Ghost Dog

Der Auftragskiller Ghost Dog (Forest Whitaker) lebt zurückgezogen in einer Hütte und befolgt dabei streng den Kodex der Samurai. Als er ein Mafia-Mitglied nach Vorgabe erledigt, ist diese ihm auf den Fersen und will ihn umlegen.

Was nach wirklich plumper Story klingt, ist in Wirklichkeit ein sehr tiefgehendes Thriller-Drama. Kapitelweise erzählt Ghost Dog im Off Samurai-Weisheiten. Zwischendurch wird sein ruhiges Leben in langen Kameraeinstellungen eingefangen, unterstützt vom Wu-Tang-Clan Chef RZA, der mit entspannten Hip-Hop Beats zu der tollen Atmosphäre beiträgt. Im Gegensatz dazu steht die Mafia, die in teilweise grotesk-witzigen Dialogen glänzt.

Die Action-Szenen sind recht radikal und sind durch die verschwommenen Bewegungen sehr stylish, was äußerst provokant erscheint.

Zum Schluss bleibt der Held, mit dem man trotz seines gewöhnungsbedürftigen Berufes sympathisiert, was an sich zu einer Hinterfragung eigener Denkweisen führen kann. Regisseur Jim Jarmusch spielt diese Karte gekonnt aus und auch der Rest ist beachtlich. Ein Aufeinandertreffen der Kulturen, mit nur leicht subtilem Humor, geeignet für geduldige Zuschauer.

8/10