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Thema: Wie kann ich die Nervosität los werden?

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  1. #1
    Freizeitkeeper
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    So, hab mal den Thread wieder rausgekramt.

    Ich habe ein Problem, welches eventuell mehrere kennen. Es ist weniger die Nervösität, als vielmehr eine gewisse "Lähmung" kurz vor dem Spiel.
    Im Training gibt es keine Probleme, mein Körper fühlt sich fit und ich fühle mich excellent. Am Tag vor dem Spiel gehe ich meistens ein paar Situationen durch und die Anspannung steigt etwas.
    Vor dem Spiel (meistens 3 Std. vorher, beim Spiel der 2.) wird noch fleißig gelacht und gescherzt.
    Es geht in die Kabine, es folgt die Ansprache vom Trainer. Dann geht es im Grunde langsam los, der Herzschlag erhöht sich.
    Während des Warmmachens steigt die Tendenz, aus dem "normalen" Trainingsalltag zu fallen.

    Kurz vorm Spiel ist es dann erschreckend, eine gewissen "Lähmung" setzt ein. Die Hände wollen nicht mehr in die Höhe schnellen, und die Beine sind sehr, sehr schwer.
    Man fühlt sich, als wäre man im Film und wacht erst später wieder auf.

    Manchmal verfliegt die "Lähmung" nach einer guten Aktion, aber teilweise - leider - auch nicht. Ich mache zwar (nie) kaum richtig schlechte Spiele, habe aber zunehmend das Gefühl, als wenn der eben beschriebene Zustand mich daran hindert, auch mal ein Spiel "zu gewinnen..."

    Es ist wirklich sch***e die Situation zu beschreiben. Nach dem Abpfiff jedenfalls ist alles wieder beim Alten.
    In der folgenden Woche läuft alles normal, ich fühle mich sehr gut - doch im Spiel das alte Problem...

    Empfindet jemand das Problem genauso und könnte mir eventuell Tipps geben?

    Vielen Dank!

  2. #2
    Amateurtorwart Avatar von Payer
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    Servus Urmelchen!Ich kann mich in deine Situation hinein fühlen.Früher hatte ich das Gleiche.Aber seit ca. vier Monaten hab ich das nicht mehr.
    Einen Tipp kann ich dir nicht wirklich geben,aber du musst immer selbstbewusst auftreten.Denk immer du bist gut und hör nicht was andere sagen,denn du musst wissen,dass du ein super Keeper bist.
    Hoffe,dass ich dir weiter helfen konnte.
    mfg Payer


    I'll save you!!

  3. #3
    Freizeitkeeper
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    Ich kenne dieses Gefühl auch.
    Ganz krass war es in der C Jugend. Da war ich fitter den je,
    besser denn je. Spiel fängt an, alles ist super... Halbzeit,
    alles super und dann auf einmal bin ich mitten im Spiel vollkommen
    schlapp, verunsichert und "müde".
    Ich bin dann irgendwann dahinter gekommen, zumindest habe ich es nicht mehr.
    Es war eine Mischung aus übermotiviert und gleichzeitig unkonzentriert.
    Bei mir war es so, dass ich mich einerseits wie der Held fühlte und andererseits am liebsten, sofort wieder ins Bett will und von Mutter umsorgt, ergo komplett im falschen Film.
    Ich habe es dann damit wegbekommen ständig in Bewegung zu sein, ständig irgendwas zu kritisieren im Spiel (teils im Kopf, teils auch geäussert - sei es Gegner, eigene Mannschaft oder mich selbst) und irgendwann war es dann weg.
    Ich habe dieses Gefühl in ganz seltenen Fällen noch beim Training aber das ist eigentlich nicht der Rede wert.


    Gruß

    hanZ
    Geändert von hanZ (10.10.2009 um 14:28 Uhr)

  4. #4
    Amateurtorwart Avatar von wiepie86
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    Ich habe zum Glück keine Beschwerden dieser Art..

    Ich bin natürlich auch nervös. Ich bekomme dann meistens leichte Bauchschmerzen. Bei der Ansprache des Trainers wackel ich permanent mit meinen Beinen und ich habe einen leicht erhöhten Puls.
    Meiner Meinung nach sind das alles "gesunde" Anzeichen. Ich finde es gehört immer ein bisschen Nervosität dazu. Ich glaube, dass ich ohne sie nicht die Leistung bringe, die ich mir wünsche..



    (Auf die Frage, ob die Nationalmannschaft für ihn ein Thema sei): „Nein, die spielen immer mittwochs, da habe ich keine Zeit.“ (Paul Steiner)

  5. #5
    Blickfeld Avatar von Nachwuchskeeper1993
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    Zitat Zitat von wiepie86 Beitrag anzeigen
    Ich habe zum Glück keine Beschwerden dieser Art..

