Ich habe es zwar im korrekten Thema schon eingestellt, doch es passt auch hier. Daher hier nur die Links, Videos dann dort, oder eben direkt in obigem Thema:
Hans Leitert: Das Prinzip des richtigen Beginnens
Hans Leitert: Körperspannung und Körperkraft - Übungsbeispiele für das Torwarttraining
Hans Leitert: Aktives Torwartspiel - Torverkleinerung und Rechtzeitig fertig
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Hey Leute.
Ich habe auf Youtube eine Serie von Torwarttrainingseinheiten zur Saisonvorbereitung einer amerikanischen Universität (North Florida genau) gefunden. Die Serie besteht aus 7 Videos, die ihr euch mal ansehen solltet. Es gibt ein paar Kritikpunkte, die mir direkt ins Auge fielen und zu denen ich gerne eure Meinung hören würde:
Punkt 1
Video Nr. 1
Ab Minute 2:10 sieht man eine Übung, bei der der Keeper von der Grundlinie losläuft im, durch die Hütchen markierten, Bereich zum Stehen kommen soll und danach wieder zur Grundlinie zurück läuft. An sich nichts außergewöhnliches, aber sollte man nicht - selbst bei solchen Übungen zur Erwärmung oder dergleichen - darauf achten, dass der Blick bei der rückwärtigen Bewegung trotzdem dem Spielfeld zugewandt ist?
Punkt 2
Video Nr. 2
Ersteinmal bin ich mir nicht über Sinn oder Unsinn des Ballumklammerns bei den koordinativen Übungen ab 0:37 Min. bewusst. Das konnte man schonmal im 1. Video beobachten. Generell ist dabei doch das Agieren des ganzen Körpers bei den Übungen der Koordinationsleiter gestört, da durch den Ball in den Händen der Oberkörper nahezu statisch bleibt, was doch normalerweise nicht der Fall sein sollte. Außerdem ist diese Übung nicht gerade Spielnah, da ich mit dem Ball in den Händen keine präzisen Sidesteps o.ä. im Spiel ausführe, sondern entweder das Spiel kurz beruhige oder unverzüglich den Konter einleite.
Punkt 3
(Wieder 2. Video)
Ab 3:40 Min. wird eine neue Übung begonnen bei der die Keeper einen Hürdenparcour überwinden müssen und dann zu einem Ball flach seitlich reagieren müssen. Dabei sieht man doch, dass sie ganz klar nach hinten fallen, oder? Das sieht man bei der Übung aus der rückwärtigen Perspektive noch nicht so, doch ab 4:15 Min. mit dem Perspektiv- und Seitenwechsel wird es ganz deutlich. (Man sieht es übrigens auch im weiteren Verlauf der Videos oft.)
Punkt 4
Video Nr. 4
Bei der Übung 0:19 Min. irritieren mich zwei Dinge: Zum einen die weite Ausholbewegung der Arme des Keepers. Günstig? Eigentlich nicht, oder?
Des weiteren geht es mir um die Grundstellung, die die Torhüterin 0:44 Min. einnimmt (sieht man im ganzen Verlauf der Videos bei ihr). Ich stelle mir dabei die Frage, warum sie die Arme nahezu so verkrampft nach vorne hält. Balance? Gewichtsverlagerung nach vorne? Eher nicht irgendwie...
Natürlich Believer, der Blick ist immer Richtung Spielfeld bzw. Ball gerichtet.
Aber ich habe ohnehin den Eindruck, dass bei allen Videos ein Mangel an Konzentration zu erkennen ist; auch das sollte aber im Training geschult werden, indem man den Tw dazu "zwingt" immer aufmerksam zu sein.
Das kommt jetzt darauf an, was man mit dieser Übung bezwecken will; vielleicht steckt dahinter die Absicht, dass sich die Torleute auch mit Ball sicher bewegen können und nicht beim ersten Gegnerkontakt das Gleichgwicht samt Ball verlieren. Ansonsten hast du recht.
Wieder richtig und genau die richtige Stelle um mal was anderes loszuwerden, was mir bei allen Videos aufgefallen ist. Die Beiden sind wahnsinnig passiv in allen Aktionen und haben dazu noch unglaubliche Probleme beim Fangen; ich habe bei fast jedem Ball Angst, dass sie ihn fallenlassen oder er ihnen durchrutscht. Ich habe selten so unsauberes Fangen gesehen und dann oft noch ohne den Körper hinter dem Ball zu haben.
