One Week
Lief bereits auf den Hamburger Filmfest und erhielt übermäßig gute Kritiken. Jetzt habe ich mir selbst ein Bild dieser Kanadischen Produktion machen können...
Lehrer Ben (Joshua Jackson), der bald seine Freundin heiraten möchte, erhält eines Tages (Im Film die erste Szene) die Diagnose, dass er an nahezu unheilbarem Krebs leide. Daraufhin entschließt er sich, entgegen der Meinung seiner Familie, zu einer Reise mit einem Motorrad. Dort will er zu sich selbst finden und das Leben noch einmal vollends auskosten.
Was nach schwermütigem Drama klingt ist weitaus humorvoller und einfallsreicher als man denken könnte. Natürlich ist der Film mit schöner, ruhiger Musik verschiedener Künstler unterlegt, allerdings gibt es einiges zu lachen, was neben dem Hauptcharakter Ben noch an den vielen Personen liegt, die er auf seiner Reise trifft. Der Rest ist jetzt nicht neues, wobei das Ende großartig ist.
Fans von Independent-Produktionen werden an One Week sicherlich ihre Freude haben, aber auch für andere ist der Film definitiv einen Blick wert.
7/10
Ihr könnt euch niemals sicher sein
Über das mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Jugenddrama darf ich in der Schule eine Filmanalyse machen.
Das Leben von Außenseiter Oliver (Ludwig Trepte) gerät aus den Fugen, als seine Deutschlehrerin Hasstexte gegen sich und die Klasse bei ihm entdeckt. Sofort wird sein Zimmer von der Polizei untersucht, woraufhin er umgehend in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Dort wird allerdings festgestellt, dass Oliver alles andere als gefährlich ist, aber über ein großes Sprachtalent verfügt, was er in seinen teilweise krassen Raptexten niederschreibt.
Nach und nach erkennt man, dass der vermeintliche Amokläufer einer der wenigen zu sein scheint, die die Kontrolle bewahren. Die Welt um ihn herum verliert ihren Kopf und er ist der leidtragende. Realistisch wird gezeigt, wie man einen Menschen aus der eigenen Engstirnigkeit heraus ins Chaos stürzen kann. Auf einfühlsame Art und Weise ist der Film dicht und durchaus Spannend inszeniert.
Das Ende ist etwas merkwürdig, doch die tollen Darsteller und die gute musikalische Untermalung sowie Kameraführung, machen „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ zu einem sehr gelungenen, thematisch brandaktuellem Werk
8/10




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