    Ich bin natürlich auch nervös. Ich bekomme dann meistens leichte Bauchschmerzen. Bei der Ansprache des Trainers wackel ich permanent mit meinen Beinen und ich habe einen leicht erhöhten Puls.
    Meiner Meinung nach sind das alles "gesunde" Anzeichen. Ich finde es gehört immer ein bisschen Nervosität dazu. Ich glaube, dass ich ohne sie nicht die Leistung bringe, die ich mir wünsche..
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich wenn das Spiel um 10.30 ist, ich noch meistens bis zu 3mal die Toilette besuchen muss, weil es in meinem Magen rundgeht.
    Dein einziger wahrer und ehrlicher Freund sind deine Eier!

  6. #6
    Amateurtorwart Avatar von wiepie86
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    Zitat Zitat von Nachwuchskeeper1993 Beitrag anzeigen
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich wenn das Spiel um 10.30 ist, ich noch meistens bis zu 3mal die Toilette besuchen muss, weil es in meinem Magen rundgeht.
    Da habe ich gar keine Probleme mit. Es drückt und zwickt halt nur ein bisschen. Alles im "grünen Bereich".



    (Auf die Frage, ob die Nationalmannschaft für ihn ein Thema sei): „Nein, die spielen immer mittwochs, da habe ich keine Zeit.“ (Paul Steiner)

  7. #7
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    Ich möchte zunächst allgemein sagen, dass Nervosität ja eigentlich was Gutes ist. Unser Lehrer hat uns das mal so vage erklärt, mal sehen, ob ichs noch zusammenbringe (Biologen werden sich wahrscheinlich jetzt die Mägen umdrehen, ich bitte um Nachsehen)
    Wenn wir aufgeregt sind, also vor einem Spiel oder so, dann sind das für den Körper sogenannte Stresssituationen, also Situationen, wo der Körper weiß, er muss gleich Hochleistung zeigen. Deswegen kommt es nun zur erhöhten Produktion von Adrenalin, einem körpereigenen Stresshormon (auch liebevoll die einzig legale Droge genannt ). Dieses Adrenalin bewirkt dieses berühmte Kribbeln, das jeder von uns kennt...
    Nun ist es immer die Frage, wieviel Adrenalin fördernd wirkt und ab wann es kritisch wird...

    Zitat Zitat von Nachwuchskeeper1993 Beitrag anzeigen
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich wenn das Spiel um 10.30 ist, ich noch meistens bis zu 3mal die Toilette besuchen muss, weil es in meinem Magen rundgeht.
    Zitat Zitat von wiepie86 Beitrag anzeigen
    Da habe ich gar keine Probleme mit. Es drückt und zwickt halt nur ein bisschen. Alles im "grünen Bereich".
    Das passt hierzu ganz gut, auch wenn ich nun den biologischen Bereich verlasse und in den mir logisch erscheinenden Part wechseln möchte

    Egal wann das Spiel ist, etwas drückt und der Magen dreht sich. Ein Besuch in der Toilette hilft dem Magen nochmal Überflüssiges loszuwerden, den Fokus voll und ganz auf das Spiel zu richten und sich - sorry, aber irgendwie doch wahr - von unnötigem Ballast zu befreien...

    Nochmal:
    Wieviel Nervosität ist gut und ab wann wirkt das ganze hemmend?
    Ich hatte eine spezielle Situation vor gut zwei Jahren bei einem Hallenturnier. Es war das erste Spiel und ich durfte überraschend ran und nicht der andere Keeper. Auf einmal wurde ich total nervös und mein Körper schüttete Adrenalin in Mengen aus, die ich nicht richtigg "verarbeiten" konnte. Die Folge: Unwahres Denken, hastige, unkoordinierte Bewegungen und sogar teilweise verschwommenes Sehen.
    Wirkliche Tricks gibt es dagegen nicht, ich sage mir, dass ich weiß was ich kann und dass ich vorallem Spaß haben möchte.
    Diese Grundnervosität ist bei mir immer noch vorhanden, weicht nun mehr und mehr aber einer gewissen Anspannung, die meinem Körper das wichtige Zeichen gibt, dass er gleich Höchstleistungen bringen muss und sich langsam auf Betriebstemperatur bringen soll. Mental, nicht physisch, denn das haben wir ja schon hinter uns.

    Diese Nervosität umwandeln zu können, ist auch ein sehr wichtiger Teil, den ich noch kurz veranschaulichen will, mal sehen, ob mir das gelingt
    Die Handballer haben sich unmittelbar vor einem Spiel gepusht, also in die Hände geklatscht und Brust an Brust. Aus Spaß habe ich das vor dem letzten Spiel mit meinem Mitspieler auch mal gemacht und ich habe gemerkt, dass das nochmal so einen Funken Adrenalin bzw. Nervosität umgewandelt hat.

    Aber Umwandeln? In was eigentlich?
    Adrenalin reagiert mithilfe zu Entschlossenheit zu ? Leistungsfähigkeit?
    So könnte eine chemische "Reaktionsgleichung" dazu lauten, denn die Frage dieses Threads "Wie kann ich die Nervosität loswerden?" ist für mich nun eher zur Frage
    "Wie wandle ich Nervosität am besten in Leistung um"?
    geworden.

    Wow.... das ist mir alles nun mehr und mehr, während des Schreibens gekommen, denn solang wollte ich mein Statement hierzu nicht ausführen

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