Die weite Ausholbewegung des Keepers? So wie der insgesamt dasteht soll der sich - so glaube ich zumindest - "breit machen". Sieht aber eher so aus, als wolle er mit vollen Hosen jemanden anhalten, der ihm den Weg zur nächsten Toilette zeigt.
Zur Torhüterin und ihrer Armhaltung:
Das ist die amerikanische Schule
Hier ist ein Auszug aus "General ... Considerations For Coaches" der Indiana Goalkeeper Academy:
Sorry, aber ich habe das nur auf Englisch.The hands may move freely while the goalkeeper is following the play and
positioning him/her self. At the time of the landing however, the hands must be placed in front of the stomach, about 6-8 inches away from the body.The palms should face each other, as opposed to the finger tips or knuckles facing each other.The hands and arms should not be rigid but should be supple and relaxed. Failure to collect the hands in this position can lead to a multitude of saving complications.
Rule of thumb: The elbows should be in front of the body so that the hands are certainly far enough from the body. Failure to set the hands leads to dropped balls, rebounds, and can be the difference between catching and tipping, saves and goals. THE PLACEMENT OF THE HANDS IS CRITICAL. (also watch for them to have their hands in place, only to draw them back behind their hips at the time of the shot. This “detour” can cause the hands to be late.)
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!
Danke für deine Antwort, strigletti.
Mir erscheint das Fangen der Beiden auch sehr unsicher, doch haben mich andere Mängel da mehr eingenommen. Vom Torwarttraining her sind dort ja ideenreiche Ansätze zu sehen, aber der Torwarttrainer scheint nicht unbedingt sehr kompetent zu sein. Oder ist das aktive Ballentgegengehen des Torwarts in Amerika nicht anerkannt? Weiß darüber jemand etwas?
Dafür, dass sich die Amerikaner so mit ihrer Jugendsportarbeit, die schon in den Highschools und in der Universität besondere Früchte tragen soll, rühmen, ist das torwartspezifisch an dieser Universität eher mau.
Allerdings wird dem Fußball bei den Amerikanern sowieso nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet, wie bei uns.
Bezüglich dieser amerikanischen Grundstellung weiß ich nicht, was ich dabei Positives finden soll. Wenn die Hände wirklich 6-8 inch vom Körper entfernt sein sollen, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie sie dabei relaxed sein sollen. Immerhin sind das 20,32 cm, die ich meine Hände aktiv vom Körper entfernt halten muss.
Ich gehe dabei jetzt, begründet auf der Ausführung durch die Torhüterin im Video davon aus, dass der Abstand der Hände frontal zum Körper 20,32 cm betragen muss.
Welche Vorteile soll das dann beim Fangen bringen? Man sieht sie nicht unbedingt bei der Torhütern bzw. dem Torhüter, wenn wir grad dabei sind... Es sieht vielmehr so aus, als wollten sie in der einen Übung, in der anscheinend die Schusshöhe des Balles angesagt wurde, bereits die Armstellung zum Fangen vorformen. Während natürlich, wenn die Hände schon so gehalten werden, der Weg zum frontalen Fangen vor der Brust kürzer ist, ist er jeweils länger zum reagieren zu den Seiten.
Also mir ist diese Grundstellung jedenfalls sehr suspekt und die Begründungen, die im Text angeführt werden halte ich für nicht stichhaltig.
Geändert von Believer (15.10.2009 um 19:51 Uhr)
Man muss wirklich sagen das diese Videos wirklich nicht sehr hilfreich sind, sie zeigen ziemlich das wa ein Tothüter nicht machen sollte.
Keiner der Torhüter hat seinen Gewichtsschwerpunkt nach vorne gelegt...
keiner der Torhüter geht dem Ball mit dem Körper entgegen bzw. springt dem ball entgegen. Bei einer Übung fallen die Torhüter einfach um
Der Trainer hatte sicher einen tollen Einfallsreichtum aber die Übungen sind nicht auf eine richtige Technik zugeschnitten
Hey Torhüter,
ich habe neue Videos vom Aufwärmen und vom Spiel der Torhüter in Bielefeld; Arminia gegen Aachen gemacht.
Habe bereits 2 Videos hochgeladen, weitere folgen noch:
http://www.youtube.com/user/Germangoalkeeper
Gruss becks-keeper
Fussball ist die schoenste Nebensache der Welt!
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