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Thema: Blockade! Kriege den Kopf nicht frei

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Dann rede zum Beispiel mit deinen Eltern oder einem guten Freund über dieses Thema.
    Leute, die dir nah stehen, können auch solch eine Situation einschätzen und so wie du hier erzählst scheint es für dich im alten Verein nicht zu geben, was dich dort halten kann.

    Du musst dich halt entscheiden, was du willst...
    Willst du Rücksicht auf andere nehmen oder willst DU persönlich weiterkommen?
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  2. #2
    torwart.de-Team
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    Avatar von Stetti
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    Zitat Zitat von Schnapper82
    Dann rede zum Beispiel mit deinen Eltern oder einem guten Freund über dieses Thema.
    Leute, die dir nah stehen, können auch solch eine Situation einschätzen und so wie du hier erzählst scheint es für dich im alten Verein nicht zu geben, was dich dort halten kann.

    Du musst dich halt entscheiden, was du willst...
    Willst du Rücksicht auf andere nehmen oder willst DU persönlich weiterkommen?
    Ich weiß eben nicht, ob ich glücklich wäre in einem anderen Verein.

    Ich habe mir gesagt, dass ich den nächsten Schritt tun will, wieder weiterkommen, endlich mal wieder die Möglichkeit haben, mich weiterzuentwickeln, eine neue Herausforderung.

    Im Verein gibt es schon etwas, was mich noch ein wenig dahält. Meine Freunde aus der Mannschaft und die Leute im Verein.
    Dazu frage ich mich eben, ob ich mein gutes Standing in der Mannschaft, meine Rolle als Nummer 1 und auch die Kapitänsbinde dort einfach so aufs Spiel setze.

    Man sieht ja wie schnell das geht. Hildebrand beim VfB Nummer 1 und Deutscher Meister. Er wollte was neues, sitzt dort jetzt auf der Bank und muss auch um seinen Platz in der DFB-Elf fürchten. Außerdem hat er einige Sympathien verspielt.

    Also mit einem Wechsel kann man nicht nur gewinnen.

  3. #3
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    @schnapper82 und Steffen
    Manchmal frage ich mich echt wie es in euren vereinen zugehen muss. scheint ja der reinste traum zu sein. aber ich kann stetti und paulianer sehr gut verstehen. Im Prinzip sind wir keeper ein Teil einer Mannschaft, aber trotzdem Einzelkämpfer und vor allem in den unteren Klassen gibt es sehr viele schlechte Trainer die nicht wissen was sie machen bzw mit den Keepern umgehen müssen. da sind wir im training meistens nur das fünfte rad am wagen, aber am wochenende sollen wir trotzdem alles perfekt machen und müssen uns kritisieren lassen, falls mal was schief geht.

    Ich bin im Training fast nicht gefordet und bin noch lange nicht an meinem Limit. Habe jetzt am Wochenende gepatzt. Ja und? Klar hab ich mich darüber geärgert, aber am Samstag gehts schon wieder weiter. Und solange es kein gescheites regelmäßiges TW-training gibt, braucht mir niemand was sagen. Ich weiß wenn ich einen fehler mache...

  4. #4
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von Keepa
    @schnapper82 und Steffen
    Manchmal frage ich mich echt wie es in euren vereinen zugehen muss. scheint ja der reinste traum zu sein. aber ich kann stetti und paulianer sehr gut verstehen. ...
    Ich kann die beiden auch gut verstehen...
    Ich habe bis zu B-Jugend in einem kleineren Verein gespielt, hatte allerdings super TW-Training und auch den Ehrgeiz einfach mehr zu tun als andere.
    So kam ich in die Kreisauswahl und sogar in die Niederrheinauswahl und das als Keeper einer Normalgruppen bzw. Bestengruppenmannschaft.
    Dort wurde ich dann von einigen Trainers gesehen und wechselte in einen Verein, wo ich Niederrheinliag bzw. Regionalliga spielen konnte. Ich habe mich immer weiter reingehangen und auch Schritt für Schritt verbessert...klar bekommt man mal Tiefschläge, aber auch diese prägen einen für die Zukunft und man kann aus jeder Situation, auch wenn sie noch so schlecht ist, immer etwas positives abgewinnen. Wenn man fällt, dann muss man halt wieder aufstehen und weiter machen...ich entwickel mich immer noch weiter und das wird wohl auch so bleiben, bis ich die Handschuhe an den Nagel hänge.
    ABER: Gejammer oder Zweifel bringen einen halt nicht weiter...wenn man eine Entscheidung trifft, dann muss man dazu stehen mit allen Konsequenzen.
    Manchmal braucht man halt einen Tapetenwechsel, um neue Leistung bringen zu können...manchmal braucht man mehr Konkurrenz, mehr Druck, um einfach noch besser zu werden...um noch mehr aus sich heraus zu holen...

