Also, wenn ich da jetzt richtig verstanden habe, dann soll der Hüpfer so ausgeführt werden, dass man entweder kurz vor dem Schuss oder im Moment der Schussabgabe wieder Bodenkontakt hat. Dies ist aber genau der Zeitpunkt zu dem jeder Torwart - auch ohne Hüpfer - seine Abwehraktion einleitet. Du müsstest demnach deinen Hüpfer noch viel früher beginnen oder aber du hast einen Zeitverlust, den du nicht mehr einholst. Das Problem ist, dass dem früheren Einleiten der Aktion natürliche Grenzen gesetzt sind, da du nicht handeln kannst bevor der schussabgebende Spieler handelt.Zitat von Keepa
Damit die Geschichte mit der Geschwindigkeitsmitnahme zumindest theoretisch funktioniert, müsste im Moment der Bodenberührung direkt die Bewegung in Richtung Ball eingeleitet werden. Dies geht aber nur sehr beschränkt, da du im Moment der Landung einen Teil der Energie abbauen musst, was wiederum Zeit kostet. Um bei deinem Vergleich mit dem Auto zu bleiben: Egal wann und wie schnell du auch zurückfährst, du musst erst bremsen, um wieder vorwärtsfahren können. Wie auch immer du das anstellst, du hast den Punkt wo die Geschwindigkeit gleich Null ist und wo du wieder beschleunigen musst, nur dass du jetzt einen weiteren Weg hast. Du hast zwar dann eine etwas höhere Geschwindigkeit an dem Punkt, von dem ein Torwart ohne Hüpfer seine Aktion einleitet, nur dass der zu diesem Zeitpunkt eben schon lange Richtung Ball unterwegs ist.
Klar ist jemand der läuft leichter wegzuschubsen, aber der hat - im Gegensatz zum Stehenden - auch nicht beide Beine auf dem Boden, was die Stabilität gewaltig beeinträchtigt.Zitat von Keepa
Aus Sicht der Massenträgheit, ist es übrigens eine Frage des Winkels in dem du ihn wegschubst. Versuch mal jemanden entgegen seiner Laufrichtung wegzuschubsen, der in vollem Lauf frontal auf dich zukommtAusserdem hinkt dein Argument insofern, als dass du eine neue Energiequelle mit ins Spiel bringst; schliesslich lässt du dich nach deinem Hüpfer auch nicht von einem Mitspieler Richtung Ball schubsen
Ausserdem können wir einen Torwart nur sehr schwer mit einem Gegenstand vergleichen, schliesslich ist die Frage der Energieumleitung, sehr von den Eigenschaften des Körpers abhängig. Energieumleitung finden wir zum Beispiel auch beim Bandenspiel im Billiard. Die Kugel geht an die Bande und in Abhängigkeit vom Aufprallwinkel, der Geschwindigkeit und der Eigenrotation, prallt sie von dort wieder ab. Spielt das ganze mal mit einer Kugel aus Knetmasse und ihr seht was Energieabbau durch Verformung ist, oder auch mal mit einem Gummihüpfball, der bei der Verfomung duch den Aufprall an der Bande Energie abbaut, aber einen Grossteil davon aufgrund seiner Eigenschaften kurzzeitig speichert, um sie wieder abzugeben, wenn er seine ursprüngliche Form wieder einnimmt.
Springt doch einfach mal hoch und achtet darauf, was bei der Landung passiert. Ihr spürt den Abbau der Energie, durch das Nachgeben bzw. leichte Federn eures Körpers. Warum verbringen wir einen grossen Teil unseres Trainings damit, genau diesen Energieabbau in Form von Abrollen zu trainieren? Weil wir versuchen, die Energie beim Aufprall von ihrer vertikalen Wirkung in die horizontale Richtung umzuleiten, um uns Prellungen oder andere Verletzungen zu ersparen oder aber um sie für den Vorgang des Wiederaufstehens mitzunehmen. Wenn wir uns aber so bemühen, die bei der Landung auftretenden Kräfte zu kompensieren, wie schwierig muss es dann erst sein diese in die Gegenrichtung, nämlich wieder in eine nach oben gerichtete Bewegung umzusetzen; abgesehen davon, das wir als Torhüter zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, der uns vom Schützen diktiert wird, an einer ganz bestimmten Stelle sein müssen.




Ausserdem hinkt dein Argument insofern, als dass du eine neue Energiequelle mit ins Spiel bringst; schliesslich lässt du dich nach deinem Hüpfer auch nicht von einem Mitspieler Richtung Ball schubsen
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