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Thema: Blockade! Kriege den Kopf nicht frei

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  1. #1
    Amateurtorwart
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    Zitat Zitat von Stetti
    Ich weiß eben nicht, ob ich glücklich wäre in einem anderen Verein.

    Ich habe mir gesagt, dass ich den nächsten Schritt tun will, wieder weiterkommen, endlich mal wieder die Möglichkeit haben, mich weiterzuentwickeln, eine neue Herausforderung.

    Im Verein gibt es schon etwas, was mich noch ein wenig dahält. Meine Freunde aus der Mannschaft und die Leute im Verein.
    Dazu frage ich mich eben, ob ich mein gutes Standing in der Mannschaft, meine Rolle als Nummer 1 und auch die Kapitänsbinde dort einfach so aufs Spiel setze.

    Man sieht ja wie schnell das geht. Hildebrand beim VfB Nummer 1 und Deutscher Meister. Er wollte was neues, sitzt dort jetzt auf der Bank und muss auch um seinen Platz in der DFB-Elf fürchten. Außerdem hat er einige Sympathien verspielt.

    Also mit einem Wechsel kann man nicht nur gewinnen.
    Bei deiner jetzigen Situation glaube ich dass du eher gewinnen kannst als Verlieren.

    Ich bin auch vor 1 1/2 Jahren den Verein gewechelt, ich hatte kein TW-Training udn war unzufrieden,dann bin ich gewechelt und spiele jetzt 2 Ligen höher inner Bezirksliga.
    Am Anfan war ihc noch so ein bisschen Außendran, wur dnoch cniht richtig Akzeptiert, jetzt seit dieser Saison habe ich TW-Training versteh mich mit allen super und habe rückhalt von allen.

    Also ich hab durch einen Wechel gewonnen


  2. #2
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    In meinem letzten Post zu diesem Thread habe ich verschiedene Fragen aufgeworfen. Ich habe absichtlich den Spasstyp Steffens Krieger gegenübergestellt. Warum?

    Weil, egal wer wann welche Mittel einsetzt, sei es Auszeit mittels Vortäuschung einer Verletzung oder die "Durchhalten um jeden Preis" Variante, er für die Entscheidung, warum er diesen oder jenen Weg wählt, wissen sollte, warum er diesen wählt. Egal, welche Entscheidung man fällt, Basis dieser Entscheidung ist die Frage, warum spiele ich Fussball bzw. welche Ziele will ich erreichen Nur wer diese Fragen für sich schlüssig beantwortet hat, ist letztendlich in der Lage, die für ihn richtigen Entscheidungen zu treffen. Die richtigen Entscheidungen zu treffen, heisst aber nichts anderes als, permanent zu überprüfen, ob man auf dem richtigen Weg zum Ziel ist und evtl. Abweichungen von diesem Weg zu korrigieren.

    Dies setzt voraus, dass man ein klares Ziel definiert. Um ein klares Ziel zu definieren und nicht einer Selbsttäuschung zu unterliegen, brauche ich zunächst einen Startpunkt von dem aus ich den Weg zu meinem Ziel beginne. Dieser Startpunkt beinhaltet die unveränderbaren Voraussetzungen (z.B. Alter, Talent, Einschränkungen durch Vorverletzungen) und die veränderbaren Voraussetzungen (z.B. psychische und körperliche Leistungsfähigkeit, Torwarttechnik, einsetzbare Zeit, persönliches und sportliches Umfeld usw.).
    Sind diese Ausgangsbedingungen definiert, bin ich in der Lage ein realistisches Ziel zu setzen.

    In dem Moment, wo ich ein Ziel setze, verfolge ich auch einen bestimmten Sinn, den mir das Erreichen dieses Zieles geben soll. Das ist die Frage nach dem "warum". Die Antwort auf diese Frage, ist das Motiv meines Handelns und damit meiner Motivation. Da dieses Schlagwort sehr häufig und leider oft auch falsch verwendet wird, definiere ich diesen Begriff, damit klar wird was sich exakt dahinter verbirgt. "Motivation ist die Energie und Erregung eines Menschen, die Ausrichtung dieser Energie auf ein bestimmtes Ziel, die selektive Aufmerksamkeit für bestimmte Reize, die Organisation der Aktivitäten gemäß einem vorhandenen Reaktionsmuster und die Aufrechterhaltung der Aktivität, bis sich die Ausgangsbedingungen ändern."