    Zu der Situation in meinem Verein kann ich nur sagen, dass wir gute Bedingungen haben...das ist war...wir haben einen guten Trainerstab, gute Physios, eine gute Medizinische Abteilung...aber das alles bringt einem auch nichts, wenn man nicht bereit ist mehr zu geben als die anderen...
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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  5. #5
    Nationale Klasse Avatar von r4v3n
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    Es ist wie immer, Steffen warum behälst du eigentlich immer Recht? .

    Heute hatte ich sehr oft zu Spieler und Torwartkollegen das Gespräch über meine aktuelle Gefühlslage beim Fußball, und dies birgte am Ende des Trainings sogar früchte, ich konnte wieder frei halten und holte wieder Dinger raus die ich nur im "ES" Status rausholen konnte.

    Nach dem Training bekam ich sogar ein Extra Lob vom Trainer, aber ich sehe diese ganze Sache nur als 1. Schritt ich muss ganz aus diesem Loch heraus, und ich glaube ich habe dank Steffen den Weg gefunden.

    Danke nochmal die Steffen, für diesen wohl entscheidenen Tipp! Ich werde jetzt aber sciher nicht mit der Situation zufrieden sein, ich werde falls das Problem weiterhin auftritt weiterhin das Gespräch mit Spielern/Traininer oder auch Freunden suchen.

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Man soll es kaum glauben, was so ein paar Worte, etwas Aufmunterung und Rückndeckung so bringen.
    Wenn der ganze Frust raus kommt, über situation, Gefühl, etc... und man damit die tiefste innerste angst, die Angst des Versagens offen zur Schau stellt, auf einmal ist diese Angst ein Hauch von Nebel, der sich in der Morgensonne verliert... und auf einmal verstehen einen die anderen, und sind auf einmal da.... und auf einmal ist der Druck weg, Druck den man sich selbst auferlegt hat, Druck der einen förmlich erstickte und einen wirklich tif runter zog.... und auf einmal geht es wieder.
    Es ist gut zu erkennen, daß Torwart sein und Torwarttraining ab und zu wenig mit praktischen Übungen zu tun hat, als ab und an auch mit Reden und darüber Reden!
    Bei vielen Torleuten überwiegt gerade dieser Teil....
    Und warum ich Recht behalten habe? Vielleicht weil ich deine Sitation kenne? Vielleicht weil ich auch da durch mußte? Sieh Sig...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  7. #7
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Steffen, du hast zweifelsohne Recht mit deiner Kritik am Hagkure. Nur letztendlich brachte "die Kunst des Krieges" von Sun Tzu, genau diesen Typ von Krieger hervor.

    In den strategischen Überlegungen von Sun Tzu heisst es, Führerschaft steht für die Tugenden von Weisheit oder Klugkeit, Aufrichtigkeit (auch Glaubwürdigkeit), aber auch Wohlwollen, Mut und Strenge (auch Geradlinigkeit). Die 5 Kardinaltugenden der Chinesen sind: Menschlichkeit oder Wohlwollen, Aufrichtigkeit des Verstandes, Selbstachtung, Selbstdisziplin, oder „Ausgeglichenheit” (im Sinne der inneren Harmonie), Weisheit, Klugkeit, Aufrichtigkeit oder „guter Glaube”. Hierbei werden „Weisheit” und „Aufrichtigkeit” klar vor „Menschlichkeit” und „Wohlwollen” gesetzt, und die zwei militärischen Tugenden des „Mutes” und „ Strenge” (Geradlinigkeit) ersetzt durch „Aufrichtigkeit des Verstandes”, „Selbstachtung”, „Selbstdisziplin” oder „Ausgeglichenheit”.

    Bei der Beurteilung einer militärischen Ausgangslage stellt Sun Tzu unter anderem folgende Frage "Wessen Disziplin ist wirksamer?". Davon ausgehend, dass sich Sun Tzu`s Werk nicht an den einfachen Soldaten, sondern an die politisch-militärische Führung gerichtet ist, ergibt sich daraus, dass diese Überlegungen massiven Einfluss auf alle Soldaten hat. Im Hagakure wird dann wesentlich später der ideale Soldat zur Umsetzung der Vorgaben von Sun Tzu beschrieben. Sun Tzu richtet sich in unserem Fall also an die Mannschaftsführung einschliesslich der Führungsspieler auf dem Platz, aber nicht generell an jeden einzelnen Spieler; wobei es sicherlich kein Fehler ist, wenn jeder Spieler die Grundlagen kennt, warum und wann, welche Entscheidung getroffen wird. Sun Tzu gibt die sinngemässe Vorgabe, dass wenn ein Gesetz erlassen wird, man Sorge zu tragen habe, dass es befolgt wird und wer dagegen verstösst muss sterben. Dies führt unter Einbeziehung der fernöstlichen Weltanschauung zur Schaffung des im Hagakure beschriebenen Kriegertyps.

