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Thema: Was macht ihr bei nassen Bällen?

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  1. #1
    Nationale Klasse Avatar von BlackEagLe
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    Ha, auch das kann ich nicht unterschreiben! Der Ball wird schnell.. doch was ist mit Training?
    Willst du es nicht lernen, auch solche Bälle festhalten zu können?
    Oder warum entschuldigt nun der schnelle Rasen ein 'Nicht-Festhalten'?
    Als wir einen Kunstrasenplatz bekommen haben, warne die flachen Bälle im Winter der Horror! Feuchter, reifiger Kunstrasen.. das sind Geschosse, die sind nicht wirklich einfach.
    Aber zwei drei Jahre Gewöhnung und emsiges Training unter einem gnadenlosen Torwarttrainer, dann hält man auch diese Bälle fest... und wie schon gesagt, ich war nicht mal gut!
    Nein, auch das geht....

    Daher: Ihr nehmt die Faust, weil Ihr es euch nicht traut und Euch die nötige Selbstsicherheit fehlt, daß ist alles.
    Öhm habe ich irgendwo geschrieben, dass ich solche Bälle nicht fest halte? Einen Satz über dem Satz, in dem ich schildere, dass ich Probleme mit der teils extremen Beschleunigung der Bälle auf nassem Rasen habe steht, dass ich keine Probleme mit der Griffigkeit der Bälle habe!

    Ich finde nur, dass es teilweise echt schwer abzuschätzen ist, wie ein Ball auf dich zukommt, denn die kommen meist langsam runtergefallen und kommen dann schnell wie sonstwas auf dich "zugeschossen". Das war das Einzige was ich damit meinte. Trotzdem kann ich sie meistens fest halten, wenn sie auf mich zufliegen oder ich nur ein paar Sidesteps machen muss. Kommen sie auf die Seite, klatsche ich sie halt wie sonst auch zur Seite weg

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Paulianer
    Du hast natürlich Recht, aber leider haben die wenigsten Trainer Ahnung vom Torwartspiel. Und da fallen solche "Gurken" natürlich sehr ins Gewicht.
    Da ist es dann so, dass viele Trainer einen Torwart der zwanzig Bälle einfach wegfaustet besser einschätzen als einen Torwart der hingegen neunzehn Bälle sicher festhält und einen durchrutschen lässt, die so genannte "Gurke".
    Es ist leider so...
    Paulianer,
    ich verstehe deinen Frust, doch ich sehe nicht ein, daß dies der Grund dafür sein soll, daß ein Torwart an einer mangelhaften Technik festhalten soll und darf, nur um damit einem ungenügenden und unwissenden Trainer zu gefallen!
    Denn letztendlich sind an solchen Trainern die Vereine schuld, die zu wenig auf den Ausbildungsstand achten und oft froh sind, daß es überhaupt jemand macht. Ob der nun einen Schein hat oder nicht.
    Ich jedenfalls würde einfach oft erwarten, daß auch die Kompetenz des Trainers einfach mehr Gewicht bei Vereinen findet, als bloß dessen Ruf oder Verfügbarkeit.
    Denn ein Trainer sollte auch wissen, wie ein Torwart heute hinter der Viererkette zu agieren hat, anstelle da einen Fliegenfänger ins Tor zu stellen.

    Es ist daher immer ein Problem des Vereins, nicht des Verbandes oder Bundes.

    Und auch wenn der Trainer aufgrund von Unwissenheit und Unfähigkeit einfach hier einen Torwart nicht klar einschätzen kann, ist es kein Grund, damit eine Torwarttechnik 'hoch zu reden' die Unsicherer ist... Denn ein Torwart der viel faustet, kann mit der richtigen Technik auch viel festhalten.
    Somit ist ein Torwart der mehr Bälle faustet als fängt, aber damit mehr Bälle abwehrt als ein Torwart der alle Bälle hält, aber mehr reinläßt, besser. Denn es ist bloß ein Technikfehler, den er hat, und den muß ein Torwarttrainer 'kurieren'....
    Trotzdem bleibt bitte Fausten kein Allheilmittel oder ist besser...