    Das heisst letztendlich nichts anderes, als dass wir uns komplett dem Ziel verschreiben und alle körperlichen und mentalen Funktionen darauf ausgerichtet werden, dieses Ziel zu erreichen. Spätestens damit ist aber auch klar, wie wichtig es ist, sich mit den persönlichen Ausgangsbedingungen auseinanderzusetzen, da nur diese zwischen uns und unserem Ziel stehen. Die schrittweise Veränderung dieser Ausgangsbedingungen ist der Weg zur Erreichung des Ziels. Von daher ist es völlig logisch, dass wir nur die Ziele erreichen können, wo uns keine unveränderbaren Ausgangsbedingungen im Weg stehen. Für mich bedeutet dies beispielsweise, dass es nicht Ziel sondern lediglich Träumerei wäre, Bundesligatorwart zu werden. Aufgrund meiner unveränderbaren Voraussetzungen (Alter, Vorverletzungen) könnte ich die veränderbaren Voraussetzungen (körperliches Leistungsvermögen) nicht in dem Mass verändern, das notwenig wäre um den Ansprüchen an einen Buli-Torwart (eine für mich unveränderbare Voraussetzung) gerecht zu werden. In den Bereichen Torwarttechnik und Psyche dagegen (wieder zwei veränderbare Voraussetzungen) würde ich mir dagegen durchaus zutrauen, die Ausgangsbedingungen soweit zu verändern, dass das Ziel erreichbar wäre. Ist aber nur eine unveränderbare Ausgangsbedingung vorhanden, deren Erfüllung für das Ziel notwendig wäre, die ich aber nicht erfüllen kann, ist dieses Ziel niemals zu erreichen. Sollte ich es dennoch versuchen, würde ich einem Traum hinterherjagen, den ich niemals erreichen kann.

    Wenn ich nun aber weiss, welche Ausgangsbedingungen ich habe und welche Ausgangsbedingungen, mein Ziel von mir erwartet (Zielbedingungen), dann kann ich beginnen, den Weg dorthin zu planen. Egal, ob ich jetzt die Nummer 1bei mir im Verein werden will oder 10 Ligen höher spielen will oder es mein Ziel ist, meine Mannschaft bestmöglich zu unterstützen, es geht immer nur darum meine Ausgangsbedingungen soweit zu verändern, dass die Zielbedingungen erfüllt sind. Im Sinne der Motivationsdefinition, verändere ich meine Ausgangsbedingungen, indem ich alle mir zur Verfügung stehenden Fähigkeiten, in mentaler und körperlicher Hinsicht, dazu einsetze.

    Praktischerweise teilt man diesen Weg mittels sogenannter "Triggerstones", zu denen man auch Etappenziele sagen könnte. Ich bevorzuge jedoch den Ausdruck triggerstones, da sie den Kern besser treffen. Ein triggerstone ist ein Zwischenziel, bei dem, wenn man es erreicht hat, eine im Vorfeld festgelegte Handlung ausgelöst wird (das engl. Wort trigger steht für den Abzug einer Waffe). In unserem Fall könnte dies zum Beispiel bedeuten, dass ich festlege, "wenn ich meine Quote bei hohen Bällen verbessert habe, werde ich bei einem höherklassigen Verein vorstellig und versuche dort einen Stammplatz zu erreichern". Stehen dem Erreichen eines solchen triggerstones Hindernisse wie etwa mangelndes Torwarttraining entgegen, muss ich eben auch diese veränderbare Ausgangsbedingung ändern. Diese Veränderungen sind nicht immer leicht, aber wer alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel dafür einsetzt, wird die notwendigen Veränderungen herbeiführen.

