinung nach als erstes einmal Kopfsache.
    Inwieweit bin ich bereit mich FREIWILLIG zu quälen.
    Wenn ich für mich selber sage, dass ich etwas erreichen will, dann ist das schon einmal die beste Voraussetzung.
    Wir trainieren mit unserem TW-Trainer 3mal in der Woche morgens um 5:30 im Fitness Studio oder auf dem Platz, dann gehen wir arbeiten und treffen uns Nachmittags 4 mal auf dem Platz.
    Das TRaining morgens ist reine Kopfsache...ich weiss, dass ich dadurch fit werde und deshalb mache ich es...ich weiss, dass es mich weiterbringt und ich evtl. noch eine Liga höher kommen kann...

    Wenn man seinen Körper langsam an diese Belastungen herangeführt hat, sehe ich da kein größeres Problem mehr. Da reichen kurze Regenerationsphasen aus...

    Wenn man aber gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, dann sollte man schon wert auf ausreichende Ruhephasen legen.
    Wenn man zuviel auf einmal macht, dann ist die Gefahr zu hoch, dass man alles hinwirft, da man ausgebrannt ist...
    Egal ob das ganze dann physisch oder Psychisch bedingt ist...
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  4. #4
    torwart.de-Team
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    Was auch recht effektiv ist - allerdings nicht zum fitmachen - ist Tischtennis. Wir haben im Keller eine selbst gebaute Platte, wo ich mit meinem Bruder fast jeden Tag spiele. Für die Reaktion ist das wirklich gut und Spaß macht es auch

  5. #5
    Sina
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    Lieber Steffen, ich habe ja gesagt, ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Wenn das Ziel! der ganzen Sachen die angestreben Angaben sind, dann finde ich das absolut vertretbar, aber glaub mir, mindestens die Hälfte von uns würde beim ersten Versuch, 80 Bahnen zu schwimmen, hoffnungslos untergehen. Nur fand ich es persönlich etwas happig, mit solchen Dingen einzusteigen. Wie schon gesagt, er möchte sich optimal vorbereiten und nicht völlig kaputt machen.
    Ich rede auch nicht davon, "einfach irgendwas zu machen". Das, was man tut, sollte man gewissenhaft machen.
    Und von wegen bergab rollen: Vllt nachher, wnen man sich wieder Richtung Heimat bewegt, aber ich hab hier einige schöne Steigungen in der Nähe und habe es schon oft verflucht, das es da nicht deine 8km lässig bergab geht... :-)

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hallo Sina,
    Du keine Frage, die 80 Bahnen sind eine Sache, wo Du einfach unter gehst.
    Fahre doch mal Fahrrad, wie es Radsportler tun, auch da ist Essig. Gehe Klettern, wie es die Sportkletterer tun, und es wird dein Ende sein.
    Doch der Weg ist das Ziel, sprich ich muß mir ein Ziel setzen.
    Schnapper hat die richtige Signatur. Das ist das ziel im Tor, das bedeutet bei anderen Sachen, die ich mache, habe ich dann zumindest den Anspruch gut zu sein.
    Somit heißt das, was ich zum Schwimmen geschrieben habe, oder zum Radfahren: Das sollte Ziel sein.....

    Aber: Jedem ist es selbst überlassen. Nur das Schlimme finde ich, daß wenn man die Leute in die MuckiBude schickt, diese meistens Übertreiben, und bei anderen Sportarten, dies nicht tun. Warum?
    Ich würde halt erwarten, daß Training in der Freizeit eben den Stellenwert hat, wie das Fußball Training auch. Sonst isses spaß und hat daher mit Training nichts zu tun.

    Strigletti,
    Du hast völlig Recht! Die Ruhephasen sind wichtig, aber was meisnte was ich oft zu hören bekomme, wenn ich sage: Geh morgen ein bissi Schwimmen, dann in die Sauna und entspanne Dich!

