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Thema: Unterschiede beim Training zwischen Mann und Frau

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  1. #1
    Sina
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    @Schnapper82: Warum sollte ich als Frau, die in einer Frauenmannschaft trainiert und spielt, Männern beweisen wollen, das ich es auch kann? Da is doch weit und breit kein Kerl.. sry, aber so hab ich das grad verstanden...

    @strigletti: Erstmal danke. Und dann: Ich weiß nicht, wie das bei der Mannschaft war, die du begleitet hast, aber: Viele Frauen fangen ja relativ spät und müssen sich dann auf den Trainer verlassen... es gibt ja auch immer einen Unterschied zwischen Aufgeben, weil man nicht mehr kann oder nicht mehr will. Die Grenze zwischen beidem liegt doch teilweise relativ nah beieinander und dann sag ich mir persönlich: Also ich merke schon, wenn es keinen Sinn mehr hat, aber wenn jetzt zB bei einer Übung noch 3 Schützen dran sind - warum sollte ich die nicht auch noch schießen lassen, wenns ne Übung für die is?

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von Sina
    @Schnapper82: Warum sollte ich als Frau, die in einer Frauenmannschaft trainiert und spielt, Männern beweisen wollen, das ich es auch kann? Da is doch weit und breit kein Kerl.. sry, aber so hab ich das grad verstanden...
    ich meine zum Beispiel einem männliche Trainer oder männlichen Zuschauern
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  3. #3
    Sina
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    Zitat Zitat von Schnapper82
    ich meine zum Beispiel einem männliche Trainer oder männlichen Zuschauern
    Der Trainer ist und bleibt für die meisten der Trainer (türlich gibt es auch Ausnahmen, aber diese bestätigen bekanntermaßen ja die Regel)...den muss ich nicht beeindrucken, ich muss mich lediglich für meinen Stammplatz empfehlen.
    Und wer Zuschauer beeindrucken will, der ist auf dem Platz falsch... im Herren- wie im Frauenfußball

  4. #4
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Sina
    @Schnapper82: Warum sollte ich als Frau, die in einer Frauenmannschaft trainiert und spielt, Männern beweisen wollen, das ich es auch kann? Da is doch weit und breit kein Kerl.. sry, aber so hab ich das grad verstanden...

    @strigletti: Erstmal danke. Und dann: Ich weiß nicht, wie das bei der Mannschaft war, die du begleitet hast, aber: Viele Frauen fangen ja relativ spät und müssen sich dann auf den Trainer verlassen... es gibt ja auch immer einen Unterschied zwischen Aufgeben, weil man nicht mehr kann oder nicht mehr will. Die Grenze zwischen beidem liegt doch teilweise relativ nah beieinander und dann sag ich mir persönlich: Also ich merke schon, wenn es keinen Sinn mehr hat, aber wenn jetzt zB bei einer Übung noch 3 Schützen dran sind - warum sollte ich die nicht auch noch schießen lassen, wenns ne Übung für die is?
    Sina, ich möchte das mit dem "den Männern etwas beweisen, etwas anderst ausdrücken. Ersetze das Wort "beweisen" durch "orientieren", und das ganze beginnt Sinn zu machen. Du selbst gibst zum Beispiel nicht Silke Rottenberg, sondern Robert Enke als sportliches Vorbild an. Fakt ist, dass ein Sportler sich im Regelfall an den Besten orientiert, um sich selbst zu verbessern. In den meisten Sportarten haben dadurch Männer diese Vorbildfunktion und werden so zum Leitbild und die eigene Leistung wird mit dem Vorbild verglichen. Aus diesem Leistungsvergleich ergibt sich aber auch ein Problem, dass geschlechtsunabhängig existiert. Die grosse Differenz zwischen dem eigenen Können und dem des Vorbildes, treibt viele dazu diese Lücke mit Gewalt schliessen zu wollen; aber genau das funktioniert nicht. Die Annäherung an die Leistung des Idoles kann nur schrittweise erfolgen, wobei die Ausgangsposition immer der aktuelle Leistungsstand ist. Bei Frauen, die sich einen Mann zum Vorbild nehmen, wird diese Annäherung durch die geschlechtsspezifischen Unterschiede erschwert, da eine Frau in diesem Fall ihre Vorteile, die sie eben auch hat, nicht in die Waagschale werfen kann.

    Zum anderen Teil deines zitierten Posts: Wenn die drei Schützen noch schiessen sollen, weil es für sie gut ist, dann hat das nichts mit Torwarttraining zu tun, sondern du bist in einer Helferrolle für die Feldspieler, die dir zwar nicht wirklich was bringt, aber im Sinne der Mannschaft wichtig ist. Als Torhüter(-in), muss man diese Unterscheidung stets im Auge haben und darf dies unter keinen Umständen miteinander verwechseln, da sich sonst die Trainingsinhalte schnell zum Nachteil entwickeln.