    Welche Mittel, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen, darf man nun einsetzen, um diese notwendigen Veränderungen herbeizuführen? Mit einem Wort: Jedes. Der Haken dabei ist aber, dass der Einsatz dieses Mittels dem Erreichen eines Zwischenziels auf dem Weg zum grossen Ziel dient. Für Zwischenziele gelten aber alle Aussagen, die ich zuvor für das Ziel selbst getroffen habe. Somit stehen wir wieder vor der Frage nach veränderbaren und unveränderbaren Ausgangsbedingungen und der Frage nach den Zielbedingungen. Dies bedeutet im konkreten Fall, dass die Einstellung zum Mannschaftssport auch mal eine unveränderbare Ausgangsbedingung darstellen kann. Deckt sich diese unveränderbare Ausgangsbedingung mit den Zielbedingungen ist alles in Ordnung, werden die Zielbedingungen aber nicht erfüllt, gilt: Ziel ist nicht erreichbar.

    Vor diesem Grund betrachtet, kann ein Torwart sowohl der Kriegertyp nach Steffen sein, genausogut aber auch der, ebenfalls von Steffen genannte, Kämpfer, aber eben auch der von mir ins Spiel gebrachte Spassvogel. Entscheidend sind die Zielsetzungen in Bezug auf die Ausgangs- und Zielbedingungen, sowie das Zielmotiv und die daraus abgeleitete Bereitschaft, alles dem Erreichen unterzuordnen, also die Motivation.

    @ Steffen: Der Krieger, sein Ziel und sein Motiv als Vorbild, oder als Beispiel für Motivation in Perfektion?
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  3. #3
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    Meine Situation/Standpunkt in der Mannschaft und bei den Trainern hat sich seit Sonntag schlagartig geändert.
    Ich habe ein sehr gutes Spiel gezeigt und auf einmal waren wieder alle ganz nett und freundlich zu mir. Außerdem bekommen wir wohl einen zweiten Trainer dazu, der bis jetzt Jugendleiter im Verein war und auch selber gut Fußball spielen kann (anders als unser anderer Trainer). Desweiteren hat sich unser Trainer sich jetzt wohl zu mir bekannt und ich werde wohl auch erstmal die Nr.1 sein/bleiben, endlich hat es auch der einzig Mensch eingesehen, der es vorher anders gesehen hat.
    "Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
    Oliver Kahn

  4. #4
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    Danke, strigletti, der Post hat mir sehr geholfen.

    Ich denke, ich weiß, was ich zu tun habe.

  5. #5
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    Zitat Zitat von strigletti
    Der Krieger, sein Ziel und sein Motiv als Vorbild, oder als Beispiel für Motivation in Perfektion?
    Jaein!

    Du hast das Hagakure erwähnt. Ich persönlich empfinde es nicht ratsam, dem Hagakure oder billigen Verständnis des Bushido nachzueifern. Viele Samurai waren lebensverachtende Kreaturen, die nur auf Gehorsam gedrillt vergassen, was Leben bedeutet,selbst das Leben der eigenen Familie, Ihrer Kinder, Ehefrauen und anderen nahestehenden. Sie verdrängten es und stellten egozentrisch die Ehre der Familie und den eigenen Gehorsam dem Lehnsherrn über alles.
    In Deutschland wäre man im tiefsten Mittelalter über solch devote Knechte froh gewesen. Trotzdem: Das Mittelalter wird oft eben verblüht, verschönt und eben im Regenbogen dargestellt, nicht grau, finster, brutal und dreckig.
    Wer kennt nicht die Ivanhoe Filme, wo alles im Sonnenlicht spielt, die Ritter glänzende Personen voller Respekt, Gutmütigkeit und Liebe sind. Alles Ideale, keine Wahrheit.
    Und das Hagakure ist hier keine Ausnahme, beschreibt es den Weg zu solch einem devoten Knecht, der sogar sein eigenes Leben wegwerfen würde, wenn er es befohlen bekommt.... Daher ist das Hagakure für einen Krieger lesenswert, aber nicht erstrebenswert.
    Ein Krieger versteht den Mensch und den Krieg an sich. Er kennt Sun-Tzu recht gut und weiß, daß Sun-Tzu mehr über das Wesen des Kreigers schrieb, als das Hagakure, welches von einem Samurai-Diener verfasst wurde, nicht vom Samurai selbst, zu berichten hat. Und es lohnt daher Sun Tzu auch zwischen den Zeilen zu lesen, denn ein einfacher Rat ist oftmals nur als Metapher von Sun Tzu in das Buch aufgenommen worden, anstelle als richtigen Kriegsrat.

