@ Steffen: Bewundernswerte Übertragung von Teilen des Hagakure auf den Fussballtorwart - Fehlen nur noch die (alten) Samurai-Regeln und wir verlegen das Forum nach Fernost![]()
Dies soll keine Kritik sein - im Gegenteil - ich teile deine Auffassung in weiten Bereichen. Dein Beitrag ist ein flammendes Dokument, voller Pathos und Eifer mit dem Selbstverständnis eines wahren Kriegers. Der wahre Krieger folgt seiner inneren Bestimmung, unerbittlich, geduldsam und ohne geht seinen Weg mit Schläue, List und nur die eigenen Regeln befolgend. Was aber, wenn die innere Bestimmung nicht die eines Kriegers ist, ist man dann als Torwart zwangsweise ein Kämpfer, der nur des Kampfes wegens im Tor steht?
Kann man nicht einfach nur Torwart sein, weil man Freude daran hat, eine für sein Leben im Prinzip völlig sinnlose Aufgabe, bestmöglich zu erfüllen? Ich meine, was hat man schon davon, sich mit allem was man hat, der Aufgabe zu verschreiben, Bälle zu fangen und überhaupt, welchen Sinn macht Fussball schon? Kann man diese Aufgabe nicht auch erfüllen, wenn man nur ein Spassvogel ist und das ganze Training deshalb betreibt, um maximalen Spass zu haben? Und dann tritt eine Situation ein, wo mir andere den Spass nehmen, weil die mit einem anderen Torwart mehr Spass haben? Ist es dann nicht völlig logisch, dass ich die Handschuhe verbrenne, dem Fussball "auf wiedersehen" sage und versuche meinen Spass woanderst zu finden, wo hier die anderen doch so böse sind und mir meinen Spass rauben? Ich gehe weg und suche mir eine neue sinnlose Aufgabe..fertig.




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