Nur mal vorweg: Der Film hat mich ziemlich umgehauen, aber es war schwer sich nach 152 min (+ unseglicher Pause) High-Speed Kino eine druckreife Meinung zu bilden. The Dark Knight hat viel Licht und wenig Schatten,welche ich nochmal verdeutlichen möchte.
ANMERKUNG: WER DEN FILM NOCH NICHT GESEHEN HAT SOLLTE NICHT WEITERLESEN!!!
Was mir gut gefallen hat:
Die Unglaubliche Stimmung die gleich zu beginn durch das hysterische und sehr aufwühlende Joker-Theme suggeriert wird, hat mein Herz gleich richtig pumpen lassen^^. Fast den kompletten Film über begleitet einen diese Unruhe.
Die Kampfszenen sind deutlich besser als in "Batman Begins", weil man diesmal auf zu drastische Schnitte verzichtet hat und man dadurch sehr gut sehen kann wie Batman die Sch.eiße aus seinen Gegner rausprügelt (Besonders cool in der Discoszene, wo er Maronis Gorillas ordentlich den Marsch bläst).
Die Dialoge generell finde ich sehr gelungen, weil intelligent und stilvoll.
Die Beziehnung zwischen Bruce und Alfred wird nocheinmal verdeutlicht. Wie schon in "Batman Begins" werfen sie sich die Bälle gekonnt zu, ohne dabei die Grenze zum lächerlichen zu überschreiten.
Auf die Charktere im einzelnen komme ich gleich nochmal zu sprechen.
Was mir nicht so gut gefallen hat:
Es gab mir schlichtweg zu wenig Atempausen um die doch sehr komplexe Story Stück für Stück verarbeiten zu können. Trotz der 152 Min wirkt er deshalb ein wenig überladen.
Man hätte noch ein paar Szenen zum niedergeschlagenen, an sich selbst zweifelnden Bruce Wayne zeigen können.
Charakter/Darsteller:
Batman, Bruce Wayne/Christian Bale:
Bale spielt den Dunkeln Ritter genauso solide wie im Vorgänger. Er beherrscht sowohl den milliardenschweren Playboy, der schnelle Autos fährt und hübsche Frauen um sich hat, als auch den "echten" Bruce Wayne der einfach nur ein normales Leben führen will. In der Rolle des "Caped Crusaders" geht er richtig auf, man spührt seine Aggresivität und den Drang nach Gerechtigkeit.
Ich hoffe nur das, falls es eine dritten Teil geben wird, er noch einen Tick mehr Screentime bekommt um die Bühne nicht komplett dem nun folgenden Antagonisten zu überlassen...
Joker/Heath Ledger:
Was für eine Performance! Iree! Ich war nach den ersten Trailern schon überzeugt gewesen das er einen guten Job abliefern würde, aber das was er da zeigte hat mir einfach nur das Blut in den Adern gefrieren lassen. Der Joker wurde endlich als das dargestellt was er wirklich ist: Anarchie und purer Terror! So eine Wahnsinnsleistung habe ich ewig nicht gesehen, da kann sogar Daniel Day-Lewis in "There will be blood" einpacken.
Alles andere als eine Oscarnominierung wäre absolute Blasphemie.
Danke Heath!
Harvey Dent/Aaron Eckhardt
Ebenfalls eine sehr überzeugende Darbietung. Der Aufstieg und Fall des "White Knights" ist gut inzeniert. Sein Wandel zu Two Face ist ein wenig abrupt, dafürt aber umso widerwertiger anzuschauen. Gegen seinen Tod zum Schluss habe ich ebenfalls nichts einzuwenden.
Jim Gordon/Gary Oldman
Neben Alfred der wohl größte Komplize von Batman. Er ist der Loyale, unbestechliche, der einer der wenigen in Gotham ist der Batman vertraut.
Nicht mehr und nicht weniger ist Gordon. Und genau das stellt Charakterschauspieler Gary Oldman explizit dar.
Alfred Pennyworth/Michael Caine
DIE Bezugsperson für Bruce Wayne. Charmant, intelligent, witzig. All diese Attribute beherrscht Caine aus dem FF.
Rachel Dawes/Maggie Gyllenhaal
Die toughe Stattsanwältin nimmt man ihr eher ab als Katie Holmes, die ihrerzeits ziemlich deplaziert wirkte. Sie strahl auch mehr Wärme und Liebe aus, obwohl sie mir äußerlich nicht wirklich zusagt. Ihr Tod ist ein elementarer Bestandteil der Story, auch wenn er kein Verlust ist.
Lucius Fox/Morgan Freeman
Fox ist quasi das pordont zu "Q" aus den Bond-Filmen, auch wenn er Geschäftsführer von Wayne Enterprises ist. Rundum solide Leistung von Freeman.
Außerdem möchte ich nochmal die grandiose Arbeit von Chris Nolan (Regie), seinem Bruder Jonathan (Drehbuch), sowie Wally Pfister (Kamera) hervorheben. Alle drei sind heiße Oscaranwärter.
Was ich gerne anders gesehen hätte:
- Die Story ein bisschen weniger Komplex und dafür längere Szenen.
- Den Joker am Ende in Arkham mit Zwangsjacke und letzter teuflischer Lache.
- Mehr den niedergeschlagenen Wayne
- Vielleicht 15 Minuten kürzer
Fazit:
The Dark Knight ist ein Film wie ein Erdbeben, welches nie ganz zur ruhe gebracht wird. Kinderkram wie Spiderman wird dabei mächtig in die cojones getreten. Thriller, Action und Drama in einem machen The Dark Knight zu einem unvergesslichen Kinoabenteuer. Brilliant!
9,5/10




) High-Speed Kino eine druckreife Meinung zu bilden. The Dark Knight hat viel Licht und wenig Schatten,welche ich nochmal verdeutlichen möchte.
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