    Wen wir also den Krieger betrachten, dann müssen wir das ganze betrachten. Denn sind wir gezwungen, unsre eigene Position ebenso in Frage zu stellen, wie die Position des Trainers und der Mannschaft und deren Spieler an sich. Der Kämpfer, der wird einfach gestellt und tut sein Ding. Der funktioniert, er ist gut und stellt sich daher auch oft über andere... Er wird gestellt, weil er funktioniert, keine Furcht hat und die Verachtung ausdrückt. Er wird bis zum bittersten Ende, und weit darüber hinaus alles geben, was in seiner Macht steht. Er kennt keine Aufgabe, keinen Rückzug... Er wird, selbst ohne Beine und Arme (Riter der Kokosnuss - der schwarze Ritter) nicht klein beigeben und versuchen weiter zu kämpfen, Niederlage kennt er nicht.
    Der Krieger hingegen versteht, warum er eine Position besetzt, er durchschaut die Strategie und weiß daher, welche Taktik sinnvoll ist und welche wenig sinnvoll ist (ich hoffe, die Begriffe Strategie und Taktik und deren Unterschiede sind klar!). Er fügt sich somit harmonisch in den Kampf ein, er nimmt das Schwingen auf und kann es so beeinflussen, daß er einem Haifisch gleich, die Wogen der Brandung entweder mühelos durchbricht, oder für sich aktiv nutzt.. Er bricht den Rhythmus des Gegners, wenn es nötig ist, oder gibt seinem Rhythmus nach, wenn dies Vorteilhaft ist. Er verschwimmt voll und ganz mit dem Kampf an sich, er ist nicht mehr bloß ein Teil, eine Speerspitze, nein, er ist das Ganze und nichts davon!
    Es ist das was Jogi Löw gerate tut. Er nimmt nicht die Besten, er sucht nicht nach Stars und Superfußballern. Er nimmt sich die Leute, die einfach mit dem bestehnden verschmelzen. Wie Legobausteine passt so ein Spieler zum anderen.
    So muß er keine Strategie vorgeben, keine Taktik. Er stellt eine Mannschaft und daraus ergibt sich von allein seine Strategie, er wechselt zwei-drei Spieler und hat eine andere Taktik. Doch dazu müssen die Spieler miteinader ein Ganzes bilden. Kein Ballack der herausragt, kein Kahn der Dominiert.... es sind vielmehr 11 Namenlos, 11 Schatten.... doch vereinigen sich diese 11 Namenlosen werden zu dem einem Deutschland, zum einen Nationalteam. Vereinigen sich diese 11 Schatten, werden Sie zur drohendnsten Gewitterwand seit der Sintflut....
    Es ist ein langer Weg dorthin, und viele werden es nicht verstehen, können es auch gar nicht.
    Ihnen fehlt das Herz des Kriegers, sie sind nur Kämpfer...