    In den taktischen Überlegungen heisst es: "Daher gewinnt eine siegreicher Stratege zuerst und sucht dann erst den Kampf; hingegen ist derjenige
    zur Niederlage bestimmt, der erst kämpft, und dann erst versucht, zu gewinnen" und weiter "Betrachtet man die militärische Methode, so haben wir hier zuerst „Augenmaß, danach „Schätzung der Quantitäten”, drittens „Berechnung”, viertens „Ausgleichen von Chancen” , fünftens – den Sieg". Diese taktischen Überlegungen von Sun Tzu ist eine 2500 Jahre alte, fernöstliche Übereinstimmung, mit den von mir, vor dem Hintergund westlicher Psychologie getroffenen Aussagen, wie man ein Ziel plant und erreicht. (Ausgansgsbedingungen - Zielbedingungen - Veränderung der Ausgansbedingungen bis diese mit den Zielbedingungen übereinstimmen).

    In seinen Ausführungen zur Energie schreibt Sun Tzu: "Die Qualität von Entscheidungen ist so: Wenn die Geschwindigkeit eines ............en groß ist, dass er zuschlagen und töten kann, dann liegt es an seiner Genauigkeit." Hier haben wir, die von mir vor dem Hintergrund der westlichen Psychologie getroffenen Aussage zur Motivation, die beinhaltet, dass alle verfügbaren Kräfte, dem Erreichen des Ziels unterworfen werden. Sun Tzu bringt hier die physischen Fähigkeiten (Geschwindigkeit) mit den mentalen Fähigkeiten (Genauigkeit der Zielerfassung, also Konzentration auf das Ziel) zusammen; er setzt sogar noch einen drauf und macht die mentalen Fähigkeiten zur Basis der physischen Leistungsfähigkeit. Ein Fakt, den auch aus westlicher Sicht niemand bestreiten wird. Eine zusätzliche Bestätigung dieser Übereinstimmung findet sich in dem folgenden Satz von Sun Tzu "Genauso verhält es sich mit einem vortrefflichen Krieger – er ist fürchterlich in seinem Angriff und genau in seiner Entscheidung".

    Zusammengefasst, bedeutet dies, dass man, soweit man die Lehren Sun Tzus auf Einzelpersonen herunterbrechen kann, und jede Armee ist ja eine Summe von Individueen, grundlegende Paralellen zur westlichen Psychologie findet. Das Problem liegt einzig und allein darin, die richtige Über- und Umsetzung zu finden.

    Steffen, ich möchte dir noch zu dem hervorragenden Post zu diesem Thema gratulieren. Du hast es sehr wohl geschafft, dieses schwierige Thema in Worte zu fassen. Unterm Strich denke ich aber, dass wir uns in keinster Weise widersprechen, sondern du das Thema feröstlich angegangen bist, während ich es unter dem Aspekt der westlichen Psychologie aufgearbeitet habe. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass du den "Armeeansatz" also den Mannschaftsansatz weiterverfolgt hast, wohingegen ich den Einzelnen in den Vordergrund gerückt habe und auf gruppenpsychologische Ausführungen verzichtet habe. Ich stimme deinen Aussagen, auch vor meinem anderen Ansatz, völlig zu.

    Zitat Zitat von Steffen
    Fragt mich einer nach meiner Motivation, so ist es der tiefe innere, förmliche Zwang, beim Fußball dabei zu sein, und ich hoffe, daß es alein dies ist, welches ich drängt, Kontakt zu anderen Trainern zu suchen, um nicht stehen zu bleiben, um zu fühlen, und zu erkennen, was heute ein Torwart ausmacht und braucht... aber es ist auch der Schild, der mich die bitteren Niederlagen vergessen läßt, in der Hoffnung, daß es einst auch wieder dem Himmel näher geht.... es ist nur wahrlich nicht schön, zu spüren, daß es in der Manschaft kaum Leute gibt, die es spüren können und daher 11 Kämpfer auf dem Platz stehen, die einfach gegen eine Manschaft nicht ankommen, selbst wenn diese schwächer ist.
    Aber es geht weiter... wie von allein.... es bedarf keiner Motivation.
    Ich will, da du ja auch an anderer Stelle, von der Mannschaft, den 11 Freunden, sprichst zwei Aussagen gegenüber stellen.

    Gruppenanalytische, westliche Perspektive: Das Spiel von zwei Mannschaften wird als sich permanent verändernde Figuration verstanden, die den Aktionen der einzelnen Akteure erst ihren Sinn gibt. Grundlegend für das Spiel ist die Konfrontation der Spieler mit einem Streitobjekt, dem Ball, widerständiger Natur, als materialisierter Kontingenz bzw. »Schicksalhaftigkeit«. Ihr sind alle Beteiligten nicht nur ausgeliefert, vielmehr leisten sie – unter den Bedingungen eines agonalen Wettkampfs – einen Beitrag zur Kontingenzkontrolle, zur Überführung emergenter Ballverläufe in die kalkulierbare strategische Handhabung, Domestikation und Überwindung.

    Sun Tzu: "Wenn du konzentriert als Einheit auf trittst, während die gegnerischen Kräfte in zehn Teile gespalten sind, greifst du als Einheit ein Zehntel der gegnerischen Kräfte an. Daher bist du dem Gegner
    zahlenmäßig überlegen."

