Da kommt Ihr mir zuvor...
Natürlich muss an dieser Stelle betont werden, dass das alles nur Spekulationen sind.
Doping ist im Spitzensport gang und gäbe. Nicht nur im Radsport, sondern überall. Die Radfahrer bieten sich aufgrund der Wettkampf- und Teamstrukturen an, leichter erwischt zu werden als andere. Ausserdem hatte der Radsport schon immer ein gewisses Showelement an sich, anderes als besipielsweise Leichtathletik oder Turnen, oder der gesamte Wintersport. Man braucht nicht glauben, dass es beispielsweise im Langlauf oder Biathlon grundsätzlich anders zugeht, als im Radsport, aber nachdem dort in erster Linie Nationalteams an den Start gehen, ist es leichter, die Dinge sozusagen staatlich ein wenig unter den Tisch zu kehren.
Was den Mannschaftssport angeht, so ist das Argument, dass Doping dort nichts bringt, bei genauem Hinsehen nicht besonders schlagkräftig. Mannschaften, deren Spieler längere Zeit schneller laufen können, werden sich auf die Dauer besser durchsetzen können gegenüber denjenigen, denen irgendwann sprichwörtlich die Puste ausgeht. In einem einzelnen Spiel mag das nicht so ins Gewicht fallen, aber auf die Dauer, über eine lange Saison hinweg, ist das durchaus von Relevanz. Ausserdem ist zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass das gesamte Team von Juventus Turin seinerzeit systematisch mit EPO gedopt wurde. Es besteht wenig Grund zu glauben, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt.
Und in so einem Obduktionsbericht kann viel drinstehen. Ein "normaler" Gerichtsmediziner sucht auch nicht nach Dopingspuren, wenn es ihm nicht explizit aufgetragen wurde...
Ein paar Gedanken, die ich einfach mal wieder in den Raum stellen wollte, wenn das Thema nun wieder angerissen wurde...





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