    Wo liegt aber nun die Motivation darinnen?
    Es gibt gar keine! Das Leben selbst braucht keine Motivation. Nach der vernichtenden Katastrophe eines Vulkanausbruches erscheint der Wald verloren, der saure Regen scheint alles auszulöschen und doch, schon bald keimen Samen,wachsen Bäume wieder.... was eben noch wie die schlimmste Erde erschien, wird ohne Zutun, von allein aus ureigenster Kraft neu erstehen.
    Ist hier Motivation nötig?
    Jeder von uns war schon mal unter Wasser, und trotzdem treibt uns bei Luftmangel alle körperliche Kraft nach oben, und wir atmen.. Es ist diese unbändige Kraft, die keine Motivation braucht, es ist der Drang nach Leben, nach überleben, der in allem steckt.
    Eine Mutter wird bis zum eigenen Tod um Ihr Kind kämpfen und so dem Nachwuchs und damit sich selbst das Überleben zu sichern. Auch dieser Drang braucht keine Motivation!
    Kinder sind ebenso ohne jegliche Motivation mit aller Energie dabei.. Schaut selbst auf dem Spielplatz. Es geht zum Teil bis an den Rand der Erschöpfung, wieder und wieder... Es ist der Spaß, das Erlebnis und das sich Behaupten der immer wieder allein Antrieb genug ist, es braucht keine Aufforderung, keine Motivation. Es sind die Kinder, die mir Sorgen machen, die hier Aufforderung und Motivation brauchen... Kinder, die später mein und dein Leben prägen werden, die nie gelernt haben, daß Motivation twas unnötiges ist, wen die Kraft aus dem inneren heraus alleine hervorbricht.
    Es kann Angst sein... Ein Kind, welches sich schon früher immer vor Düsenflugzeugen fürchtete, die Oma selbst an Krieg und Verderben erinnerte die Angst schürte, muß sich heute damit abfinden, daß der Enkel Testpilot geworden ist, und er tut es nicht, weil er es muß oder motivation benötigte. Die Angst weckte eins Interesse, und dieses Interesse und der Wille der eigenen Angst bestehen zu wollen, war der Antrieb, es bedürfte keiner Motivation.. wie eine Blüte, die sich nach dem Sommerregen öffnet... es geschied einfach. Wir müssen es nur zulassen!
    Der Krieger selbst spürt diesen Strom, er läßt Ihn zu und beobachtet Ihn, ja er versteht Ihn zu nutzen und für sich zu gewinnen.
    Und so durchbricht er wie der Löwenzahnsämling centimeter dicken Asphalt die Deckung seiner Gegner, unbeirrbar und scheinbar mühelos.
    Der Krieger ließt das Spiel, den Kampf, denn er ist nicht einfach ein Ding davon betroffen, oder ein abgetrenntes Teil, nein, er ist es selbst ganz und gar. Ihn leitet daher die Strömung, anstelle er sich leiten muß.

    Man könnte es also Motivation ind Perfektion nennen, doch es ist keine Motivation da. Es gibt keine Spannung, es gibt kein Empfinden... ein Krieger geht daher in die Schlacht, ohne Sorge, ohne Furcht, ohne Spannung... er ist frei, und das Gefühl ist eher, als würde er auf einer Sommerwiese stehen, der Wind spielt in seinem Haar und der Duft tausender Blüten ümgiebt ihn, hunderte Insekten sind da, die Ihn umgeben.... Er lächelt und selbst das ferne Grollen des Donners kann Ihn nicht schrecken, denn er weiß wie sehr die Erde den Regen braucht und das alle Wolken eine Ende haben. Er fürchtet sich nicht, er ist Teil des Ganzen, er ist das Ganze...
    Und so geht er in das Spiel. Es sind seine Mitspieler, er ist Mitspieler, alle sind Mitspieler. Er ist nicht einfach Torwart, er ist auch Stürmer, Verteidiger und Mittelfeld, er ist Mannschaft. Er braucht keine taktische Anweisung, keine strategische Ausrichtung. Er ist da, genau da wo er sein muß. Es ist ales gut, denn er fühlt das Spiel. So sind es keine Gegner, es sind Schwingungen im Spiel... Der Ball ist ebenso nicht unbedingt nötig zu sehen, es st auch ein Gefühl, welches sich im Spiel, im Ganzen als Schwingung bewegt, gefühlt wird.
    Braucht man dann eine Motivation? Braucht es dann Perfektion?
    Nein, denn das Ganze selbst ist Perfektion und Motivation in sich.
    Das ist das höchste Ziel im Mannschaftssport.... nicht 11 Spieler, nicht 11 Krämpfer, nicht einen Spielmacher... nein, eine Mannschaft.