    Ich habe diese beiden Aussagen extra in diese Reihenfolge gesetzt, da durch die Reihenfolge auch der Unterschied, zwischen den beiden Betrachtungsweisen deutlich wird. Der westliche Ansatz, beginnt wie immer an der Grundlage und zieht dann solange die Folgerungen aus diesen Aussagen bis man am Ende ankommt. Der fernöstliche Lösungsansatz beginnt am Ende und folgert dann solange bis er am Anfang angekommen ist. Dies ist der elementare Unterschied. Beide Aussagen stehen exemplarisch für diesen Unterschied. Zieht man die erste Aussage weiter, kommt man am Ende zur zitierten Aussage von Sun Tzu; umgekehrt verhält es sich ebenso.

    Mein Motiv für den Fussball liegt in der Lösung der Herausforderung, die die Position Torwart stellt. Eine absolut sinnlose Herausforderung, die erst durch die Anwesenheit des Rests der Mannschaft einen Sinn ergibt. Dieses Motiv ist die Grundlage meines Handelns sowohl als Torwart, als auch als Torwarttrainer.
    Geändert von strigletti (14.09.2007 um 11:18 Uhr)
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Stetti
    Ich weiß eben nicht, ob ich glücklich wäre in einem anderen Verein.

    Ich habe mir gesagt, dass ich den nächsten Schritt tun will, wieder weiterkommen, endlich mal wieder die Möglichkeit haben, mich weiterzuentwickeln, eine neue Herausforderung.

    Im Verein gibt es schon etwas, was mich noch ein wenig dahält. Meine Freunde aus der Mannschaft und die Leute im Verein.
    Dazu frage ich mich eben, ob ich mein gutes Standing in der Mannschaft, meine Rolle als Nummer 1 und auch die Kapitänsbinde dort einfach so aufs Spiel setze.

    Man sieht ja wie schnell das geht. Hildebrand beim VfB Nummer 1 und Deutscher Meister. Er wollte was neues, sitzt dort jetzt auf der Bank und muss auch um seinen Platz in der DFB-Elf fürchten. Außerdem hat er einige Sympathien verspielt.

    Also mit einem Wechsel kann man nicht nur gewinnen.
    Bei deiner jetzigen Situation glaube ich dass du eher gewinnen kannst als Verlieren.

    Ich bin auch vor 1 1/2 Jahren den Verein gewechelt, ich hatte kein TW-Training udn war unzufrieden,dann bin ich gewechelt und spiele jetzt 2 Ligen höher inner Bezirksliga.
    Am Anfan war ihc noch so ein bisschen Außendran, wur dnoch cniht richtig Akzeptiert, jetzt seit dieser Saison habe ich TW-Training versteh mich mit allen super und habe rückhalt von allen.

    Also ich hab durch einen Wechel gewonnen


  9. #9
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    In meinem letzten Post zu diesem Thread habe ich verschiedene Fragen aufgeworfen. Ich habe absichtlich den Spasstyp Steffens Krieger gegenübergestellt. Warum?

    Weil, egal wer wann welche Mittel einsetzt, sei es Auszeit mittels Vortäuschung einer Verletzung oder die "Durchhalten um jeden Preis" Variante, er für die Entscheidung, warum er diesen oder jenen Weg wählt, wissen sollte, warum er diesen wählt. Egal, welche Entscheidung man fällt, Basis dieser Entscheidung ist die Frage, warum spiele ich Fussball bzw. welche Ziele will ich erreichen Nur wer diese Fragen für sich schlüssig beantwortet hat, ist letztendlich in der Lage, die für ihn richtigen Entscheidungen zu treffen. Die richtigen Entscheidungen zu treffen, heisst aber nichts anderes als, permanent zu überprüfen, ob man auf dem richtigen Weg zum Ziel ist und evtl. Abweichungen von diesem Weg zu korrigieren.

    Dies setzt voraus, dass man ein klares Ziel definiert. Um ein klares Ziel zu definieren und nicht einer Selbsttäuschung zu unterliegen, brauche ich zunächst einen Startpunkt von dem aus ich den Weg zu meinem Ziel beginne. Dieser Startpunkt beinhaltet die unveränderbaren Voraussetzungen (z.B. Alter, Talent, Einschränkungen durch Vorverletzungen) und die veränderbaren Voraussetzungen (z.B. psychische und körperliche Leistungsfähigkeit, Torwarttechnik, einsetzbare Zeit, persönliches und sportliches Umfeld usw.).
    Sind diese Ausgangsbedingungen definiert, bin ich in der Lage ein realistisches Ziel zu setzen.