    Zitat Zitat von VisioN
    Steffen, natürlich gebe ich dir 100%ig recht.
    Aber stell dir doch mal bitte vor, du stehst im tor und es spielt der erste gegen den zweiten. Es steht sehr viel auf dem Spiel und ihr liegt 1:0 in führung ... in der aller letzten Minute kommt ein sehr strammer schuss auf dich und du weißt, dass der Ball sehr glitschig ist ( wegen der asche ) ...
    Brauche ich mir nicht vorstellen.
    Heute spielte mein Torwart auf einem Rasenplatz, der den Namen nicht verdient. Von der Zweiten Mannschaft umgegraben, und vor dem Tor mehr eine Suhle als ein fester Boden, Schlamm zum Teil knöcheltief und der Schiri läßt spielen.

    Letze Minute, es kommt der stramme Schuß, der wird von einem Abwehrspieler abgefälscht, doch mein Torwächter macht sich lang und länger, greift den Ball und hält den Sicher.

    Ich finde es VÖLLIG korekt, wenn man dann die Fäuste benutzt, und kein Risiko eingeht .. natürlich gibt es kein sicheres Fausten .. aber ich finde es besser, wenn man in einer Notsituiation den "unsicheren" Weg nimmt, als das Risiko einzugehen und ein Tor zu kassieren und der Blödmann der nation zu sein .. dann nimm ich lieber die fäuste und geh kein risiko ein
    Sorry, Du faustest das Ding unglücklich weg, der flattert dem Stürmer vor die Füsse, der schiebt ein und dann?
    Hört auf Euch das einzureden.
    Du nimmt in der obigen Situation nur die Fäuste, weil Du nicht auf Dich und deine Technik vertraust.
    Mein Torwart hat es heute getan, auf sich vertraut und damit wirklich den aggressiven Stürmern nie die Chance auf einen Abstauber gegeben, so daß wir beim Taballenzweiten einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten, trotz Wetter, trotz Verletzungen und trotz dem miesen Platz.
    Eine Notsituation ist wenn der Stürmer eins gegen eins gegen Dich geht, dann zählt abwehren, egal wie.
    Ansonsten ist das was Du schreibst keine Notsituation. denn der Schiri kann auf einmal noch 4 Minuten nachspielen lassen und deine letzte Minute bekommt Aufschub.
    Daher: Lernt die Bälle sicher zu halten und gewinnt Sicherheit in Euch und Sicherheit in Eure Technik.
    Und hört auf, Euch das Fausten schön zu reden.
    Ihr müßt Sicherheit und Vertrauen, sowie absolute Kontrolle ausstrahlen, und das geht nur, wenn man Bälle festhält und damit die Situation vollkommen klärt.
    Daher VisioN, ich bin Trainer, und sehe die Sache ein wenig anders, als der Torwart, vielleicht. Aber ich weiß, was ein Torwart kann und erreichen kann, wenn er auf sich vertraut und auch die richtige Technik hat.... und dann weiß ich, daß er nicht fausten muß, auch nicht in so einer Situation, denn er hat diese voll unter Kontrolle....


    Zitat Zitat von Daniel1991
    Wenn die Daumen hinter dem Ball sind kann er gar nicht durchrutschen. Das lernt man aber schon der F-Jugend.
    Sorry, dann hat man Dir auch nicht das richtig beigebracht.
    Denn nicht nur der Daumen muß hinter dem Ball sein, denn wenn nur das der Fall ist, bricht man sich bei einem harten Schuß wenigstens einen Daumen!
    Du mußt mit dem Zeige- Ringfinger und Daumen ein Fangdreieck bilden, nur dann ist die Technik des Korbgriffs perfekt und Du kannst sicher halten.
    Allein die Daumen hinter dem Ball sind zu wenig.


    Zitat Zitat von BlackEagLe
    Kommen sie auf die Seite, klatsche ich sie halt wie sonst auch zur Seite weg
    Abklatschen klingt auch Schei..e!
    Besser ist der Begriff Ablenken. Aber auch Ablenken ist recht unsicher, zwar sicherer wie Fausten, aber es ist Besser, die Dinger festzuhalten.
    Ich weiß, daß geht nicht immer... aber, man sollte es im Hinterkopf behalten
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
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    Avatar von Stetti
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    Zitat Zitat von Steffen
    Paulianer,
    ich verstehe deinen Frust, doch ich sehe nicht ein, daß dies der Grund dafür sein soll, daß ein Torwart an einer mangelhaften Technik festhalten soll und darf, nur um damit einem ungenügenden und unwissenden Trainer zu gefallen!
    Mal provokativ gefragt:
    Du würdest also lieber auf der Bank sitzen (so eine "Gurke" macht manchmal den Unterschied) mit dem Wissen eine richtige Technik zu haben, als einen Ball lieber weggefaustet zu haben und Nummer 1 zu sein?

