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Geändert von th.jack (07.08.2008 um 21:45 Uhr)
Also meine Torhüter trainieren keine Finten, da sie sonst womöglich auf die Idee kommen, diese im Spiel auszuprobieren. Ich lege fussballerisch grossen Wert auf sichere Ballannahme, schnelles Weiterleiten von Bällen mit dem Fuss, saubere Zuspiele und Passtechnik, sowie absolut kompromissloses "Ballwegdreschen" unter unmittelbarem Druck eines Gegenspielers. Ausserdem trainieren sie das Ablaufen von langen Pässen ausserhalb des 16ers inklusiv Grätsche und Kopfball.
In meinen Augen ist es zunächst wichtig, dass der Torhüter in der Lage ist, einen auf ihn zukommenden Ball unter Kontrolle zu bringen. Rückpässe werden oft auch mal aus der Not heraus von den Mitspielern getätigt und einfach irgendwie Richtung Torwart gespielt. Diese Bälle kommen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, in allen erdenklichen Flugbahnen und in unterschiedlichen Entfernungen zum Torwart an und müssen unter allen Umständen angenommen werden können. Das ist die Grundlage auf der alles andere aufbaut.
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!
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Geändert von th.jack (07.08.2008 um 21:45 Uhr)
Hinter unserem Trainingsgelände liegt ein richtig schöner Wald. So ein gepflegter Waldlauf, abseits aller Wege, mit dem Ball am Fuss, bringt richtig Freude beim Warmlaufen oder dem Konditionsaufbau. Bergauf, bergab, hochstehende Wurzeln, querliegende Bäume, allerhand Äste...alles Hindernisse die überwunden sein wollen ohne die Ballkontrolle zu verlieren...Zitat von th.jack
...nee, nee stupides Bahnenlaufen ist vielleicht was für Leichtathleten, aber nicht für Torhüter.
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!
Ich wollte mich schon lange mal beim Training oder Spiel aufnehemen, aber ich weiß nicht woher ich eine Kamera nehmen und Geld mir eine zu kaufen habe ich im Moment auch nicht, versuche aber trotzdem eine zu organisieren.
@th.jack
Im großen und ganzen bin ich ganz zufrieden mit meinem Torwartspiel und ich denke ich weiß wo meine Schwächen liegen, aber wenn man keine gescheiten Ansprechpartner hat und nicht ständig zeit hat, ist das garnicht so einfach daran zu arbeiten. Zum Glück muss ich da nicht noch an meinem fussballerischem Können nicht soviel arbeiten , da ich ganz gut mit dem Ball am Fuss umgehen kann.
Noch was zu Finten.
Würde mich mal interessieren ob ihr oder eure Torhüter auch schon mal (ich nenne es jetzt mal) passive Finten gemacht habt, also wenn der Stürmer den Ball hat. Eine Situation die mir da zum Beispiel einfällt ist das Rauslaufen bei einem springendem Ball beim Stürmer. Torwart macht 2-3 Schritte raus Stürmer denkt:" Geil! Da mich ich doch einen Heber" ,aber der Torwart ist schon auf dem Rückweg und fängt den Ball gemütlich runter. Ist zwar Riskant, aber in manchen Situationen kann es nicht schiefgehen. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben und die ganze zeit rumhampeln wie ein Idiot.
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Geändert von th.jack (07.08.2008 um 21:44 Uhr)
Hallo Strigletti,
ich muß für meinen Teil zugeben, ich könnte das nicht mal vermitteln... Auch das ist eine längere Geschichte, denn letztendlich bin auch ich jemand, der darunter zu leiden hatte, kein TW-Training bekommen zu haben.
So war für mich immer Bahnenlaufen angesagt, dann kam Zupassen und Annehmen und letztendlich alles andere dann beim torschuß, wo ich im Tor zu stehen hatte, denn Torschuß war mein Training. Das ist nun über 20 Jahre her.... ich bin also eigentlich ebenso versauert wie Paulinaer oder andere, nur mit dem Unterschied, daß man damals nicht mal darauf geachtet hat, ob man Fußballerisch was drauf hatte oder nicht.
Später, als ich wechselte, kam dann das TW Training und ich konnte mich rasch verbessern. Vielleicht nicht so, wie das gewesen wäre, wenn ich seit der D-Jugend trainiert worden wäre, aber immerhin, es reichte....
Doch leider war Fußballerisch das immer noch nicht so dolle, denn Zeit meines Lebens war und bin ich im Tor gestanden, und mußte mich nicht mit den Tricks und Kniffen so beschäftigen, wie die anderen. Ich mußte und sollte was halten.... wie egal, hauptsache kein Tor.
Das kam dan auch erst später, doch da waren die Lernerfolge natürlich auch eher mittelmäßig, denn was man über ein halbes Jahrzehnt versauern läßt, kann man nicht in Monate aufholen, zumal sich die anderen auch weiter entwickeln. Ich bin also fußballerisch ein Krüppel und muß daher mich mit Übungen befassen, die ich selbst noch ausführen muß, um es zu lernen. Das macht die Sache nicht besser.