    In dem Moment, wo ich ein Ziel setze, verfolge ich auch einen bestimmten Sinn, den mir das Erreichen dieses Zieles geben soll. Das ist die Frage nach dem "warum". Die Antwort auf diese Frage, ist das Motiv meines Handelns und damit meiner Motivation. Da dieses Schlagwort sehr häufig und leider oft auch falsch verwendet wird, definiere ich diesen Begriff, damit klar wird was sich exakt dahinter verbirgt. "Motivation ist die Energie und Erregung eines Menschen, die Ausrichtung dieser Energie auf ein bestimmtes Ziel, die selektive Aufmerksamkeit für bestimmte Reize, die Organisation der Aktivitäten gemäß einem vorhandenen Reaktionsmuster und die Aufrechterhaltung der Aktivität, bis sich die Ausgangsbedingungen ändern."

    Das heisst letztendlich nichts anderes, als dass wir uns komplett dem Ziel verschreiben und alle körperlichen und mentalen Funktionen darauf ausgerichtet werden, dieses Ziel zu erreichen. Spätestens damit ist aber auch klar, wie wichtig es ist, sich mit den persönlichen Ausgangsbedingungen auseinanderzusetzen, da nur diese zwischen uns und unserem Ziel stehen. Die schrittweise Veränderung dieser Ausgangsbedingungen ist der Weg zur Erreichung des Ziels. Von daher ist es völlig logisch, dass wir nur die Ziele erreichen können, wo uns keine unveränderbaren Ausgangsbedingungen im Weg stehen. Für mich bedeutet dies beispielsweise, dass es nicht Ziel sondern lediglich Träumerei wäre, Bundesligatorwart zu werden. Aufgrund meiner unveränderbaren Voraussetzungen (Alter, Vorverletzungen) könnte ich die veränderbaren Voraussetzungen (körperliches Leistungsvermögen) nicht in dem Mass verändern, das notwenig wäre um den Ansprüchen an einen Buli-Torwart (eine für mich unveränderbare Voraussetzung) gerecht zu werden. In den Bereichen Torwarttechnik und Psyche dagegen (wieder zwei veränderbare Voraussetzungen) würde ich mir dagegen durchaus zutrauen, die Ausgangsbedingungen soweit zu verändern, dass das Ziel erreichbar wäre. Ist aber nur eine unveränderbare Ausgangsbedingung vorhanden, deren Erfüllung für das Ziel notwendig wäre, die ich aber nicht erfüllen kann, ist dieses Ziel niemals zu erreichen. Sollte ich es dennoch versuchen, würde ich einem Traum hinterherjagen, den ich niemals erreichen kann.

    Wenn ich nun aber weiss, welche Ausgangsbedingungen ich habe und welche Ausgangsbedingungen, mein Ziel von mir erwartet (Zielbedingungen), dann kann ich beginnen, den Weg dorthin zu planen. Egal, ob ich jetzt die Nummer 1bei mir im Verein werden will oder 10 Ligen höher spielen will oder es mein Ziel ist, meine Mannschaft bestmöglich zu unterstützen, es geht immer nur darum meine Ausgangsbedingungen soweit zu verändern, dass die Zielbedingungen erfüllt sind. Im Sinne der Motivationsdefinition, verändere ich meine Ausgangsbedingungen, indem ich alle mir zur Verfügung stehenden Fähigkeiten, in mentaler und körperlicher Hinsicht, dazu einsetze.

    Praktischerweise teilt man diesen Weg mittels sogenannter "Triggerstones", zu denen man auch Etappenziele sagen könnte. Ich bevorzuge jedoch den Ausdruck triggerstones, da sie den Kern besser treffen. Ein triggerstone ist ein Zwischenziel, bei dem, wenn man es erreicht hat, eine im Vorfeld festgelegte Handlung ausgelöst wird (das engl. Wort trigger steht für den Abzug einer Waffe). In unserem Fall könnte dies zum Beispiel bedeuten, dass ich festlege, "wenn ich meine Quote bei hohen Bällen verbessert habe, werde ich bei einem höherklassigen Verein vorstellig und versuche dort einen Stammplatz zu erreichern". Stehen dem Erreichen eines solchen triggerstones Hindernisse wie etwa mangelndes Torwarttraining entgegen, muss ich eben auch diese veränderbare Ausgangsbedingung ändern. Diese Veränderungen sind nicht immer leicht, aber wer alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel dafür einsetzt, wird die notwendigen Veränderungen herbeiführen.

    Welche Mittel, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen, darf man nun einsetzen, um diese notwendigen Veränderungen herbeizuführen? Mit einem Wort: Jedes. Der Haken dabei ist aber, dass der Einsatz dieses Mittels dem Erreichen eines Zwischenziels auf dem Weg zum grossen Ziel dient. Für Zwischenziele gelten aber alle Aussagen, die ich zuvor für das Ziel selbst getroffen habe. Somit stehen wir wieder vor der Frage nach veränderbaren und unveränderbaren Ausgangsbedingungen und der Frage nach den Zielbedingungen. Dies bedeutet im konkreten Fall, dass die Einstellung zum Mannschaftssport auch mal eine unveränderbare Ausgangsbedingung darstellen kann. Deckt sich diese unveränderbare Ausgangsbedingung mit den Zielbedingungen ist alles in Ordnung, werden die Zielbedingungen aber nicht erfüllt, gilt: Ziel ist nicht erreichbar.