    20 weggefaustete Bälle = 0 Tore, wenn sie denn richtig geklärt werden
    19 weggefaustete Bälle und eine "Gurke" = 1 Tor

    Ich bleibe trotzdem dabei, dass ich manche Bälle bei Nässe lieber ablenke, obwohl ich sie bei Trockenheit fangen würde.

  4. #4
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Im Training versuche ich jeden Ball festzuhalten, egal wie er kommt und was darauf dann passiert, aber nur so kann man sich die Sicherheit holen, die man im Spiel braucht. Auch im Spiel gilt es die Dinger zu sichern. Das ist halt so.
    Das es in der Praxis nicht immer so hinhaut, wie in der Theorie ist ja klar, aber trotzdem sollte man als TW immer versuchen den Ball zu sichern.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Falsch verstanden Steti, ließ bitte den Satz noch einmal:

    Zitat Zitat von Steffen
    Somit ist ein Torwart der mehr Bälle faustet als fängt, aber damit mehr Bälle abwehrt als ein Torwart der alle Bälle hält, aber mehr reinläßt, besser. Denn es ist bloß ein Technikfehler, den er hat, und den muß ein Torwarttrainer 'kurieren'....
    Trotzdem bleibt bitte Fausten kein Allheilmittel oder ist besser...

    Somit Stetti, erübrigt sich deine provokante Frage, und Sie war eigentlich gar nicht provokant.
    Lass aber mal.. den dein Satz implementiert, daß ein Torwart der Bälle faustet automatisch mehr Bälle abwehrt.
    Das ist eben nicht der Fall. Kommst du mit der Faust drann, kannste das Ding auch festhalten!
    Es ist und bleibt Eure eigene Unsicherheit, die Euch das Fausten sicherer erscheinen läßt.

    Denn Stetti, was nutzt es: Ist es glitschig, rutscht dir ggf. auch der Ball mal über die Fingerknöchel, fällt dem Stürmer vor die Füsse und der schiebt ein.
    Sieht nicht sooo doof aus, wie als wenn das ding durch die Finger glitscht, kommt ab für mich auf das gleiche raus.

    Ihr steht im Tor und Ihr entscheidet. Mir geht es lediglich um Euren Glauben, daß Fausten sicherer ist. Denn das ist es nicht.
    Es ist etwas, was man Euch eingeredet hat und ein Mythos, der sich schon seit Ewigkeiten hält.
    Euer eigenes Mißtrauen in Euch und Eure Technik läßt Euch daran festhalten, daß es so ist.
    Ausprobieren, daran arbeiten will auch keiner, bester Nährboden, daß Ihr diesen Mythos sogar vererbt.Dabei macht es Euch jeder höherklassige torwart vor, daß es anders geht....
    Und da ist es ein Addidas Teamgeist, der bei Nässe noch mehr vibriert und dank der neuen Kunststoffoberfläche noch glitschiger ist. Da kleben feinste Rasenreste am Ball, und auch wenn die Handschuhe neu sind, bildet sich aus der Feuchtigkeit, dem Eiweiß des Rasens und der Kunststoffoberfläche, sowie Fettresten von Schuhcreme, Massageöl und anderem Kram eine richtige Schmierseife auf dem Belag.
    Glaubt Ihr echt, einem Bundesliga Torwart geht es anders als Euch?
    Der spielt oben, hat aber die gleichen Probleme wie Ihr auch!
    Und der muss die Bälle festhalten....

    Warum wehrt Ihr Euch...???

    Stetti, nimm es nicht persönlich, denn Du stehst im Tor, Du triffst die Entscheidungen.
    Nur bite, redet Euch nicht ein, daß Fausten sicherer ist. Das ist einfach nicht wahr.
    Und Du sitzt nicht auf der Bank, weil Du 19 nur gehalten hast, der andere 20 gefaustet hat.
    Das geht nämlich nur dann gut, wenn Du im Schußtraining keinen Nachschuß oder Abstauber zu befürchten hast.
    Mach mal im Trainingsspiel nichts anderes, als Fausten und Ablenken! Dann wirste feststellen, daß Du anstelle der 19 Stück nur 10 Stück wirklich entschärft hast, dafür 9 mehr bekommen hast, die Du dann aus dem Tornetz fuscheln mußtest.... Da kann der andere 19 Stück halten und sich ruhig eine 'Gurke' erlauben...