Daher habe ich es bisher so gehalten, daß nicht ich solche Sachen mit meinen Torleuten übe, sondern dies gemeinsam mit der Mannschaft gemacht wird. So sind Abstöße Trainingspunkte, die ich mache, auch ein Seitenwechsel und Passspiel, aber die anderne Dinge, wie Kurzpass, Ballannahme oder auch mal ein 'Törtchen'... all das wird zusammen mit der Mannschaft gemacht, und findet bei uns im Warmmachprogramm statt, was ich als sehr positiv empfinde.
Bahnenlaufen empfinde ich für die Grundausdauer auch mies, bei uns wird dann in der Niddaau gelaufen, was nicht mit Wald zu vergleichen ist, aber es ist auch nett.
Und schnelle Ballkontrolle und möglichst gutes rasches Zuspiel auch unter gegnerischer Einwirkung... was ist da besser wie 4 gegen 1 oder 5 gegen 2 im "Eckchen"???
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
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Geändert von th.jack (07.08.2008 um 21:44 Uhr)
Das 4 gegen 1 ist zweifellos ein gutes Mittel, um Grundlagen der Ballkontrolle zu vermitteln. Ich halte aber aus zwei Gründen, dieses Vorgehen nicht ideal für einen Torwart, da mir der realitätsbezug fehlt. Ein Torwart ist im Regelfall nicht von Gegenspielern umzingelt und zweitens, muss der Torwart den Ball über eine grössere Distanz zum Mitspieler bringen, als dies bei dieser Übungsform gemeinhin der Fall ist.Zitat von Steffen
Wie sieht die Situation in der Realität aus. Ein Ball wird irgendwie auf den freistehenden Torwart, der den letzten Mann darstellt, gespielt. Ein oder zwei Gegner rennen dann Richtung Torwart, um den Ball vor ihm zu erreichen oder ihn unter Druck zu setzen.
Ich setze dafür folgende Übung im Training ein (mind. 3 Beteiligte): Ein Torwart steht im Tor auf der Linie, die anderen zwei stehen ca. 25 Meter vor dem Tor. Ausserdem werden 5 Hütchentore verteilt auf dem Platz aufgebaut (die Breite hängt von den Fähigkeite der Torleute ab); die Torentfernung liegt bei 20 - 40 Meter (2 Tore an jeder Aussenlinie, eins zentral) Die Hütchentore werden mit Nummern bezeichnet.
Nun spielt einer der beiden Spieler vor dem Tor, den Ball Richtung Torwart, worauf der andere Spieler dem Ball sofort hinterhergeht um den Torwart unter Druck zu setzen, der natürlich dem Ball entgegengeht. Währenddessen ruft der Trainer die Nummer des Hütchentores durch das der Torwart den Ball nach der Annahme spielen soll. Sowohl der Rückpassgeber als auch der "Angreifer" wechseln in Verlauf der Übung ihre Postion. So kann der Rückpass beispielsweise auch mal von der linken Seite kommen und der "Angreifer" von halbrechts, sucht man dann das richtige Hütchentor als Ziel aus, kann man den Torwart ganz schön unter Druck setzen.
Für das Retten von Situation nach dem Motto "Hauptsache Ball weg" verwende ich folgende Übung: Der Ball wird aus 5 -10 Meter Entfernung dem Torwart zugespielt oder zugeworfen, wobei der Ballgeber sofort dem Ball hinterhergeht. Besonders "beliebte" Würfe sind Aufsetzer und halbhohe bis hohe Bälle seitlich vom Torwart. Besonderen Kick, im doppelten Sinne, erzeugt die Aufstellung einer Mauer, unmittelbar hinter dem Ballgeber, da diese den Torwart realitätsnah dazu zwingt den Ball entweder hoch nach vorne oder seitlich wegzuspielen.
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
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Irgendwie habe ich immer ein Problem mit der Aussage, dass ein Torwart Fussball spielen können muss. Die Frage nämlich ist, was bedeutet "Fussball spielen können". Jeder Spieler einer Mannschaft hat spezifische Aufgaben, auch der Torwart. Nur eine Mannschaft kann "Fussball spielen", ein Spieler, egal welcher, nämlich nicht. Die Frage ist eigentlich, welcher Teil aller, im Rahmen der Mannschaft erforderlichen fussballerischen Fähigkeiten werden, auf welcher Postion verlangt. Auch das Übergreifen eines Torwarts ist eine fussballerische Fähigkeit, da sie ein Torwart im Rahmen seiner Mannschaftspostion benötigt. Es ist sicher jedem klar, dass ich dieses fussballerische Können, nicht von einem Mitelstürmer erwarte, da er diese schlicht und einfach nicht braucht.Zitat von th.jack
Deswegen ist es in meinen Augen völlig unlogisch, den Begriff "Fussball spielen können" zu verwenden.
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