    Vor diesem Grund betrachtet, kann ein Torwart sowohl der Kriegertyp nach Steffen sein, genausogut aber auch der, ebenfalls von Steffen genannte, Kämpfer, aber eben auch der von mir ins Spiel gebrachte Spassvogel. Entscheidend sind die Zielsetzungen in Bezug auf die Ausgangs- und Zielbedingungen, sowie das Zielmotiv und die daraus abgeleitete Bereitschaft, alles dem Erreichen unterzuordnen, also die Motivation.

    @ Steffen: Der Krieger, sein Ziel und sein Motiv als Vorbild, oder als Beispiel für Motivation in Perfektion?
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

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  10. #10
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    Meine Situation/Standpunkt in der Mannschaft und bei den Trainern hat sich seit Sonntag schlagartig geändert.
    Ich habe ein sehr gutes Spiel gezeigt und auf einmal waren wieder alle ganz nett und freundlich zu mir. Außerdem bekommen wir wohl einen zweiten Trainer dazu, der bis jetzt Jugendleiter im Verein war und auch selber gut Fußball spielen kann (anders als unser anderer Trainer). Desweiteren hat sich unser Trainer sich jetzt wohl zu mir bekannt und ich werde wohl auch erstmal die Nr.1 sein/bleiben, endlich hat es auch der einzig Mensch eingesehen, der es vorher anders gesehen hat.
    "Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
    Oliver Kahn

  11. #11
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    Danke, strigletti, der Post hat mir sehr geholfen.

    Ich denke, ich weiß, was ich zu tun habe.

  12. #12
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von strigletti
    Der Krieger, sein Ziel und sein Motiv als Vorbild, oder als Beispiel für Motivation in Perfektion?
    Jaein!

    Du hast das Hagakure erwähnt. Ich persönlich empfinde es nicht ratsam, dem Hagakure oder billigen Verständnis des Bushido nachzueifern. Viele Samurai waren lebensverachtende Kreaturen, die nur auf Gehorsam gedrillt vergassen, was Leben bedeutet,selbst das Leben der eigenen Familie, Ihrer Kinder, Ehefrauen und anderen nahestehenden. Sie verdrängten es und stellten egozentrisch die Ehre der Familie und den eigenen Gehorsam dem Lehnsherrn über alles.
    In Deutschland wäre man im tiefsten Mittelalter über solch devote Knechte froh gewesen. Trotzdem: Das Mittelalter wird oft eben verblüht, verschönt und eben im Regenbogen dargestellt, nicht grau, finster, brutal und dreckig.
    Wer kennt nicht die Ivanhoe Filme, wo alles im Sonnenlicht spielt, die Ritter glänzende Personen voller Respekt, Gutmütigkeit und Liebe sind. Alles Ideale, keine Wahrheit.
    Und das Hagakure ist hier keine Ausnahme, beschreibt es den Weg zu solch einem devoten Knecht, der sogar sein eigenes Leben wegwerfen würde, wenn er es befohlen bekommt.... Daher ist das Hagakure für einen Krieger lesenswert, aber nicht erstrebenswert.
    Ein Krieger versteht den Mensch und den Krieg an sich. Er kennt Sun-Tzu recht gut und weiß, daß Sun-Tzu mehr über das Wesen des Kreigers schrieb, als das Hagakure, welches von einem Samurai-Diener verfasst wurde, nicht vom Samurai selbst, zu berichten hat. Und es lohnt daher Sun Tzu auch zwischen den Zeilen zu lesen, denn ein einfacher Rat ist oftmals nur als Metapher von Sun Tzu in das Buch aufgenommen worden, anstelle als richtigen Kriegsrat.