    Ich weiß, jetzt bin ich böse, aber wer provokant fragt.

    Ich mein, jeder von Euch kann sich am Fausten festhalten, kann von mir aus seine eigene Angst vor dem Versagen konservieren, kann selbst Bestätigung in seiner Imperfektion finden und kann damit der Dunkelheit nachgeben... Ihr fühlt Euch damit sicher und gut.
    Ich als TW-Trainer aber, der beschlossen hat, Euch just diese Dunkelheit vor Augen zu führen, der erschüttert auch die Grundfesten dieses Glaubens. Der ist fähig und läßt Euch mit Fettigen Handschuhen trainieren und kackt Euch noch an, wenn Ihr nicht richtig zum Ball geht.
    Ich wiederhole erneut, was Yoda sagte:
    Yoda meint zu Luke:
    "Nicht versuchen Du sollst, Tun du mußt!"
    Im Training wird festgehalten, auf Teufel komm raus. Der Spruch, den mein zweiter Torwart so gern prägt:
    Sebi F spricht:
    "Was willst Du? Hauptsache kein Tor!"
    gilt im Training gar nichts.
    Im Training versuchen wir jeden Ball fest zu halten, ausser ich gebe etwas anderes vor.
    Das ist ermüdend, es ist demotivierend, es ist der pure Frust! Doch wer in der Hölle eines Stadions bestehen will, muß druch seine eigene Hölle zum Licht gehen.
    Und Ihr seit es, die sich diese Hölle basteln! Ihr gebt nach, weil Ihr schwach seit, weil Ihr an Euch selbst zweifelt, Euch etwas einredet.
    Und Ihr tut es immer und immer wieder und bestätigt es Euch sogar noch mit fadenscheinigen Vergleichen!
    Ihr sucht Euch sogar Bestätigung dafür aus, was nicht wahr ist, und schafft Euch mehr in mehr Hindernisse, auf dem Weg, der Euch eigentlich noch besser, noch überlegener macht... oft habe ich das Gefühl, Ihr wollt gar nicht.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  6. #6
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Wie sieht es denn mit der Ansicht aus:
    Ich weiß, dass ich mit diesem Schuss Probleme haben werde, deswegen fauste ich ihn. Den Folge-Schuss werde neu bewerten und evtl. festhalten können.

    Ich mag Fausten nicht, aber manchmal hälst Du die Hände (zum Fangen in der richtigen Technik usw.) hin und der Ball verändert noch leicht seine Flugbahn und Du bekommst ihn meher gegen eine Hand als die andere und dann prallt er.
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  7. #7
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Icewolf
    Wie sieht es denn mit der Ansicht aus:
    Ich weiß, dass ich mit diesem Schuss Probleme haben werde, deswegen fauste ich ihn. Den Folge-Schuss werde neu bewerten und evtl. festhalten können.
    Woher weißt Du das? Woher nimmt Du das Wissen, am Besten noch vor dem Schuß, daß Du damit Probleme haben wirst?
    Du weißt es nicht, aber das Gefühl ist da...
    Wo ist der Auslöser für dieses Gefühl?

