Ich bin nicht ganz in eurer Debatte drin. Ich hätte für diese Äußerung von dir gerne ein Beispiel/Erklärung. Ich gewinne nämlich Zusehens den Eindruck, dass viele Torhüter (zeigt im Übrigen auch diese Saison) durch Konkurrenzdruck eben NICHT besser werden. Im Gegenteil, häufig profitiert nur der Herausforderer, der ja nichts zu verlieren hat, wohingegen der Platzhalter meist verunsichert wird. Ich nenne jetzt mal als Bsp 2006 Kahn und Lehmann, Rost und Neuer, Butt Adler. Das ist kein Playdoyer gegen Konkurrenzkampf sondern nur eine kritische Betrachtung. Was ich sagen will ist: mancher Torwart spielt dauerhaft besser, wenn er weiß, dass nicht jeder Fehler auf die Goldwaage gelegt wird, und das ist doch sehr menschlich. Vertrauen ist neben Umgang mit (Leistungs)Druck auch ein Faktor, der für Weltklasse Leistung eine Rolle spielt.
Was Enke in dieser Debatte verloren hat, weiß ich nicht. Ich bin letztlich nur mit dem Satz von wegen Buchhalter nicht einverstanden, das ist mir doch zu pauschal. De Facto hatte er eine psychische Erkrankung und es ist zumindest vorstellbar, dass es nicht zu diesem Ende gekommen wäre, wenn er nicht in einem Beruf gewesen wäre (und auf einem Niveau gespielt hätte), in dem der Leistungsdruck so immens ist. Es ist aber auch vorstellbar, dass es Enke ohne seinen geliebten Fußball psychisch viel schlechter gegangen wäre. Wir wissen es nicht. Zu Enke gibt es eine Reihe von Fragen, die man stellen müsste, aber ich denke, das ist wenig zielführend. Wir verfügen nicht über die entsprechenden Details um hier annähernd vernünftig argumentieren zu können.





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