    Wen wir also den Krieger betrachten, dann müssen wir das ganze betrachten. Denn sind wir gezwungen, unsre eigene Position ebenso in Frage zu stellen, wie die Position des Trainers und der Mannschaft und deren Spieler an sich. Der Kämpfer, der wird einfach gestellt und tut sein Ding. Der funktioniert, er ist gut und stellt sich daher auch oft über andere... Er wird gestellt, weil er funktioniert, keine Furcht hat und die Verachtung ausdrückt. Er wird bis zum bittersten Ende, und weit darüber hinaus alles geben, was in seiner Macht steht. Er kennt keine Aufgabe, keinen Rückzug... Er wird, selbst ohne Beine und Arme (Riter der Kokosnuss - der schwarze Ritter) nicht klein beigeben und versuchen weiter zu kämpfen, Niederlage kennt er nicht.
    Der Krieger hingegen versteht, warum er eine Position besetzt, er durchschaut die Strategie und weiß daher, welche Taktik sinnvoll ist und welche wenig sinnvoll ist (ich hoffe, die Begriffe Strategie und Taktik und deren Unterschiede sind klar!). Er fügt sich somit harmonisch in den Kampf ein, er nimmt das Schwingen auf und kann es so beeinflussen, daß er einem Haifisch gleich, die Wogen der Brandung entweder mühelos durchbricht, oder für sich aktiv nutzt.. Er bricht den Rhythmus des Gegners, wenn es nötig ist, oder gibt seinem Rhythmus nach, wenn dies Vorteilhaft ist. Er verschwimmt voll und ganz mit dem Kampf an sich, er ist nicht mehr bloß ein Teil, eine Speerspitze, nein, er ist das Ganze und nichts davon!
    Es ist das was Jogi Löw gerate tut. Er nimmt nicht die Besten, er sucht nicht nach Stars und Superfußballern. Er nimmt sich die Leute, die einfach mit dem bestehnden verschmelzen. Wie Legobausteine passt so ein Spieler zum anderen.
    So muß er keine Strategie vorgeben, keine Taktik. Er stellt eine Mannschaft und daraus ergibt sich von allein seine Strategie, er wechselt zwei-drei Spieler und hat eine andere Taktik. Doch dazu müssen die Spieler miteinader ein Ganzes bilden. Kein Ballack der herausragt, kein Kahn der Dominiert.... es sind vielmehr 11 Namenlos, 11 Schatten.... doch vereinigen sich diese 11 Namenlosen werden zu dem einem Deutschland, zum einen Nationalteam. Vereinigen sich diese 11 Schatten, werden Sie zur drohendnsten Gewitterwand seit der Sintflut....
    Es ist ein langer Weg dorthin, und viele werden es nicht verstehen, können es auch gar nicht.
    Ihnen fehlt das Herz des Kriegers, sie sind nur Kämpfer...


    Wo liegt aber nun die Motivation darinnen?
    Es gibt gar keine! Das Leben selbst braucht keine Motivation. Nach der vernichtenden Katastrophe eines Vulkanausbruches erscheint der Wald verloren, der saure Regen scheint alles auszulöschen und doch, schon bald keimen Samen,wachsen Bäume wieder.... was eben noch wie die schlimmste Erde erschien, wird ohne Zutun, von allein aus ureigenster Kraft neu erstehen.
    Ist hier Motivation nötig?
    Jeder von uns war schon mal unter Wasser, und trotzdem treibt uns bei Luftmangel alle körperliche Kraft nach oben, und wir atmen.. Es ist diese unbändige Kraft, die keine Motivation braucht, es ist der Drang nach Leben, nach überleben, der in allem steckt.
    Eine Mutter wird bis zum eigenen Tod um Ihr Kind kämpfen und so dem Nachwuchs und damit sich selbst das Überleben zu sichern. Auch dieser Drang braucht keine Motivation!
    Kinder sind ebenso ohne jegliche Motivation mit aller Energie dabei.. Schaut selbst auf dem Spielplatz. Es geht zum Teil bis an den Rand der Erschöpfung, wieder und wieder... Es ist der Spaß, das Erlebnis und das sich Behaupten der immer wieder allein Antrieb genug ist, es braucht keine Aufforderung, keine Motivation. Es sind die Kinder, die mir Sorgen machen, die hier Aufforderung und Motivation brauchen... Kinder, die später mein und dein Leben prägen werden, die nie gelernt haben, daß Motivation twas unnötiges ist, wen die Kraft aus dem inneren heraus alleine hervorbricht.
    Es kann Angst sein... Ein Kind, welches sich schon früher immer vor Düsenflugzeugen fürchtete, die Oma selbst an Krieg und Verderben erinnerte die Angst schürte, muß sich heute damit abfinden, daß der Enkel Testpilot geworden ist, und er tut es nicht, weil er es muß oder motivation benötigte. Die Angst weckte eins Interesse, und dieses Interesse und der Wille der eigenen Angst bestehen zu wollen, war der Antrieb, es bedürfte keiner Motivation.. wie eine Blüte, die sich nach dem Sommerregen öffnet... es geschied einfach. Wir müssen es nur zulassen!
    Der Krieger selbst spürt diesen Strom, er läßt Ihn zu und beobachtet Ihn, ja er versteht Ihn zu nutzen und für sich zu gewinnen.
    Und so durchbricht er wie der Löwenzahnsämling centimeter dicken Asphalt die Deckung seiner Gegner, unbeirrbar und scheinbar mühelos.
    Der Krieger ließt das Spiel, den Kampf, denn er ist nicht einfach ein Ding davon betroffen, oder ein abgetrenntes Teil, nein, er ist es selbst ganz und gar. Ihn leitet daher die Strömung, anstelle er sich leiten muß.