    Ich mag Fausten nicht, aber manchmal hälst Du die Hände (zum Fangen in der richtigen Technik usw.) hin und der Ball verändert noch leicht seine Flugbahn und Du bekommst ihn meher gegen eine Hand als die andere und dann prallt er.
    Ja, es kommt vor.. doch ist es ein Sport, da ist nichts perfekt und nur das beständige Üben versetzt uns in die Lage, mehr und mehr der Perfektion nahe zu kommen.
    Und wen wir Ehrlich sind, es geht doch nicht um solche Aktionen, es geht viel mehr darum, was wir fühlen und wie wir uns aufgrund des Gefühls verhalten.
    Wir bilden uns ein, Fausten ist besser, wir fühlen uns sicherer.. Das wir uns damit selst betrügen, daß ist mein Standpunkt....
    Ich stelle nicht in Abrede, daß Fausten dazu gehört, ein Torwart es können muß... aber ich will einfach darauf hinaus, daß ein Torwart aufhört, sich einzureden, es wäre sicherer oder eben wie oben zu lesen, sich einredet, er würde mit einem Schuß nicht fertig, oder hat Probleme!
    Denn damit redet er sich selbst eine nicht-existierede Unsicherheit ein, daß ist das schlimmste was er machen kann, gleich gefolgt von sich selbst einzubilden, er wäre der Größte!
    Ihr seit Torleute, Ihr trefft die Entscheidungen. Im Spiel ist es Wurscht ob Faust ob Ablenken oder Halten! Ihr trefft die Entscheidung....
    Nur dürft Ihr Euch jetzt, wo ich nicht spielt, nie einreden, das eine wäre besser als das andere.
    Ihr müßt versuchen Perfektion zu erreichen. Das es gar nicht möglich ist, daß wissen wir alle, sonst gäbe es keine Tore, aber wir sehen es als höchstes Ziel des Trainings an. Und dieses unerreichbare Ziel ist dann, jeden Ball festzuhalten.
    Wenn man sich aber schon einredet, daß etwas unsicher ist, etwas nicht gut ist, etwas nicht geht, dann probiert man es gar nicht, und wenn man es probiert, neigt man sogar dazu, rascher aufzugeben und es sein zu lassen, anstelle sich daran fest zu beißen und es zu trainieren.
    Denn auf einmal stellt man Fortschritte fest, und merkt, daß es doch geht...
    Welche Stärke entspringt aus dieser Erkenntnis? Welche Macht aus dieser Fähigkeit, die man sich erarbeitet hat?
    Doch das geht nur, wenn man sich nicht vorher die Möglichkeiten nimmt, und das indem man sich etwas einredet....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  8. #8
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Zitat Zitat von Steffen
    Woher weißt Du das? Woher nimmt Du das Wissen, am Besten noch vor dem Schuß, daß Du damit Probleme haben wirst?
    Du weißt es nicht, aber das Gefühl ist da...
    Wo ist der Auslöser für dieses Gefühl?
    Mmmh... Weiß ich gar nicht so genau. Ich denk nicht daran "Mensch, den musst Du jetzt aber fausten!" Ist vielleicht eher ein Erfahrungssache.
    Fausten -> Ball weg -> Ball weg = nicht im Tor -> gut
    Auf der anderen Seite ist mir bei so einer Situation auch noch kein schlimmer Fehler passiert...
    Bei mir passiert glaub ich das:
    dicht dran, hart geschossen -> wenig Zeit für korrekte Fangtechnik -> fausten -> Ball weiter weg als von der Hand abgeprallt -> gut
    Und auch: Ball prallt von der Hand -> nicht weit weg -> Nachschussgefahr

    Ich gebe Dir Recht, dass im Training am besten alles angesogen werden muss. Wenn man einen Ball richtig sicher fängt, merkt man förmlich wie die Gefahr begraben wurde: "DER IST TOT!"
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  9. #9
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Icewolf
    Mmmh... Weiß ich gar nicht so genau. Ich denk nicht daran "Mensch, den musst Du jetzt aber fausten!" Ist vielleicht eher ein
    Erfahrungssache.
    *lachen* Wenn ich das nicht vermutet, ja fast gewußt hätte, glaub mir, ich hätte erst gar nicht so blöde gefragt. Mir geht es aber darum, daß Ihr selbst Euch eures Tun und Handelns bewußt werdet.... und as beginnt damit, daß man über bestimmte Dinge anfängt nachzudenken.

    Zitat Zitat von Icewolf
    Fausten -> Ball weg -> Ball weg = nicht im Tor -> gut
    So, lassen wir das einfach mal so stehen. Dick und Fett!
    Nun schau nochmals zu meinen Beiträgen obendrüber.. Wenn Du diese ließt, und dann das jetzt ließt, also die Aussage von Dir, was denkst Du nun?
    Warum denkst Du, daß ich so vehemend gegen das Fausten bin?