    Also habe ich hier mal nicht gesagt: Was willste denn noch Trainieren? Reicht es nicht?
    Sondern habe bewußt mal angesetzt was ich unter zusätzlichem Training verstehe, und warum ich oft denke, daß es nicht wirklich eine gute Idee ist.
    Man neigt einfach zu, viel zuviel zu machen, und das geht auf die Gesundheit. *seufz*
    Aber ganz bewußt habe ich in aller Schärfe mal dargestellt, was Training für mich bedeutet.... und was ich dann darunter verstehe, wenn jemand meint, sein Training reicht nicht und er möchte eben für sich trainieren...
    Denn wenn Training dann richtig...
    Und dann lasse ich mal weg, das man eben nach einem Training auch mal Ruhe einplanen sollte, und diese ganz besonders wichtig ist.



    Wenn ich aber dem Threadsteller einen Rat geben würde, was nicht seiner Frage entspricht:
    Beiß Dich durch. Das ist der schnellste Weg, alles andere bringt es auch nicht
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  7. #7
    torwart.de-Team
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    Hi,
    ich habe in meinem Zimmer einen Boxsack hängen, mit dem man bestimmt auch etwas anfangen könnte, was mir als Torwart hilft.

    Nur was? Einfach gegenhauen wirds ja wohl kaum sein?

    Hat das jemand was für mich?

    Stetti

  8. #8
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    Kopf freikriegen, Aggressionen loswerden Mir würde das schon helfen.
    Farblegende: Moderator | Privatperson

  9. #9
    torwart.de-Team
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    Zitat Zitat von Paulianer
    Kopf freikriegen, Aggressionen loswerden Mir würde das schon helfen.
    Ja, dazu wird er momentan auch benutzt.

    Allerdings dachte ich eher an was in Richtung Muskelaufbau oder Kraftausdauer.

    Einfach drauf los - Boxhandschuhe an und 15 Minuten links, rechts, links, rechts... dagegen hauen?

  10. #10
    Nationale Klasse Avatar von BlackEagLe
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    Why not ?

  11. #11
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Stetti
    Ja, dazu wird er momentan auch benutzt.

    Allerdings dachte ich eher an was in Richtung Muskelaufbau oder Kraftausdauer.

    Einfach drauf los - Boxhandschuhe an und 15 Minuten links, rechts, links, rechts... dagegen hauen?

    Ich weiss jetzt nicht wie fit du bist; dementsprechend verändert sich die Belastungszeit, aber das weisst du ja selbst. Der Rhythmus ist 1 - 3 Minuten Belastung, dann 30 - 45 Sek. Erholung. Das ganze mind. 6 mal wiederholen.

    Versuche nicht unbedingt die Beinarbeit eines Boxers nachzuahmen, wenn du nicht weisst, wie sie genau geht. Nimm die kurzen Schritte und kurze Sidesteps, wie du sie beim Torwartspiel verwendest. Wechsel von Wiederholung zu Wiederholung das Schrittmuster; d. h. bei einer Belastungsphase immer ein Meter zum Boxsack hin - Schlagen, ein Meter zurück, wieder hin - Schlagen. Bei der nächsten Belastungsphase stellst du dich in optimaler Schlagentfernung vom Boxsack auf, dann 3 oder 4 Schritte links, wieder zurück - Schlagen, 3 -4 Schritte nach rechts, wieder zurück - Schlagen. Das ganze natürlich mit hoher Geschwindigkeit. Ist dir das noch zu lasch machst du immer beim Richtungswechsel eine Kniebeuge.
    Immer mit der rechten und der linken zuschlagen (später kannst du auf 4 Schläge erhöhen). Die optimale Schlagdistanz: Wenn du mit ausgestrecktem Arm genau an den Sack hinkommst, bist du 5 - 10cm zu weit weg (je nach Gewicht des Sacks) und musst also etwas näher zum Sack hin.
    Schlagablauf: Immer auf Kinnhöhe zuschlagen und das ganze als rechts-links-Kombi (später kannst du das auch als Doppel- oder Dreifachkombi) schlagen. Deine Fäuste sind während der Übung immer nebeneinander auf Kinnhöhe. Achte beim Zurückführen des Armes nach dem Schlag, dass er immer auf dieser Höhe bleibt.

    Viel Spass!!
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

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