    Man könnte es also Motivation ind Perfektion nennen, doch es ist keine Motivation da. Es gibt keine Spannung, es gibt kein Empfinden... ein Krieger geht daher in die Schlacht, ohne Sorge, ohne Furcht, ohne Spannung... er ist frei, und das Gefühl ist eher, als würde er auf einer Sommerwiese stehen, der Wind spielt in seinem Haar und der Duft tausender Blüten ümgiebt ihn, hunderte Insekten sind da, die Ihn umgeben.... Er lächelt und selbst das ferne Grollen des Donners kann Ihn nicht schrecken, denn er weiß wie sehr die Erde den Regen braucht und das alle Wolken eine Ende haben. Er fürchtet sich nicht, er ist Teil des Ganzen, er ist das Ganze...
    Und so geht er in das Spiel. Es sind seine Mitspieler, er ist Mitspieler, alle sind Mitspieler. Er ist nicht einfach Torwart, er ist auch Stürmer, Verteidiger und Mittelfeld, er ist Mannschaft. Er braucht keine taktische Anweisung, keine strategische Ausrichtung. Er ist da, genau da wo er sein muß. Es ist ales gut, denn er fühlt das Spiel. So sind es keine Gegner, es sind Schwingungen im Spiel... Der Ball ist ebenso nicht unbedingt nötig zu sehen, es st auch ein Gefühl, welches sich im Spiel, im Ganzen als Schwingung bewegt, gefühlt wird.
    Braucht man dann eine Motivation? Braucht es dann Perfektion?
    Nein, denn das Ganze selbst ist Perfektion und Motivation in sich.
    Das ist das höchste Ziel im Mannschaftssport.... nicht 11 Spieler, nicht 11 Krämpfer, nicht einen Spielmacher... nein, eine Mannschaft.

    Das sind nun ales olle Kamellen, doch die tiefste Wahrheit liegt darinnen!
    Ich sage nicht: "11 Freunde müßt Ihr sein!" Auch wenn's das Gleiche ist, also die Kernaussage davon.
    Aber das ist einfach so! Mit einer Mannschaft aus 11 Spielern kann man gut sein, doch gegen eine Mannschaft at man selten eine Chance...

    Und wenn wir hier einfach nach mehr streben und auch feststellen, daß wir uns in einer Mannschaft nicht wohl fühlen, dann sind wir nie eine Teil des Ganzen, noch können wir ganz werden. Wir können also Perfektion nicht mal ansatzweise erreichen, noch einfach Motivation empfangen, Antrieb erhalten. Wir müssen immer aufraffen und Motivation von aussen erhalten... und es wird es uns unmöglich machen, wirklich gut zu sein. Es ist eine unheimliche Blockade.... eine undurchbrechliche Blockade....

    Hier kann es helfen, sich selbst aus dem Spiel zu nehmen, sich selbst einfach das Gefühls bewußt zu sein, daß man nicht dazu gehört, nicht bereit für eine volle Leistung ist, auch diese so nicht abrufen kann.
    So setzt man sich auf die Bank und schaut dem Treiben zu, und dabei beobachtet man sich selbst... denn nun spürt man die Schwingungen des Kampfes, von dem man nicht betroffen ist. Man spürt Gegner und eigene Mannschaft im Wogen und Rhythmus des Duells, und man spürt, wo es hängt und wo es nicht passt. Dieses Gefühls muß man sich gewahr werden und auch es ertragen, wenn man deutlch spürt, daß eine anderer, vermeintlich schwächerer Torhüter im Ganzen einfach harmonischer passt, als man selbst.... doch dann hat man einen Stand, an dem man arbeiten kann, einen Ausgangspunkt, einen Startpunkt für den weiteren Weg...
    Wer ständig nur nach Höherem strebt, der vergisst oft, daß er bereits oben angefangen hat. Er muß dann, am höchsten Punkt angekommen erkennen, daß er die wirklichen Höhen nicht beschritten hat, sondern er muß erst hinabsteigen, in die tiefsten Tiefen, um vom tiefsten Punkt aus, erneut anzusteigen, um wahrhaftig die Bedeutung der höchsten Höhe zu erkennen.
    Man bedenke nur: Leute die den MountEverest bestiegen haben, waren nur 8,8 Kilomter dem Himmel nächer gekommen. Die Leute in der Batiscape auf dem Grunde des Mariannengrabens in der Challanger Depth kamen beim Aufstieg an die Meeresoberfläche dem Himmer allein über 11 Kilometer dem Himmel näher.... Wer von beiden war nun dem Himmel näher gekommen?

    Fragt mich einer nach meiner Motivation, so ist es der tiefe innere, förmliche Zwang, beim Fußball dabei zu sein, und ich hoffe, daß es alein dies ist, welches ich drängt, Kontakt zu anderen Trainern zu suchen, um nicht stehen zu bleiben, um zu fühlen, und zu erkennen, was heute ein Torwart ausmacht und braucht... aber es ist auch der Schild, der mich die bitteren Niederlagen vergessen läßt, in der Hoffnung, daß es einst auch wieder dem Himmel näher geht.... es ist nur wahrlich nicht schön, zu spüren, daß es in der Manschaft kaum Leute gibt, die es spüren können und daher 11 Kämpfer auf dem Platz stehen, die einfach gegen eine Manschaft nicht ankommen, selbst wenn diese schwächer ist.
    Aber es geht weiter... wie von allein.... es bedarf keiner Motivation.

    Strigleti, verstehst du was ich sagen wil? Etws zu sagen, wofür es eigentich keine Worte gibt....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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