    Das sind nun ales olle Kamellen, doch die tiefste Wahrheit liegt darinnen!
    Ich sage nicht: "11 Freunde müßt Ihr sein!" Auch wenn's das Gleiche ist, also die Kernaussage davon.
    Aber das ist einfach so! Mit einer Mannschaft aus 11 Spielern kann man gut sein, doch gegen eine Mannschaft at man selten eine Chance...

    Und wenn wir hier einfach nach mehr streben und auch feststellen, daß wir uns in einer Mannschaft nicht wohl fühlen, dann sind wir nie eine Teil des Ganzen, noch können wir ganz werden. Wir können also Perfektion nicht mal ansatzweise erreichen, noch einfach Motivation empfangen, Antrieb erhalten. Wir müssen immer aufraffen und Motivation von aussen erhalten... und es wird es uns unmöglich machen, wirklich gut zu sein. Es ist eine unheimliche Blockade.... eine undurchbrechliche Blockade....

    Hier kann es helfen, sich selbst aus dem Spiel zu nehmen, sich selbst einfach das Gefühls bewußt zu sein, daß man nicht dazu gehört, nicht bereit für eine volle Leistung ist, auch diese so nicht abrufen kann.
    So setzt man sich auf die Bank und schaut dem Treiben zu, und dabei beobachtet man sich selbst... denn nun spürt man die Schwingungen des Kampfes, von dem man nicht betroffen ist. Man spürt Gegner und eigene Mannschaft im Wogen und Rhythmus des Duells, und man spürt, wo es hängt und wo es nicht passt. Dieses Gefühls muß man sich gewahr werden und auch es ertragen, wenn man deutlch spürt, daß eine anderer, vermeintlich schwächerer Torhüter im Ganzen einfach harmonischer passt, als man selbst.... doch dann hat man einen Stand, an dem man arbeiten kann, einen Ausgangspunkt, einen Startpunkt für den weiteren Weg...
    Wer ständig nur nach Höherem strebt, der vergisst oft, daß er bereits oben angefangen hat. Er muß dann, am höchsten Punkt angekommen erkennen, daß er die wirklichen Höhen nicht beschritten hat, sondern er muß erst hinabsteigen, in die tiefsten Tiefen, um vom tiefsten Punkt aus, erneut anzusteigen, um wahrhaftig die Bedeutung der höchsten Höhe zu erkennen.
    Man bedenke nur: Leute die den MountEverest bestiegen haben, waren nur 8,8 Kilomter dem Himmel nächer gekommen. Die Leute in der Batiscape auf dem Grunde des Mariannengrabens in der Challanger Depth kamen beim Aufstieg an die Meeresoberfläche dem Himmer allein über 11 Kilometer dem Himmel näher.... Wer von beiden war nun dem Himmel näher gekommen?

    Fragt mich einer nach meiner Motivation, so ist es der tiefe innere, förmliche Zwang, beim Fußball dabei zu sein, und ich hoffe, daß es alein dies ist, welches ich drängt, Kontakt zu anderen Trainern zu suchen, um nicht stehen zu bleiben, um zu fühlen, und zu erkennen, was heute ein Torwart ausmacht und braucht... aber es ist auch der Schild, der mich die bitteren Niederlagen vergessen läßt, in der Hoffnung, daß es einst auch wieder dem Himmel näher geht.... es ist nur wahrlich nicht schön, zu spüren, daß es in der Manschaft kaum Leute gibt, die es spüren können und daher 11 Kämpfer auf dem Platz stehen, die einfach gegen eine Manschaft nicht ankommen, selbst wenn diese schwächer ist.
    Aber es geht weiter... wie von allein.... es bedarf keiner Motivation.

    Strigleti, verstehst du was ich sagen wil? Etws zu sagen, wofür es eigentich keine Worte gibt....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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