    Auf der anderen Seite ist mir bei so einer Situation auch noch kein schlimmer Fehler passiert...
    Hat ja keiner gesagt.


    dicht dran, hart geschossen -> wenig Zeit für korrekte Fangtechnik -> fausten -> Ball weiter weg als von der Hand abgeprallt -> gut
    Und auch: Ball prallt von der Hand -> nicht weit weg -> Nachschussgefahr
    Passiert das im Kopf, oder erst jetzt, wenn Du darüber nachdenkst?
    Wen es jetzt so aus dme Kopf kommt, weil Du jetzt darüber nachdenkst, wie wäre es den optimal?
    Den ganz ketzerisch: Warum solltest Du zu wenig Zeit zum Fangen haben?
    Finger öffnen zum Fangen dauert ebenso lange wie Finger schließen, und wenn Du Dich mal ins Tor stellst, wirst Du feststellen, Du hast die Hände in Neutralstellung offen. Warum also erst die Finger schließen, um zu fausten?
    Was ist daran also schneller?
    Die Finger sind doch schon da, offen und bereit!

    Ich gebe Dir Recht, dass im Training am besten alles angesogen werden muss. Wenn man einen Ball richtig sicher fängt, merkt man förmlich wie die Gefahr begraben wurde: "DER IST TOT!"
    Gut, was fehlt Dir dann, damit diese Sicherheit, dieses Bewußtsein und die Sicherheit auch im Spiel zum Tragen kommt???
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  10. #10
    User des Jahres 2014
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    Avatar von übergreifer
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    Klar kommt man nicht umhin einen Ball Fausten oder zur Seite abwehren zu müssen. Das mache ich aber weder davon abhängig ob der Ball nass ist oder nicht. Die Wetter- oder Platzverhältnisse spielen für mich keine Rolle. Man hat sich irgendwie beim Training gewisse Techniken oder Grundlagen angeeignet und soll sie dann auch verdammt noch mal anwenden. Wenn es beispielsweise regnet und der Platz schlammig ist bietet es sich an ein Handtuch ins Tor mitzunehmen um den Dreck abzuwischen. In der HZ-Pause wechsele ich manchmal die HS und nehme die trockenen, aber das ist schon alles. An meiner Spielweise ändere ich rein gar nichts, und sollte ein Ball durchrutschen dann lag es bestimmt nicht an Wetter.

    Zum Thema "sicheres" Fausten kann man nicht viel mehr sagen als Steffen es ohnehin schon beschrieben hat. Fangen ist Ballbesitz für die eigene Mannschaft und hat für den Torwart oberste Priorität. Meine Stärke liegt beim Abfangen der Flanken und mir wird schon mal erzählt in gefährlichen Situationen lieber auf "Nummer Sicher" zu gehen, anstatt die Flanken auch beim Körperkontakt oder wenn sie messerscharf geschlagen werden runter zu pflücken. Ich bin mir auch sicher, dass mir nach langer Zeit wieder ein Ball unter diesen Umständen trotz guter Technik aus den Händen fallen wird (Fehler kann man nicht ausschließen, sie passieren halt manchmal), aber bei jeder kleinsten Gefahr unkontrolliert die Bälle wegzufausten halte ich nicht für erstrebenswert und das

    Zitat Zitat von Icewolf
    Fausten -> Ball weg -> Ball weg = nicht im Tor -> gut
    könnte man auch anders sehen: Fangen > Ballbesitz > Konter für die eigene Mannschaft > Gefahr für den Gegner > Sehr gut.

    Daher werde ich weiterhin alle sog. grenzwertige Bälle fangen und die Risikobereitschaft beim Training auch aufs Spiel übertragen.

    Mir ist letztes Jahr passiert, dass ich den Ringfinger meiner linken derbe verstaucht habe und unser Ersatztorwart hatte eine Schulterverletzung die ihn 3 Monate aus dem Gefecht gesetzt hat. Ich habe daher zum ersten mal in meinem Leben mit einem getapten Finger gespielt bzw. auch flexibel geschient, Schmerzen waren auch da. Ich weiß, dass einige jetzt sagen werden: "Kuriere deine Verletzung richtig aus". Da gebe ich auch jedem recht. Ich bin Rechtshänder und konnte an diesem Tag die linke Faust nicht so richtig ballen. Mein Torwartkollege hat mich gefragt wie ich dann überhaupt mit beiden Händen fausten soll. Ich war ziemlich überrascht über die Frage. Wenn man die Bälle mit beiden Händen erreichen kann, dann soll man sie auch bitte schön fangen. Ich fauste nur mit meiner rechten Hand, falls ich es in entsprechenden Situation für nötig halte. Beidhändige Faustabwehr habe ich vielleicht paar mal im Leben gemacht und fragte mich auch hinterher immer Warum.

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