    Die Grenze zwischen nicht mehr wollen und nicht mehr können, ist leider nicht immer ganz so einfach zu ziehen, wie du es machst. Nimm mal deine Lieblingsübung aus dem Training und die, die du am wenigsten magst. Für deine Lieblingsübung wirst du noch genug Kraft und Kozentration finden, wenn bei deiner ungeliebten Übung, schon lange nichts mehr geht, oder?
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  5. #5
    Sina
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    Erstmal zum Orientieren: Der Ausdruck passt wahrlich besser als der des beweisens... Ich kann dir auch genau sagen, warum da keine Frau drin steht: weil ich die einfach viel zu selten sehe. Es ist einfach Fakt, das Herrenfußball öfter übertragen wird als der der Frauen und man somit einfach die Keeper öfter sieht. Beisspiel: Als eine Tessa Rinkes noch hier in Mellendorf gespielt hat, konnte man sich die Spiele mit etwas Fahrerei live ansehen - jetzt spielt sie beim HSV und ich persönlich sehe und höre kaum noch was von ihr.
    Natürlich weiß ich, das ich an Enkes Leistungen nich rankommen werden, aber ich versuche ja nicht unbedingt nachzueifern, sondern mich leiten zu lassen. D.h., das ich bspw. seine Strafraumbeherrschung und seine Ruhe, die er ausstrahlt, einfach richtig gut finde und mir sage: So soll das später auch mal bei mir sein - aber nicht mit Druck irgendwelche Lücken schließen

    Ebenso weiß ich, das dieses Beispiel mit 3 Schützen nicht mir, sondern meinen Mitspielern dient - ich kann nur versuchen, aus dieser Übung einen kleinen Teil für mich rauszuholen.

    Ich muss ehrlicherweise zugeben: So war es ganz am Anfang, ja. Doch da war dann mein ehemaliger TW-Trainer zur Stelle, der mir viel geholfen und mich unterstützt hat. Leider bin ich seit letzter Saison ohne diesen.
    Da hab ich gemerkt, ich lass es wieder schleifen. Da ich aber selber mit einigen Dingen unzufrieden war, hat sich das ganz schnell wieder geändert: Es könnte sogar sein, das ich es jetzt bei den unbeliebten Übungen etwas aufpassen muss, nicht zuviel zu machen, weil ich dadurch an den Dingen arbeite, die mich stören und die möchte ich ja abstellen. Natürlich weiß ich auch, das die Grenze nicht immer einfach zu ziehen ist.

  6. #6
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    @ Sina: Tessa Rinkes hat doch jetzt nach Jena gewechselt, weil sie dort ihr Studium machen kann, oder?
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  7. #7
    Sina
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    Zitat Zitat von strigletti
    @ Sina: Tessa Rinkes hat doch jetzt nach Jena gewechselt, weil sie dort ihr Studium machen kann, oder?
    Das weiß ich leider nicht, sry

  8. #8
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Sina
    Das weiß ich leider nicht, sry
    Hab mal eben kurz nachgeschaut. Tessa Rinkes spielt ab dieser Saison beim USV Jena.
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

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  9. #9
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hallo Sina,
    also im Training gibt es sicherlich wenig Unterschiede. Lediglich die Leistungsfähigkeit von Frauen ist, wie Schnapper schreibt, etwas geringer.
    Die Königsdiziplin der Leichtathletik, der 100 Meter Spurt zeigt es deutlich. Auch wenn es wie im Radsport besser 100 Anabolika Meter heißen müßte, es zeigt doch, daß Männer hier aufgrund der Bauweise anders sind.
    Sina, vergleiche es mit einem Sportwagen und einer LuxusLimosine! Männer sind wie Sportwagen, hart gefedert und haben dafür Power ohne Ende, leider ist auch flott der Tank leer und die Technik ist bös anfällig. Dafür liegt es satt in der Kurve, die Strassenlage ist bombig und es ist ein tolles Gefühl, mal alles rauszuholen.
    Frauen sind die LuxusLimosine. Da hat der Motor eine tolle Leistung, die Federung ist wie ein Federbett, die Sitze ultrabequem, großer Kofferraum und ein toller Tank. Die Limousine hat eine bessere Klimatisierung und eine bequeme ServoLenkung. Die Limosine ist dafür gemacht und gebaut, Passagiere sauber und sicher zu transportieren. Da macht man in Endgeschwindigkeit, Kurvenlage, Spurtfreudigkeit und Dynamik ein paar Abstriche.
    Doch es kommt eben darauf an.
    Somit darf man nicht Männer mit Frauen vergleichen. Männer trainieren untereinander und die Spiele finden nur unter Männern statt. Frauen trainieren untereinander und die Spiele sind nur Frauen gegen Frauen.
    Schon deshalb ist das Training der Männers anders gelagert als das Training der Frauen. Doch alle geben Ihre Leistung.

    Wenn also eine Frau einen Ball aus dem Winkel fischt, dann tut sie das eben so wie Ihr Männliches Gegenstück. Nur ist der Ball von einer Frau geschossen und daher etwas anderes als bei den Männern. Auch ist die Technik bei Frauen leicht anders, so daß es hier doch Unterschiede gibt, also auch wenn ein Mann den Ball auf das Tor geschossen hätte, wäre die Frau anders zum Ball gegangen, als Ihr männliches Konterfei.

    Bitte: Männer und Frauen sind unterschiedlich, machen aber für sich und den Sport das Beste daraus.

    Somit wird man im Training, Sina, um mal auf den Eingang der Frage zurück zu kommen, auch Unterschiede sehen und finden. Unterschiede, die aber nichts in Gewicht fallen, weil man Beide Geschlechter nicht so vergleichen kann und darf.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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